Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Interview

FCL-Sportchef Remo Meyer: «Kritik ist zum aktuellen Zeitpunkt schlicht nicht fair»

Der FC Luzern hat drei Ernstkämpfe hinter sich. Neuzugang Francesco Margiotta konnte noch nicht überzeugen. Kritik am Italiener sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht professionell, sagt Remo Meyer.
Turi Bucher
Muss sich noch steigern: Der Italiener Francesco Margiotta (am Ball). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (St. Gallen, 20. Juli 2019))

Muss sich noch steigern: Der Italiener Francesco Margiotta (am Ball). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (St. Gallen, 20. Juli 2019))

Remo Meyer (38), Sportchef des FC Luzern, hat am Montagvormittag auf der Allmend soeben eine Sitzung hinter sich gebracht und sagt, grundsätzlich finde er die Saison noch viel zu jung für Analysen und Fazite. Schliesslich erklärt er sich – am Telefon vor der Swisspor-Arena herumspazierend – bereit, die aktuell wichtigsten Fragen zum FCL zu beantworten.

Wie ordnen Sie den Start des FC Luzern in das neue Fussballjahr ein?

Remo Meyer: Nach einer harten Vorbereitungsphase ist es immer schwierig zu wissen: Wo steht man genau? Alle Clubs sind eng beieinander. In St. Gallen haben wir nicht gut gespielt, wir hatten Mühe dort oben. Aber wir haben drei Punkte mit­genommen, drei Punkte für das Selbstvertrauen. Gegen Klaksvik in der Europa-League-­Qualifikation hätten wir uns ein deutlicheres Resultat gewünscht.

Und das zweite Meisterschaftsspiel vom Sonntag gegen den FC Zürich?

Das war eine intensive Partie, die insbesondere in der zweiten Halbzeit hin und her wogte. Mit der einen oder anderen Halbchance mehr für den FCL. Klar, spielerisch ist noch mehr Potenzial vorhanden.

Was sagen Sie zu den beiden neuen Spielern beim FCL? Zu Torhüter Marius Müller muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren, kann man ja jetzt schon sagen, dass der FCL einen klugen Transfer getätigt hat.

Marius Müller ist gut «reingekommen» bei uns. Mit seiner Ausstrahlung bringt er Ruhe, Sicherheit und Stabilität in die Mannschaft.

FCL-Sportchef Remo Meyer. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

FCL-Sportchef Remo Meyer. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Beim italienischen Offensivspieler Francesco Margiotta sind schon eher Zweifel angebracht, oder?

Das ist schlicht nicht fair, jetzt schon an ihm zu zweifeln. Margiotta nach zwei Meisterschaftsspielen zu kritisieren, finde ich nicht professionell. Das gilt grundsätzlich für jeden Spieler. Eine Beurteilung ist vielleicht angebracht, wenn dann ein Viertel der Saison gespielt ist. Auch das gilt generell für jeden Kaderspieler.

Am Donnerstag findet das Europa-League-Rückspiel gegen Klaksvik statt. Viele Innerschweizer werden das Spiel live am TV mitverfolgen. Nach dem dünnen 1:0-Hinspielsieg gibt es nichts anderes als: Ausscheiden auf den Färöer-Inseln verboten!

Ja, ganz klar. Wir wollen diese Runde überstehen. Das ist Pflicht.

In der nächsten Qualifikationsrunde der Europa League dürfte der Gegner Espanyol Barcelona heissen. Winkt da schon ein kleiner Geldsegen?

Das ist kein grosses Geschäft. Den Prämien, welche der Europäische Fussballverband ausschüttet, stehen die Reisekosten gegenüber. Ein Minusgeschäft wird es für den FCL aber nicht. Aber zuerst wollen wir unsere Hausaufgaben auf den Färöer-­Inseln erledigen.

Das sogenannte Transferfenster ist weiterhin offen. Wird der FC Luzern noch einen neuen Spieler verpflichten?

Der FCL wird noch einen Flügelspieler holen, das kann ich so bestätigen. Er soll das Speed-­Element in den Offensivbereich bringen.

Links? Rechts?

Von einem modernen Offensivspieler erwarte ich, dass er auf beiden Seiten spielen kann.

Ist es ein Europäer, ein ­Afrikaner?

Wir verfolgen ein konkretes Dossier sehr intensiv. Aber solange die Unterschrift noch nicht getätigt ist, bitte ich um Verständnis, wenn ich mich dazu nicht konkreter äussere.

Wann kommt der schnelle Flügel also?

Ich hoffe, dass wir den Transfer bis zum Wochenende über die Bühne bringen können.

Noch ein kleiner Ausblick über die Färöer-Inseln hinaus. Am Sonntag wartet dann das schwierige Spiel in Genf gegen Servette ...

... ein schwieriger Gegner, das ist korrekt. Servette hat die Aufstiegseuphorie mitgenommen, aber Servette ist darüber hinaus kein gewöhnlicher Aufsteiger und spielerisch sehr stark. Wir werden versuchen, diese Euphorie in Genf zu stoppen. Diese Begegnung wird eine richtige Challenge für uns.

Bitte beenden Sie noch folgende Sätze: Der FCL wird diese Saison ...

... immer hungrig sein.

Trainer Thomas Häberli ist ...

... ein Coach, der ideal zum FCL passt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.