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Christian Schwegler hat noch nicht genug: Lotst er nun seinen Bruder Pirmin zum FCL?

Christian Schwegler bleibt ein weiteres Jahr beim FC Luzern. Auch deshalb träumen in Luzern viele wieder von der Verpflichtung von Schweglers Bruder Pirmin. Zunächst kommt es für den FCL aber zum Duell gegen YB, dem Ex-Klub der Schwegler-Brüder.
Raphael Gutzwiller
Stets mit vollem Einsatz: Christian Schwegler (rechts) gegen Nicolas Ngamaleu von den Young Boys. (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus (Luzern, 6. März 2019))

Stets mit vollem Einsatz: Christian Schwegler (rechts) gegen Nicolas Ngamaleu von den Young Boys. (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus (Luzern, 6. März 2019))

In Sachen Ehrgeiz kann man ihm garantiert nie einen Vorwurf machen: Christian Schwegler. Der gebürtige Ettiswiler ist stets der Verbissenste, der Aggressivste in der Luzerner Defensive, oft ist er an der Grenze zur gelb-roten Karte – die er jeweils nicht erhält, weil er auch clever agiert. Und genau deshalb hat der Routinier im jungen Team des FCL einen wichtigen Stellenwert. Dies zeigte sich, als der FCL in der Vorwoche beim 0:1 gegen Basel die nötige Aggressivität vermissen liess, Schwegler fehlte gesperrt.

Schweglers Aggressivität bleibt Luzern mindestens ein weiteres Jahr erhalten. Obwohl Christian Schwegler am 6. Juni bereits 35 wird und damit das übliche Pensionärsalter des Fussballprofis längst überschritten hat, spielt er weiter. Schweglers Kontrakt läuft nun bis im Sommer 2020.

«Viel hat dafür gesprochen, weiterzumachen», begründet Schwegler den Entscheid. Noch immer sei er überzeugt davon, dem Team helfen zu können, und körperlich habe er sowieso keinerlei Probleme. Das Wichtigste aber:

«Der Fussball macht mir immer noch grosse Freude.»

Das ist schon eine Weile her: Christian Schwegler im Duell mit dem damaligen Basler Hervé Tum. (Bild: Peter Appius (Luzern, 17. November 2002))

Das ist schon eine Weile her: Christian Schwegler im Duell mit dem damaligen Basler Hervé Tum. (Bild: Peter Appius (Luzern, 17. November 2002))

Dabei hat Christian Schwegler in seiner Karriere schon einiges erlebt. Vor einer gefühlten Ewigkeit, am 17. November 2001, debütierte er als 17-Jähriger für den FC Luzern. Damals gab es auswärts beim haushohen Favoriten FC St. Gallen ein 1:1-Unentschieden, Schwegler holte dabei eine gelbe Karte. Später machte er als Aussenverteidiger eine gute Karriere, spielte bei Arminia Bielefeld, BSC Young Boys und acht Jahre lang bei RB Salzburg. Als er im Sommer 2017 von Österreich zum FCL zurückkehrte, erhoffte man sich zum einen, dass er mit seiner Erfahrung und sportlichen Leistungen dem FCL helfen kann. Ein Ziel, das er insbesondere in der jetzigen Rückrunde erreichen konnte.

Der gewünschte Nebeneffekt wurde aber bis heute nicht Tatsache. Denn neben Christian Schwegler sollte auch dessen Bruder Pirmin (32) zu Luzern zurückkehren. Doch dieser unterschrieb 2017 bei Hannover in der Bundesliga. Zwei Jahre später steht er dort vor dem Abstieg – und dem Abschied. «Es ist eine schwierige Zeit in Hannover. Es wird im Sommer wohl eine neue Lösung für Pirmin geben», sagt Christian Schwegler. Der Vertrag des Mittelfeldspielers würde in Hannover noch ein Jahr laufen – allerdings nur in der 1. Bundesliga. Nach dem wahrscheinlichen Abstieg wäre Pirmin Schwegler ablösefrei zu haben. Somit ist eine FCL-Rückkehr wieder möglich.

Sieht man Pirmin Schwegler bald wieder im FCL-Dress? (Bild: Beat Blättler (Luzern, 13. März 2005))

Sieht man Pirmin Schwegler bald wieder im FCL-Dress? (Bild: Beat Blättler (Luzern, 13. März 2005))

Wünscht sich Christian Schwegler, wieder gemeinsam mit seinem Bruder Pirmin zu spielen? «Ich wünsche ihm vor allem Gesundheit», sagt Christian Schwegler lachend. Natürlich würden er und sein Bruder über solche Themen diskutieren, doch:

«Ich bin Spieler und nicht Sportchef. Ich möchte Pirmin nicht überreden. Er hat zu seiner Zukunft eigene Ideen. Entweder erlebt er nochmals ein Abenteuer, oder dann wird vielleicht eine Rückkehr in die Schweiz zum Thema. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wo das hinführt.»

Zunächst bereitet sich Christian Schwegler mit dem FCL auf das Spiel am Mittwoch (18.45) gegen YB vor. Einst spielte Schwegler mit seinem Bruder Pirmin sowie FCL-Trainer Thomas Häberli zusammen bei den Young Boys. «Natürlich habe ich eine Beziehung zu den Bernern», sagt Schwegler. «Aber deshalb ist das Spiel gegen YB für mich nicht besonders speziell.» Viel wichtiger sei es, dass der FCL nach drei Spielen ohne Sieg wieder zum Siegen zurückkehrt. An eifrigem Schwegler-Einsatz wird es nicht fehlen.

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