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FCL-Verteidiger Knezevic: «Wir müssen gieriger werden»

FCL-Profi Stefan Knezevic ist auf dem Weg zurück zur Bestform. Er findet, Luzern sollte emotionaler auftreten.
Daniel Wyrsch
FCL-Verteidiger Stefan Knezevic (links) geht gegen Luganos Balint Vecsei zur Sache. Bild: Marusca Rezzonico/Freshfocus (22. September 2019)

FCL-Verteidiger Stefan Knezevic (links) geht gegen Luganos Balint Vecsei zur Sache. Bild: Marusca Rezzonico/Freshfocus (22. September 2019)

Es gibt Spieler, die ärgern sich nicht lange über vergebene Punkte. Schnell gehen sie zur Tagesordnung über. Zur dieser selbstzufriedenen Art Profi zählt der Luzerner Stefan Knezevic nicht. Der gebürtige Hitzkircher mit serbischen Wurzeln war am Sonntagabend nach dem 1:1 im altehrwürdigen Stadion Cornaredo gegen den kriselnden FC Lugano zutiefst enttäuscht über die entgangenen zwei Zähler. «Wir wollten hier gewinnen», sagte der 22-jährige Innenverteidiger trotzig auf die Bemerkung, dass im Normalfall ein Remis bei den Bianconeri für den FC Luzern kein schlechtes Resultat sei. Bitter lächelte er in Richtung des Reporters. Nein, es wäre mehr dringelegen, widerspiegelte sich mit aller Deutlichkeit in Knezevics Mimik. Klar, kommt bei den Innerschweizern immer mehr Ungeduld auf, weil sie seit der 1. Runde und dem 2:0 in St. Gallen nicht mehr gewonnen haben.

Stefan Knezevic ärgerte sich über eine «dumme Standardsituation, mit der Lugano in Führung ging. Das dürfte uns nicht passieren. Jeder, der hier schon gespielt hat, weiss, dass es schwierig wird, wenn man in Lugano in Rückstand geht.» Neben dem frühen Gegentor auf einen Corner des Ex-Luzerners Olivier Custodio sah Knezevic auch gute Dinge seines Teams: «Wir waren in der ersten Halbzeit klar überlegen, hatten sofort eine gute Torchance.»

Mit Konzentrationsfehlern den Gegner aufgebaut

Spricht man mit Stefan Knezevic über Fussball und den FCL, dann bleibt er nicht bei Allgemeinplätzen, wie das in diesem Geschäft oft der Fall ist. Der Seetaler nennt das Kind beim Namen. So auch, wenn es um den rapiden Leistungsabfall bei den Luzernern geht. «Die zweite Halbzeit ist uns leider nicht gelungen. Es unterliefen uns Konzentrationsfehler, wodurch die Tessiner mehr und mehr aufgekommen sind.»

Knezevic stimmte dagegen positiv, dass Luzern trotz unbefriedigender Leistung im zweiten Umgang «zu Torchancen durch Ibrahima Ndiaye und Pascal Schürpf gekommen ist».

Zudem erkannte der zentrale Abwehrmann eine klare spielerische Steigerung gegen YB und Lugano im Vergleich zu den vorherigen Partien. «Am Donnerstag müssen wir zu Hause gegen Xamax weitere Fortschritte machen.» Dieses Heimspiel der 8. Runde hat für Luzern enorme Bedeutung. Denn gegen die Neuenburger hatten die Blauweissen in der vergangenen Saison erhebliche Probleme: Drei Niederlagen in vier Begegnungen bezog Luzern gegen Xamax, das seinen Kopf nach einem 0:4 in der Barrage erst im Rückspiel in Aarau beim Challenge-League-Zweiten dank eines 4:0-Sieges und dem besseren Ende im Penaltyschiessen aus der Schlinge ziehen konnte.

Derzeit stehen die Neuenburger mit zwei Punkten Rückstand auf Luzern am Tabellenende. Eine erneute Heimniederlage gegen Xamax hätte für den FCL Konsequenzen. Ein Stimmungstief und vielleicht gar das Schlusslicht wären die Folgen.

So weit will es Stefan Knezevic nicht kommen lassen. Er hat dafür gleich auch ein Rezept bereit: «Ich will mehr Emotionen ins Team bringen.» Und: «Wir müssen gieriger werden.»

Knezevic macht sich nach zwei Fehlern keinen Kopf

Nach einer siebenmonatigen Pause infolge seines Kreuzbandrisses gelang Knezevic die Rückkehr nicht reibungslos. Bei der 1:2-Niederlage in Sion und beim 2:2 gegen YB verursachte er je das erste Gegentor mit einem Foulpenalty. Er wisse, dass er dabei nicht gut aussah. Seine Gesamtleistung sah er aber positiv. Knezevic zweifelt nicht an seinen Fähigkeiten: «Mir sind Kritiken von ausserhalb des Teams egal.» Er will bald so gut wie vor der Verletzung sein.

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«Unser Anspruch im Heimspiel gegen Xamax ist ein Sieg» – Fussballtalk mit FCL-Sportchef Remo Meyer

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