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FCL siegt gegen Chiasso - Zibung steht im Tor

Das letzte Testspiel vor dem Rückrundenstart gewinnt der FC Luzern gegen Chiasso mit 3:1. Für zwei Tore verantwortlich ist Tomi Juric. Eine kuriose Situation gibt es dafür rund um Ruben Vargas. Routinier David Zibung steht 90 Minuten im Goal.
Raphael Gutzwiller
Hat beste Karten in der Rückrunde Stammgoalie zu sein: David Zibung. (Archivbild: Martin Meienberger/Freshfocus (Kriens, 4. Januar 2019))

Hat beste Karten in der Rückrunde Stammgoalie zu sein: David Zibung. (Archivbild: Martin Meienberger/Freshfocus (Kriens, 4. Januar 2019))

Der FCL gewinnt das letzte Testspiel vor dem Rückrundenstart mit 3:1 gegen Chiasso. Der Tabellenletzte der Challenge League zeigte sich in diesem Duell auf dem FCL-Trainingsplatz auf der Allmend als wenig gefährlich. Insbesondere in der ersten Halbzeit dominierte der FCL klar.

Kaum hatte das Spiel begonnen, gab es bereits einen Penaltypfiff für die Hausherren. Schiedsrichter Lukas Fähndrich sah offenbar ein Handspiel eines Tessiner, wodurch der FCL einen Elfmeter erhielt. Tomi Juric, der Australier, der überraschend in dieser A-Elf gestanden hatte, verwertete den Penalty souverän.

Weniger souverän zeigte sich dafür zehn Minuten später Blessing Eleke. Sein Foulpenalty sah er von Lugano-Goalie Ngawi Anthony Mossi abgewehrt. Dafür kam Juric immer besser in Fahrt: Nach einer halben Stunde Spielzeit zirkelte er einen Freistoss perfekt über die Mauer ins Lattenkreuz. Und nur gerade zwei Minuten später war es Ruben Vargas, der nach einem tollen Zuspiel von Marvin Schulz den Ball zum 3:0 in die Maschen schob.

Sieben Wechsel in der Pause

Das war aus Luzerner Sicht das letzte Highlight des Testkicks auf dem Naturrasen im Allmend. Grund zur Freude gab es für die rund 300 Zuschauer in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Dies, nachdem FCL-Trainer René Weiler zur Pause nicht weniger als sieben Wechsel tätigte und sich einer der Eingewechselten, Francisco Rodriguez, nur wenig später wieder verletzte. Offenbar handelt sich beim ehemaligen Wolfsburg-Spieler um eine Wadenverletzung. Frustriert verliess Rodriguez den Platz.

Damit kam es zu einer absurden Situation: Eigentlich wollte FCL-Trainer René Weiler Flügelspieler Ruben Vargas erneut einwechseln. Dies verwehrte Schiedsrichter Lukas Fähndrich jedoch. Und zwar obwohl selbst Andrea Manzo, der Trainer des FC Chiasso, den Schiedsrichter überstimmen wollte. Fähndrich wiederum berief sich offenbar auf eine Regel, die besagt, dass selbst in Testspielen ausgewechselte Spieler nicht wieder eingewechselt werden dürfen.

Diese kuriose Aktion hatte zur Folge, dass der FCL fast die gesamte zweite Halbzeit mit einem Mann weniger spielen musste. Dementsprechend hatten die Innerschweizer in der zweiten Hälfte weniger Spielanteile als noch zuvor. Jedoch kamen die Tessiner ihrerseits ebenfalls nicht zu vielen Möglichkeiten. Zu einem Ehrentor reichte es Chiasso dennoch: Marvin Schulz riss seinen Gegenspieler kurz vor Schluss im eigenen Strafraum um, worauf der Schiedsrichter Fähndrich zum dritten Mal auf Penalty entschied. Der eingewechselte Pollero Rodrigo nutzte die Chance. Und weil Fähndrich nach einem Foul an Olivier Custiodio nicht noch einen vierten Penalty pfiff, siegte der FCL am Ende mit 3:1.

Ist Zibung nun auch die Nummer 1?

Fast mehr zu reden als das Spiel selber, gab auf der Allmend die Nomination des Torhüters für die Partie. Im Tor stand über die gesamten 90 Minuten Routinier David Zibung, in der zweiten Hälfte gar als Captain. Der Hergiswiler, der am Vortag seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hatte, hat somit beste Karten auch in einer Woche beim Saisonstart gegen den FC Sion spielen zu dürfen. Seine Konkurrenten Loïc Jacot und Mirko Salvi sassen beide auf der Bank.

Davon scheint er selber noch nicht ganz überzeugt zu sein. Nach der Partie meint er: «Klar würde ich gerne spielen. Aber bis in einer Woche kann noch viel passieren. Trainer René Weiler wird seinen Entscheid anhand der Trainingsleistungen in der nächsten Woche fällen.»

Dafür freut sich Zibung über die erfolgreiche Vertragsverlängerung: «Trainieren macht mir immer noch grossen Spass, die Spiele selber sowieso. Darum ist es toll ein weiteres Jahr beim FCL Goalie bleiben zu dürfen, egal in welcher Rolle.» Es gilt wahrscheinlich, dass Zibung spätestens im Sommer nicht mehr die Nummer 1 sein soll. Doch derzeit hat er beste Karten in der Rückrunde erneut der FCL-Stammgoalie zu sein. Für Zibung wäre es gegen Sion bereits der 500. Ernstkampf als Goalie des FC Luzern.

Telegramm

FC Luzern - FC Chiasso 3:1 (3:0)
Allmend, Trainingsplatz 6. – 300 Zuschauer. – SR Fähndrich. –Tore: 6. Juric (Handspenalty) 1:0. 30. Juric 2:0. 32. Vargas (Schulz) 3:0. 86. Rodrigo (Foulpenalty).
FC Luzern. 1. Halbzeit: Zibung; Schwegler, Lucas Alves, Cirkovic, Sidler; Schulz, Grether; Vargas, Schneuwly, Eleke; Juric.
FC Luzern. 2. Halbzeit: Zibung; Sidler, Schmid, Schulz, Wolf; Voca, Ndenge; Grether, Custodio, Rodriguez; Demhasaj.
Bemerkungen: 21. Chiasso-Goalie Moss hält Foulpenalty von Eleke. 55. Rodriguez verlässt den Platz verletzt, der FCL muss danach in Unterzahl spielen, weil er nicht mehr wechseln darf.

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