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FCL scheitert in Sion an der Ineffizienz

Der FC Luzern verliert sehr unglücklich beim FC Sion mit 0:2. Viel zu viele Möglichkeiten lassen die Luzerner liegen. Wie es gehen würde, zeigt Ex-FCL-Spieler Pajtim Kasami mit einem Traumtor.
Raphael Gutzwiller, Sion
Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) vergibt eine der zahlreichen Luzerner Torchancen im Tourbillon gegen Sion. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 1. Dezember 2018))

Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) vergibt eine der zahlreichen Luzerner Torchancen im Tourbillon gegen Sion. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 1. Dezember 2018))

Wieder nicht. Wieder landete der Ball nicht im Tor. Diesmal knallte der Freistossversuch von Pascal Schürpf ans Lattenkreuz. Schürpf hatte eigentlich alles richtig gemacht, es sollte aber nicht sein. 92 Minuten waren schon gespielt, langsam verzweifelten die Spieler im FCL-Blau. Ein Tor hatten sie in Sion trotz einer Vielzahl an hochkarätigen Torchancen nicht zu Stande gebracht.

Die Innerschweizer warfen nochmals alles nach vorne, selbst die Innenverteidiger Schmid und Cirkovic waren an vorderster Front dabei, das Tor für den FCL wollte aber nicht fallen. Stattdessen jubelten noch einmal die Walliser nach einem späten Kontertor von Freddy Mveng. «Sion – Luzern 2:0», stand am Ende auf der Anzeigetafel. Ein Resultat, das dem Gezeigten überhaupt nicht entsprach. Ein Resultat, das zeigt, wie ungerecht Fussball manchmal ist.

Kasamis Traumtor zum Walliser Glück

Luzern hatte eine gute Leistung gezeigt, war aufsässig, kreativ, physisch stark, leidenschaftlich. Sion dagegen machte nicht die beste Partie, agierte fast ausschliesslich mit hohen Bällen und hatte insbesondere zu Beginn eine grosse Fehlpassquote. So kam es, dass die Luzerner übers ganze Spiel deutlich mehr Möglichkeiten hatten. Doch der fällige Treffer wollte nicht fallen. «Es ist enorm bitter», fand Goalie David Zibung, «wir haben alles gemacht, was es braucht, um hier zu gewinnen. Aber am Ende jubelt doch der Gegner, weil wir nicht fähig sind, zu treffen.»

Wie das mit dem Toreschiessen gehen würde, zeigte ausgerechnet ein ehemaliger Spieler des FC Luzern. Pajtim Kasami liess mit einem Trick à la Zidane Gegenspieler Christian Schneuwly und Simon Grether alt aussehen. Mit seinem schwächeren rechten Fuss (sofern man von schwächer reden kann) schlenzte er den Ball wunderschön über David Zibung hinweg ins Tor – unhaltbar. «Ein Sonntagsschuss», meinte Luzerns Marvin Schulz. «Eines meiner schönsten Tore», fand der Schütze selber. Die Einzelaktion ebnete Sion den Weg zum Sieg.

Luzerns Verteidiger Christian Schwegler gegen den Walliser Bruno Morgado. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Die Rauchschwaden steigen von der Zuschauertribüne über das Stade de Tourbillon in Sion. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Shkelqim Demhasaj im Spiel gegen den FC Sion. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Pascal Schürpf kämpft gegen Sions Mittelfeldspieler Christian Zock. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Simon Grether und Christian Schwegler gegen Adryan (Mitte). (Martin Meienberger/freshfocus)
Pascal Schürpf im Spiel gegen den FC Sion. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Der Luzerner Christian Schneuwly gegen Xavier Kouassi vom FC Sion. (Martin Meienberger/freshfocus)
Die Zuschauer im Stade de Tourbillon in Sion. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Der Luzerner Verteidiger Silvan Sidler spielt einen Kopfball. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Der Luzerner Ruben Vargas (rechts) gegen den Walliser Jan Bamert. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
10 Bilder

FC Luzern verliert gegen Sion mit 0:2

Während nach der Partie Kasami ­lachend durch die Katakomben des Tourbillon marschierte und seinen Gesprächspartnern erzählte, dass er Zibung seinen Treffer angekündet habe, liessen die Luzerner ihre Köpfe hängen. Erneut konnten sie sich nur wenig vorwerfen. Wieder hatten sie einen guten Auftritt gezeigt. Wieder ist das Resultat aber enttäuschend. In der Vorwoche beim 1:1 gegen Basel verlor man in der Nachspielzeit unglücklich zwei Punkte, diesmal gibt es nicht mal einen Zähler für den FC Luzern. «Wir hätten Chancen für mindestens drei Tore gehabt», fand Trainer René Weiler. «Es ist eine Partie, die wir nie verlieren dürften. Sion gewinnt schon sehr glücklich.» Selbst Sions prominenter Trainer, Murat Yakin, fand: «Ich weiss selber nicht, wie wir diesen Match gewonnen haben.»

Erste Niederlage nach vier Auswärtssiegen in Serie

Luzern beendet mit der Niederlage im Wallis seine positive Auswärtsserie fürs Erste. Inklusive dem Cupspiel in Chiasso (Challenge League) hatten die Luzerner die letzten vier Partien auf fremdem Terrain allesamt für sich entschieden. Insgesamt steigt zwar die Leistungskurve des FCL, in den Resultaten zählt sich das aber nicht aus. «Im Moment läuft es in vielen Situationen gegen uns», meinte David Zibung. «Es passt zu unserer ­Situation, dass der Freistoss von Schürpf an die Latte knallt und Kasami mit seinem rechten Fuss ein solches Traumtor erzielt. Wenn wir das Spiel analysieren, werden wir sehen, dass wir vieles richtig gemacht haben. Darauf können wir aufbauen. Aber im Moment überwiegt der Frust darüber, dass wir uns auf die dreistündige Carfahrt ohne Punkte begeben müssen.»

Und so rückt der FCL in der Tabelle nach hinten, steht nur noch an siebter Stelle, die Abstiegsplätze kommen ­näher. Am nächsten Wochenende trifft Luzern im Duell auswärts gegen GC erneut auf einen direkten Konkurrenten.

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