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FCL schreibt schwarze Zahlen - hält
das Versprechen und wird transparent

Der grösste Fussballverein der Region öffnet sich: An der Generalversammlung der FC Luzern-Innerschweiz AG hat die FC Luzern Gruppe erstmals eine konsolidierte Rechnung mit ausführlichem Geschäftsbericht präsentiert.
Daniel Wyrsch
Der ganze FC Luzern hatte in der Rückrunde der Saison 2017/18 viel zu jubeln (von links): Ruben Vargas, Pascal Schuerpf, Valeriane Gvilia, Idriz Voca und Captain Claudio Lustenberger freuen sich über das Tor zum 1:0 gegen den FC Lugano. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 5. Mai 2018))

Der ganze FC Luzern hatte in der Rückrunde der Saison 2017/18 viel zu jubeln (von links): Ruben Vargas, Pascal Schuerpf, Valeriane Gvilia, Idriz Voca und Captain Claudio Lustenberger freuen sich über das Tor zum 1:0 gegen den FC Lugano. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 5. Mai 2018))

Der FCL löst das Versprechen ein, das Exponenten der Geschäftsleitung vor einem Jahr machten. «Mit dem transparenten Geschäftsbericht und der konsolidierten Erfolgsrechnung der gesamten FC Luzern Gruppe wirken wir gegen Spekulationen und Interpretationen», erklärt Finanzchef Richard Furrer. Er habe eine Riesenfreude über das in den letzten zweieinhalb Monaten mit der Geschäftsleitung und den Angestellten in intensiver Arbeit fertiggestellte Produkt.

Der Geschäftsbericht beinhaltet eine Fülle von interessanten Zahlen. Bekanntgegeben wird unter anderem, dass beim FCL in der Saison 2017/18 150 Mitarbeitende angestellt waren. Die stolze Anzahl von 90,8 Vollzeitstellen zeigen, dass der Innerschweizer Super-Ligist zu den KMU (kleine und mittlere Unternehmen) zählt. Die FC Luzern Gruppe macht einen jährlichen Umsatz von 25,2 Millionen Franken. Erstaunlich hoch sind zudem die Investitionen von 3,1 Millionen Franken pro Saison für den Nachwuchs. Vizepräsident Josef Bieri und Nachwuchschef Genesio Colatrella erklären in persönlichen Stellungnahmen im Bericht, wie wichtig die Arbeit mit den jungen Spielern ist.

Wohl der detaillierteste Geschäftsbericht überhaupt

Wie sich die Ausgaben und Einnahmen in den operativen Gruppengesellschaften (FC Luzern-Innerschweiz AG, Swisspor-Arena Events AG, Luzern Stadion AG) sowie nahestehenden Organisationen (Stiftung Fussballakademie Zentralschweiz, Stiftung Pilatus Akademie, Stiftung Fussballsport Luzern) zusammensetzen, wird im Geschäftsbericht erklärt. Wahrscheinlich überhaupt noch nie in der 117-jährigen Clubhistorie, sicher aber noch nie seit dem Bestehen des inzwischen 7,5 Jahre alten Stadions und der FCL Holding hat es eine derart offene und detaillierte Art der Kommunikation für das interessierte Publikum gegeben. Insgesamt liegen 1500 Exemplare des Geschäftsberichts vor, zudem kann dieser in PDF-Form auf fcl.ch heruntergeladen werden.

Die aktuelle Geschäftsleitung des FC Luzern (von links): Kommunikationschef Markus Krienbühl, Stadionmanager Daniel Böbner, VR-Präsident und Interims-CEO Philipp Studhalter, Sportchef Remo Meyer und Finanzchef Richard Furrer. (Bild: Martin Meienberger | meienberger-photo (Luzern, November 2018))

Die aktuelle Geschäftsleitung des FC Luzern (von links): Kommunikationschef Markus Krienbühl, Stadionmanager Daniel Böbner, VR-Präsident und Interims-CEO Philipp Studhalter, Sportchef Remo Meyer und Finanzchef Richard Furrer. (Bild: Martin Meienberger | meienberger-photo (Luzern, November 2018))

FCL-Verwaltungsratspräsident Philipp Studhalter weiss um die Wichtigkeit des Vorgehens: «Wir müssten die Zahlen nicht offenlegen, aber wir haben uns bewusst zu diesem Schritt entschieden. Denn wir wissen: Transparenz schafft Vertrauen.» Vertrauen sei die wichtigste Voraussetzung, um gemeinsam mit den Mitarbeitern und Partnern Ziele zu erreichen.

Endlich wieder mit einem Unternehmenserfolg

Erfreulich ist, dass die FC Luzern Gruppe 80 Prozent der Aufwände für den Sport verwendet. Positiv fällt das Resultat der konsolidierten Erfolgsrechnung für die Saison 2017/18 aus: Der selber erarbeitete Unternehmenserfolg beträgt 142 776 Franken. Nachdem der FCL in der Vorsaison wie in vier Vorjahren ein Minus von über 2 Millionen Franken gemacht hatte. Heuer müssen die Geldgeber kein Defizit übernehmen. Zum Gewinn führten TV-Entschädigungen, die für den FCL wegen des neuen Rechtevertrags der Liga um 1,2 Millionen Franken höher waren als bisher, 500 000 Franken Gewinn durch die Stadionvermietung an den FC Lugano in der Europa League sowie ein stolzer Transferertrag von knapp über 4 Millionen Franken.

Finanzchef Richard Furrer bleibt allerdings auf dem Boden der Realität. «Ich kann nicht voraussagen, wie unsere Erfolgsrechnung in einem Jahr aussieht. Das Fussballgeschäft ist und bleibt sehr volatil.»

Transferhoch dank dem Verkauf von Omlin an Basel

In der Saison 2017/18 hat der FCL einen erstaunlich hohen Transfererlös von über 4 Millionen Franken erwirtschaftet. Zu diesem Luzerner Topergebnis führten vor allem die Verkäufe von Torhüter Jonas Omlin (zu Basel) und Trainer Gerardo Seoane (zu YB). Klar ist nun, Luzern bekam für Omlin deutlich mehr Geld als vorerst angenommen; über 2 Millionen Franken.
Eine Ablöse gab es für Markus Neumayr (zu Kasimpasa Istanbul), Ausbildungsentschädigungen für Cendrim Kameraj (zu Juventus Turin) und Nicolas Haas (zu Atalanta) sowie Spielpartizipationen für den Nationalspieler Remo Freuler (Atalanta). (dw)

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