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FCL-Stürmer Tomi Juric: «Die Zeit ist reif, meine Qualität zu zeigen»

Der FC Luzern kann am Sonntag (16 Uhr) zum Rückrundenstart gegen Sion endlich auf einen vorbereiteten Tomi Juric zählen. Für den 27-jährigen Stürmer wird es voraussichtlich die letzte Halbsaison bei den Luzernern.
Daniel Wyrsch
Luzern-Stürmer Tomi Juric schoss im letzten Testspiel gegen Chiasso zwei Tore zum 3:1-Sieg. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Luzern, 26. Januar 2019))

Luzern-Stürmer Tomi Juric schoss im letzten Testspiel gegen Chiasso zwei Tore zum 3:1-Sieg. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Luzern, 26. Januar 2019))

Das Verhältnis zwischen Luzern-Trainer René Weiler (45) und dem australisch-kroatischen Stürmer Tomi Juric (27) ist noch nie harmonisch gewesen. Auch nach den vier Vorbereitungswochen klingt Juric alles andere als begeistert, wenn man ihn auf die intensiven Trainings unter Weiler anspricht: «Wir sind oft gerannt bei den Übungen. Er zeigte uns viele Dinge, die er von den Stürmern sehen will.» Offensichtlich brachte Weiler die Profis ans Limit: «Es ist nicht ganz einfach, so zu spielen, wie er das haben möchte.» Juric stellt aber klar: «Wir versuchen, die Vorgaben des Trainers umzusetzen.»

Der australische Nationalspieler, der im Januar mangels Spielpraxis nicht für den Asien-Cup aufgeboten wurde, hat im letzten FCL-Testmatch gegen Chiasso (3:1) doppelt getroffen. Die Form stimmt. Juric will je ein Penalty- und Freistosstor gegen den Challenge-League-Verein nicht allzu hoch werten. Die beiden Standards seien in Ordnung gewesen, «doch möchte ich lieber aus dem Spiel heraus treffen». Das sei einzig Ruben Vargas mit einem schönen Tor nach ­guter Angriffsaktion gelungen.

Weiler verzeiht Juric und Eleke verspätete Rückkehr

Als Juric am 2. Januar beim Trainingsauftakt nach den Festtagsferien krank gefehlt hatte, kamen Gerüchte auf, dass er bald zum heutigen Gegner Sion wechseln könnte. Schliesslich war nichts daran. Er befand sich in Kroatien, der Heimat der Eltern. «Ich hatte einen Virus, fühlte mich nicht gut, konnte erst ein paar Tage später nach Luzern reisen.»

Weiler blieb ruhig, machte kein Drama daraus, dass der in der Vorrunde meist verletzte Angreifer (total nur 294 Pflichtspielminuten mit 1 Tor und 1 Assist) erneut nicht zur Verfügung stand. «Was würde es bringen, wenn ich mich deswegen ärgere?», fragte Weiler rhetorisch. Umso erstaunlicher war seine Gelassenheit, weil auch der zweite ausländische Stürmer, Blessing Eleke (22), erst mit fünftägiger Verspätung mit Juric ins Mannschaftstraining einstieg. Eleke begründete die Ferienverlängerung mit einer Hochzeitsfeier daheim in Nigeria. «Von den Nachzüglern erwarte ich umso mehr Engagement, wenn sie ­zurück sind», meinte Weiler. Im verbliebenen ganzen Monat bis zum Rückrundenauftakt gegen Sion wurden die Stürmer nicht geschont, wie Juric erwähnte.

Der Transfer zu Basel hätte FCL Ablöse gebracht

Er ist froh, kann er endlich wieder fit in eine Halbsaison steigen. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus, jetzt muss er sich anderen Klubs präsentieren. Juric: «Ich will nicht darüber nachdenken, sondern einfach Fussball spielen.» Juric erklärt, dass ihm der Spielrhythmus momentan noch etwas fehle. Priorität habe, möglichst oft im Einsatz zu stehen, «damit ich meine Qualität zeigen kann». Zu oft habe er in den vergangenen sechs Monaten gefehlt. Er betont: «Jetzt ist die Zeit reif, das zu ändern und auf einem guten Level zu spielen.»

Falls Juric (15 Tore, 11 Assists in 63 Ligaspielen) die Bilanz beim FCL verbessert, ist er im Sommer ein interessanter und ablöse­freier Profi. Ihm winkt ein attraktives Handgeld. Er rechtfertigt sich: «Letzten Sommer wollte ich zu Basel, alles war vorbereitet, ehe der Transfer am Ende doch platzte.» Luzern entging die Ablöse.

«Solides Team» für Platz in der ersten Tabellenhälfte

Für die Rückrunde ist Juric positiv gestimmt: «Wir haben ein solides Team, ich glaube, wir können die Saison in den Top 5 beenden, das muss unser Ziel sein.» Ein Sieg gegen Sion wäre ein Topstart, «der uns helfen würde».

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