Freier Eingang für Pyromaterial ins FCL-Stadion wegen «Good Hosting»?

Beim Spiel FCL gegen St. Gallen sind zahlreiche Pyrofackeln im Gästesektor gezündet worden. Manch einer fragt sich, warum immer wieder solche verbotenen Gegenstände den Weg in den Fanblock finden.

Daniel Wyrsch
Hören
Drucken
Teilen
St. Galler Fussball-Fans am Sonntag in der Swisspor-Arena in Luzern.

St. Galler Fussball-Fans am Sonntag in der Swisspor-Arena in Luzern.

Bild: Flurina Valsecchi

Am Sonntag beim Super-League-Match zwischen Luzern und St.Gallen (1:4) fragten sich einige Zuschauer, wieso die Anhänger aus der Ostschweiz 40 bis 50 Pyrofackeln in den Gästesektor schmuggeln konnten. Der FCL wollte dazu gestern nichts sagen und verweist auf das «Good Hosting»-Konzept der Swiss Football League (SFL), das seit der Saison 2015/16 flächendeckend umgesetzt wird. Die Idee: Die Fans des Gastteams sollen wie Gäste empfangen werden. Anstelle von behelmten Ordnungshütern kümmern sich eigens geschulte Stewards um die ankommenden Fans.

Bei der SFL ist man der Meinung, dass konsequente Körperkontrollen gewaltsame Reaktionen auslösen. Die SFL verfolgt Pyrotäter im Stadion mit hochauflösenden Kameras. Wer erwischt wird, kriegt ein Stadionverbot und die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet. Wie viel Bussgeld der FCL in dieser Saison bereits ­wegen Pyros bezahlen musste, kommuniziert der FCL ebenfalls nicht. 

Mehr zum Thema