FCL-Show gab’s schon mal am 23. Dezember - Fringer wurde am Tag vor «Heiligabend» 2014 präsentiert

Obwohl Guillermo Abascal gute Karten zu haben scheint, bleibt die neuste Trainerwahl des FC Luzern ein Dreikampf.

Daniel Wyrsch
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Der damalige FCL-Sportchef Rolf Fringer (links) im Gespräch vor der Swisspor-Arena.

Der damalige FCL-Sportchef Rolf Fringer (links) im Gespräch vor der Swisspor-Arena.

Nadia Schärli (Luzern, 16.Juni 2015)

Wenn es nach den Journalisten gehen würde, die das ganze Jahr über den FC Luzern berichten, dann wäre heute Montag ein idealer Tag zur Präsentation des neuen Coaches. Der 23. Dezember ist der letzte Tag vor «Heiligabend».

Spiele und Termine finden im Fussball zwar schon fast tagtäglich statt, aber ein Trainer oder Sportchef wurde in Luzern erst einmal am Vortag des weihnachtlichen Festes vorgestellt. Das war am 23. Dezember 2014. Der frühere Luzerner Spieler und Trainer Rolf Fringer wurde als Nachfolger des wenige Wochen zuvor entlassenen Sportchefs Alex Frei präsentiert.

Präsident Stäger schüttelte sein Haupt abschätzend

Die mediale Show bleibt den genauen Beobachtern in Erinnerung, weil der damalige Präsident Ruedi Stäger abwertend mit dem Kopf schüttelte, als Fringer den Medienleuten seine Teamphilosophie gegen den Abstieg näherbrachte. 36 Partien mit einer Ausbeute von 60 Punkten (1,66 pro Match) später plus im Besitz des Tickets für den Cup-Halbfinal musste Fringer trotz der Ergebnisse gehen. Er hätte per Ende Saison Trainer Markus Babbel ersetzen wollen.

Für Meyer gelten andere Kriterien

Fünf Jahre später hat der heutige Sportchef Remo Meyer mit Thomas Häberli und René Weiler schon zwei seiner von ihm selbst geholten Trainer entlassen, kann trotzdem einen dritten neuen Coach verpflichten.

Bis spätestens am 3. Januar muss Meyer Häberlis Nachfolger bereit vor Ort haben. Denn dann kehren Spieler und Betreuer zurück und beginnt beim Tabellenachten die Vorbereitung auf die Rückrunde. Gemäss Informationen, die unserer Zeitung und dem italienischen TV-Sender RAI vorliegen, steht Ex-Lugano-­Coach Guillermo Abascal vor der Verpflichtung. René van Eck und Bruno Berner sind aber auch noch nicht aus dem Rennen.