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FCL schreibt erneut Gewinn dank Transfers

Mitten in den Unruhen um den Verwaltungsrat präsentiert der FC Luzern für das Geschäftsjahr 2018/19 einen Gewinn von 234 000 Franken.
Daniel Wyrsch
Aussenangreifer Ruben Vargas ist im Sommer 2019 vom FC Luzern zum FC Augsburg in die Bundesliga transferiert worden. (Bild: Boris Bürgisser, Luzerner Zeitung, 10. April 2019)

Aussenangreifer Ruben Vargas ist im Sommer 2019 vom FC Luzern zum FC Augsburg in die Bundesliga transferiert worden. (Bild: Boris Bürgisser, Luzerner Zeitung, 10. April 2019)

Richard Furrer, der Finanzchef bei der FC Luzern Gruppe, hat am Donnerstagabend an der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2018/19 einen Gewinn von 234 000 Franken präsentiert. Bereits im Vorjahr war die Rechnung positiv, die Gruppe erwirtschaftete einen Gewinn von 143 000 Franken.

Wie Furrer ausführte, «ist das operative Ergebnis von 1 075 800 Franken besonders erfreulich». Diese entscheidende Kennzahl zeigt das Betriebsergebnis ohne Verzerrungen durch Steuern, Zinsen und Abschreibungen.

Vargas bringt Hauptanteil der Transfereinnahmen

Richard Furrer machte keinen Hehl daraus, dass das Geschäftsjahr für den FCL auch anders hätte herauskommen können. «Dass wir erneut einen Gewinn verbuchen konnten, verdanken wir insbesondere dem Transferüberschuss.» 19 Prozent des Gesamtumsatzes machten Transfers aus. «Diese Einnahmequellen sind für uns von zentraler Bedeutung», stellte Furrer fest.

Ein Grossteil der Transfererträge von 4,589 Millionen Franken erzielte der FCL mit dem Verkauf des aus dem eigenen Nachwuchs stammenden Flügelspielers Ruben Vargas, 21, zum FC Augsburg. Gemäss unseren Recherchen hat der Bundesligist für ihn direkt 3Millionen Franken an Luzern überwiesen, 1Million zusätzlich wird Ende Saison fällig, wenn Vargas weiterhin so viel Spielzeit bekommt wie bisher.

FCL-Finanzchef Richard Furrer. (Bild: PD)

FCL-Finanzchef Richard Furrer. (Bild: PD)

Weitere Transfereinnahmen machte der FCL dank den Verkäufen von Valeriane Gvilia (zu Legia Warschau), Olivier Custodio und Francisco Rodriguez (beide zu Lugano), Joao Oliveira (zu Lausanne) sowie Cendrim Kameraj (via Juventus Turin zu Lugano). Für Nationalspieler Remo Freuler und Trainer Gerardo Seoane kassierte Luzern Erfolgsprämien von Atalanta Bergamo (Qualifikation Champions League) und den Young Boys (Meistertitel und Qualifikation Champions League). Im Vorjahr ergaben sich Transfererträge in der Höhe von 4,014 MillionenFranken. Damals war Torhüter Jonas Omlin (zu Basel) der Haupttransfer.

In der aktuell präsentierten Rechnung sind von den Neuzugängen Blessing Eleke, Otar Kakabadse und Tsiy Ndenge (alle im August 2018 gekommen) aufgeführt. Für sie zahlte der FCL total 1,888 Millionen Franken Ablöse. Noch nicht aufgeführt sind Marius Müller, Francesco Margiotta, Ibrahima Ndiaye sowie Leihprofi Ryder Matos (alle nach dem 30. Juni 2019 transferiert). Die Transferausgaben für sie werden im Geschäftsbericht 2019/20 veröffentlicht.

Wegen der Volatilität des Fussballs ist nicht voraussehbar, ob der FCL auch im laufenden Geschäftsjahr wieder mit einem hohen Transferertrag rechnen kann. «Darum haben wir unter anderem unsere Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt. Dank einer neu integrierten Kosten- und Leistungsrechnung wissen wir heute bis ins kleinste Detail, welche Kosten und Umsätze jeder einzelne Geschäftsvorgang verursacht», erklärte Furrer.

Investitionen in Nachwuchs zahlen sich aus

Gemäss dem Finanzchef wurden die Transfereinnahmen clever reinvestiert: «Allein im vergangenen Jahr haben wir über 3,5 Millionen Franken in unseren Nachwuchs investiert. Die sportlichen Erfolge unserer Juniorenabteilung sprechen Bände.» So wurden Luzerns U15 und U16 je Schweizer Meister und Cupsieger. Die 18-jährigen Talente Darian Males, David Mistrafovic und Marco Burch sowie der 20-jährige Lorik Emini schafften den Sprung ins erweiterte Kader der Super-League-Mannschaft.

Die beiden im Frühjahr wegen starken Schneefalls kurzfristig abgesagten und verschobenen Heimspiele gegen Sion und YB kosteten den FCL total 141 000 Franken. Der erneute Zuschauerrückgang mit erstmaligen Besucherzahlen in der Swisspor-Arena unter dem 10000er-Schnitt pro Heimmatch bekommt der Verein zu spüren: 625000 Franken weniger Einnahmen als in der Vorsaison. Dagegen stieg der Personalaufwand für die Profimannschaft inklusive Trainer und Staff um 186000Franken auf 7,953 Millionen Franken.

Bemerkenswert sind folgende Zahlen der FC Luzern Gruppe: 165 Personen teilen sich 97 Vollzeitstellen.

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