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FCL-Stürmer Eleke zeigt sich solidarisch: «Dem Team zu helfen, ist mir sehr wichtig»

Blessing Eleke hat den FCL zum 1:0-Sieg im Cup gegen GC geschossen. Seine Form stimmt fürs Heimspiel morgen Sonntag (16.00) gegen Lugano.
Daniel Wyrsch
Blessing Eleke grüsst die FCL-Fans nach dem 1:0-Sieg bei GC mit der Hand auf dem Herz. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Zürich, 30. Oktober 2019)

Blessing Eleke grüsst die FCL-Fans nach dem 1:0-Sieg bei GC mit der Hand auf dem Herz. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Zürich, 30. Oktober 2019)

FCL-Trainer Thomas Häberli glaubt nach wie vor daran, dass sich sein Stürmer Blessing Eleke im Torschützenklassement der Super League bis zur Winterpause weit nach vorne schiessen könnte. «In der Vorrunde sind noch sechs Spiele zu absolvieren. Hängt es einmal an, trifft Blessing in einem Match doppelt und in den nächsten Partien je einmal, dann könnte er schnell auf Platz 2 hinter Jean-Pierre Nsame von YB, der 11 Treffer hat, springen», sagt Häberli.

Dabei hat Eleke in der Meisterschaft in 12 Partien erst 2 Tore markiert, selbst die beiden Mitspieler Francesco Margiotta und Ibrahima Ndiaye sind mit je 3 Treffern erfolgreicher. Allerdings fehlen Eleke bis zu den zweitplatzierten Kemal Ademi vom FC Basel und Gaëtan Karlen von Xamax mit je 6 Toren auch nicht allzu viele Goals.

Einem Befreiungsschlag gleich kommt für Blessing Eleke der 1:0-Siegtreffer am Mittwoch im Cup-Achtelfinal gegen die Grasshoppers. Den entscheidenden Kopfball ins Tor von Ex-FCL-Goalie Mirko Salvi feierte der 23-jährige Nigerianer mit einem ausgelassenen Jubel im Regen von Zürich. In den Katakomben des Letzigrunds sagte Eleke über die Bedeutung dieses lange ersehnten Erfolgserlebnisses: «Für mich ist sehr wichtig, wenn ich meinem Team mit Toren zum Sieg verhelfen kann.»

Erst drei Treffer, doch alle waren die 1:0-Führung

Obwohl der Afrikaner in dieser Saison in 18 Pflichtpartien nur dreimal getroffen hat, waren seine Tore entscheidend: Neben GC im Cup besiegte der FCL zu Hause Neuchâtel Xamax ebenfalls 1:0 dank des Schützen Eleke, beim 2:0-Startsieg in St. Gallen traf er mittels Elfmeter ebenso zum 1:0. Klar sagt Häberli über den Stürmer mit den blond gefärbten Haaren: «Blessing ist wichtig für die Mannschaft.»

Der einstige YB-Goalgetter Häberli zeigt Empathie für seinen besten Torschützen der Vorsaison (13 Ligatore): «Eleke ist keine Maschine, sondern ein Mensch. Er kann Tore nicht auf Knopfdruck erzielen. Es hilft ihm sicher, dass wir offensiv variabler geworden sind.» Anfang Saison habe Eleke die Schnelligkeit des zu Augsburg gezogenen Ruben Vargas vermisst.

Gegen GC spielte Blessing Eleke als Linksaussen, wie er das beispielsweise auch in der zweiten Halbzeit beim 3:1-Heimsieg über Sion getan hatte. Nun stellt sich für Coach Häberli die Frage, ob Captain Pascal Schürpf für den morgigen Match zu Hause gegen Lugano fit ist. In Zürich musste der linke Flügel Forfait geben, weil ihn mehrere Schläge aus dem Spiel bei Xamax (0:2) ausser Gefecht gesetzt hatten.

Für Blessing Eleke ist es weniger bedeutend, wo er eingesetzt wird. «Hauptsache, ich kann spielen und Tore schiessen.» Nebst dem, dass er der Mannschaft helfen kann, gefällt ihm, «die Fans zu erfreuen. Das ist mir ebenfalls wichtig.» In Zürich genoss «Bless» nach Spielende die Dankesgesänge der 400 bis 500 mitgereisten Anhänger.

Fokussiert arbeiten, damit ihn der Trainer spielen lässt

Auf seinen schwierigen Saisonverlauf angesprochen, antwortete Eleke in bekannter Manier: «Im Leben ist nicht alles einfach. Wir müssen hart arbeiten, um weiterzukommen.» Zudem gab er zu, dass in diesem Jahr einige Dinge passiert seien. Was er damit meinte, wollte er nicht sagen. Ob er mit diesen Worten darauf anspiele, dass er Luzern im Sommer nicht verlassen durfte, fragte ihn unsere Zeitung. «Nein», antwortete Eleke, «das war kein Problem. Die Zeit war nicht reif dazu, Gott wollte es nicht.»

Obwohl er zuweilen bei seinen Einzelaktionen mit der Brechstange wie ein Fremdkörper im Luzerner Spiel wirkt, meinte Eleke über sein Befinden im Kreis der Mannschaft: «Ich fühle mich gut, bin glücklich.»

Ein Wechsel in der Winterpause? «Alles ist in Gottes Hand»

Auch das Verhältnis zum Coach sei in Ordnung. Eleke sagt: «Für mich ist alles okay. Ich fokussiere mich auf meine Arbeit, damit ich spiele.» Häberli sagt, Eleke bemühe sich, er gebe Gas.

Ist ein Weggang in der Winterpause möglich? Eleke: «Alles ist in Gottes Hand. Das ist ein Prozess, ich weiss nicht, was morgen passiert.» Klar ist: Morgen Sonntag ist Heimspiel gegen Lugano. Blessing will dem Team helfen.

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