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FC Luzern tappt in die Xamax-Falle

Fehlstart für den FC Luzern in die neue Saison: Die Innerschweizer unterliegen zu Hause Aufsteiger Neuchâtel Xamax mit 0:2 (0:1). Pech hat der FCL mit zwei Aluminiumtreffern.
Daniel Wyrsch
Neuenburgs Janick Kamber (in Gelb) bodigt Christian Schneuwly. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018))

Neuenburgs Janick Kamber (in Gelb) bodigt Christian Schneuwly. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018))

Xamax-Aussenangreifer Geoffrey Tréand lächelte schelmisch, als er mit seinen Mannschaftskollegen in Richtung Gästekabine ging. «Das war Effizienz pur», sagte er zufrieden. Der 32-jährige Westschweizer hatte in der 75. Minute das 2:0-Schlussresultat erzielt. Notabene mit der total dritten Torchance der Neuenburger. Dieser entscheidende zweite Treffer wurde ganz ähnlich wie der erste herausgespielt: Eine hohe Flanke in den Strafraum, ein zweiter Spieler verlängert mit dem Kopf und der dritte Spieler erzielt das Tor. In diesem Fall war es Tréand, der mittels einer scharfen Direktabnahme nach Kopfball von Charles André Doudin reüssierte.

Nicht besonders vorteilhaft sah der neue Luzerner Goalie Mirko Salvi bei diesem Gegentreffer aus. «Der Stürmer hat den Ball gut getroffen», sagte der 24-jährige Nachfolger des gleichaltrigen Jonas Omlin, der nun beim FC Basel das Tor hütet. «Der Ball war für mich schwierig zu halten», meinte Salvi.

Keine schlechte Leistung, aber insgesamt doch zu fehlerhaft

Die Gesamtleistung des FCL-Debütanten Salvi war ähnlich wie die der gesamten Mannschaft. Der Italo-Schweizer aus Yverdon-les-Bains machte keinen schlechten Job, aber einen Makel hatte er. War es beim neuen Schlussmann der zweite Gegentreffer, hatten dessen Vorderleute die Chancen der Neuenburger auf eine naive Art und Weise überhaupt zugelassen. «Die erfahrenen Xamaxiens warteten nur auf unsere Fehler, dann schnappten sie mit einer fast optimalen Chancenauswertung zu», analysierte Verteidiger Christian Schwegler.

Der neue Trainer Weiler spricht von einem Fehlstart mit Luzern

Xamax-Trainer Michel Decastel (62) war vor allem mit den drei gewonnenen Punkten im ersten Super-League-Spiel der Neuenburger seit sechseinhalb Jahren zufrieden. «Wir liessen zu viele Luzerner Chancen zu, glücklich bin ich jedoch mit dem Resultat», sagte der einstige Nationalspieler.
«Ich muss gerade das Umgekehrte sagen, mit dem Ergebnis können wir ganz und gar nicht zufrieden sein», meinte Luzerns neuer Trainer René Weiler (44). Das Debüt an der FCL-Seitenlinie ist mit der 0:2-Heimniederlage im ersten Saisonspiel natürlich nicht gelungen. «Das ist ein Fehlstart», stellte Weiler fest. Der Winterthurer wirkte allerdings sehr gefasst, es schien, als sei er auf ein solches Szenario vorbereitet gewesen. «Die Xamax-Routiniers haben unsere Fehler eiskalt ausgenützt.» Doch nicht nur in der Defensive hätten seine Spieler zu fehlerhaft gespielt, «auch vorne konnten wir mehrere gute Chancen nicht verwerten». Er analysierte, dass sein Team nach der Pause weniger Chancen herausspielte. Die Fehler müssten sie nun schnell abstellen, betonte er. (dw)

Wie erwähnt wurde die Luzerner Hintermannschaft schon beim 0:1 in der 14. Minute auf einfachste Weise düpiert. Janick Kamber flankte hoch in den Strafraum, wo Raphaël Nuzzolo fast von der Grundlinie unbedrängt vors Tor köpfeln konnte, wo Gaetan Karlen unbehelligt zur Führung einnickte. Der FCL tappte in die Fallen der erfahrenen Xamax-Angreifer. «Aus diesen Fehlern müssen wir so schnell als möglich lernen», sagte Christian Schneuwly.

Allerdings sündigte die Luzerner Mannschaft im ersten Saisonmatch nicht nur in der Abwehr. Auch im Angriff unterliefen ihr zu viele Fehler, indem hervorragende Abschlussmöglichkeiten fast schon fahrlässig ausgelassen wurden. Der erst 19-jährige Adligenswiler Ruben Vargas wurde zweimal optimal in den vollen Lauf angespielt. Doch in der 10. wie in der 41. Minute blieb er im direkten Duell mit dem in der ersten Halbzeit stark spielenden Neuenburger Torhüter Laurent Wal­thert hängen. Auch der mit zehn Treffern klar beste FCL-Torschütze der letzten Rückrunde, Pascal Schürpf, hatte gegen den cleveren Aufsteiger nicht mehr die gleiche Abschlussstärke wie im letzten Frühjahr. Noch in den ersten 45 Minuten kam er zu zwei sehr guten Kopfballgelegenheiten, doch beide vergab er relativ knapp.

Valeriane Gvilia (rechts) tröstet Filip Ugrinic. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Enttäuschung bei Luzerns Filip Ugrinic.
Gaetan Karlen von Neuchâtel Xamax (links) erzielt das 1:0. Yannick Schmid (Mitte) und Mirko Salvi bleibt das Nachsehen. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns-Trainer René Weiler beim ersten Auftritt in der Arena. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Christian Schneuwly stolpert. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Laufduell zwischen Luzerns Pascal Schürpf (links) und Mike Gomes von Neuchâtel Xamax. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Yannick Schmid (links) beim Kopfball. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Ruben Vargas (rechts) im Duell mit Mustafa Sejmenovic von Neuchâtel Xamax. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Pascal Schürpf (rechts) springt in die Höhe. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Am Boden: Luzerns Christian Schneuwly (unten) gegen Janick Kamber von Neuchâtel Xamax. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Neuchtel Xamax erzielt das 2:0, Mirko Salvi im Tor ist geschlagen. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Francisco Rodriguez hadert nach einer verpassten Chance. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Das Resultat. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Das Cornerverhältnis. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
14 Bilder

FC Luzern verliert zum Saisonauftakt gegen Neuchâtel Xamax

Dazu kam beim Luzerner Trainer-Debüt von René Weiler auch noch Pech mit zwei Aluminiumtreffern dazu: Mittelfeldspieler Filip Ugrinic sah seinen Weitschuss in der 25. Minute vom Innenpfosten ins Feld zurückprallen, Innenverteidiger Marvin Schulz köpfelte in der 65. Minute aus guter Position an die Latte. Während im letzten Frühjahr nicht selten die Gegner Pech mit Schüssen an die Torumrandung hatten, waren es diesmal die Innerschweizer, so war die erste Heimniederlage seit Mitte April (0:1 gegen Sion) die logische Folge.

Gerücht um eine Verpflichtung Caios macht die Runde

Weil beim FCL die Defizite im Angriff bestätigt wurden, überraschte das Gerücht um eine Verpflichtung von Ex-GC-Offensivmann Caio nicht. Der 32-jährige Brasilianer sass auf der Tribüne in der Swisspor-Arena. Rund eine Stunde nach dem Match tauchten dann Instagrambilder von ihm und Luzerns Innenverteidiger Lucas Alves auf. Die beiden hatten sichtlich Spass. Die Fotos machten doch eher den Eindruck, dass es sich dabei wohl eher nur um einen Besuch bei seinem Landsmann Alves handelte.

Luzern – Neuchâtel Xamax 0:2 (0:1)
8905 Zuschauer. – SR Erlachner. Tore: 14. Karlen (Nuzzolo) 0:1. 75. Tréand (Doudin) 0:2.
Luzern: Salvi; Schwegler, Schmid (76. Rodriguez), Schulz, Feka; Custodio, Ugrinic; Grether (66. Demhasaj), Schneuwly, Schürpf; Vargas. Neuchâtel Xamax: Walthert; Gomes, Djuric, Sejmenovic, Kamber; Di Nardo; Koné (55. Ramizi), Doudin, Tréand (93. Veloso); Nuzzolo, Karlen (68. Corbaz).
Bemerkungen: Luzern ohne Cirkovic, Juric, Knezevic und Lustenberger, Neuchâtel Xamax ohne Santana (alle verletzt). 25. Pfostenschuss Ugrinic. 65. Kopfball an die Latte von Schulz. Verwarnungen: 45. Schneuwly (Unsportlichkeit). 45. Di Nardo (Unsportlichkeit). 61. Djuric (Foul). 81. Schwegler (Foul).

Die Statistik des Spiels

FC Luzern - Neuchâtel Xamax 0:2 (0:1)
FC Luzern Neuchâtel Xamax
Schüsse 17 6
Schüsse aufs Tor 4 3
Torumrandung 2 0
Ballbesitz 60% 40%
Eckbälle 10 0
Offsides 7 3
Fouls 14 12
Gelbe Karte 2 2
Rote Karte 0 0

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