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FCL-Vize-Captain Voca fordert Steigerung im Startspiel in St. Gallen

Nach der «ehrenvollen Niederlage» im letzten Testspiel gegen Eintracht Frankfurt herrscht beim FC Luzern Ernüchterung.
Daniel Wyrsch
Führungsspieler Idriz Voca: Er ist neu der Stellvertreter von Captain Pascal Schürpf. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Biel, 9. Juli 2019)

Führungsspieler Idriz Voca: Er ist neu der Stellvertreter von Captain Pascal Schürpf.
(Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Biel, 9. Juli 2019)

1:3 unterlag der FC Luzern am letzten Freitag beim Uhrencup in Biel Eintracht Frankfurt. Auf den ersten Blick ein ansprechendes Ergebnis gegen die spielstarke Mannschaft von Ex-YB-Coach Adi Hütter. Analysiert man allerdings die Partie, dann mussten die Innerschweizer gegen den Europa-League-Halbfinalisten der vergangenen Saison gehörig unten durch. Der neue Luzerner Vize-Captain Idriz Voca (22) war nach dem Match entsprechend unzufrieden und formulierte mit ernster Miene sein Fazit: «Gegen dieses Klasseteam hätten wir geschlossener dagegenhalten müssen.»

Für Voca selbst war es ein zweischneidiger letzter Auftritt vor dem Meisterschaftsstart am kommenden Samstag (19 Uhr) in St. Gallen. Kurz vor der Pause gelang ihm nach einem Bilderbuchangriff der 1:2-Anschlusstreffer. Involviert waren neben ihm Christian Schwegler, Francesco Margiotta und Shkelqim Demhasaj. «Wir haben dieses Tor schön herausgespielt, der erfolgreiche Abschluss gibt ein gutes Gefühl. Aber mir wäre lieber gewesen, wenn wir insgesamt eine bessere Leistung abgeliefert hätten», stellte Voca fest.

45-Millionen-Euro-Offerte für Frankfurter Haller

Beim 3:1 der Frankfurter sah nicht nur Voca im defensiven Mittelfeld unvorteilhaft aus, dessen Absicherungspartner Marvin Schulz verlor gar leichtsinnig einen Zweikampf gegen Mijat Gacinovic. Der Serbe überlief beide und bediente Landsmann Filip Kostic, der mit einem Rückpass für den portugiesischen Torschützen Goncalo Paciencia auflegte. Schon bei den ersten beiden Treffern für die Eintracht hatte Danny da Costa am rechten Flügel gezeigt, wie man mit einem Pass von der Grundlinie in den Rücken der Verteidigung erfolgreich sein kann: Für Daichi Kamada und Sébastien Haller war es einfach, das 1:0 und 2:0 zu erzielen.

Allein das Interesse von West Ham am französischen Eintracht-Stürmer Haller beweist, dass die Frankfurter von einer anderen Klasse sind. Der Premier-League-Verein soll das Kaufangebot für Haller auf 45 Millionen Euro erhöht haben. Im Vergleich dazu wäre Idriz Voca auf dem internationalen Transfermarkt ein Schnäppchen. Dabei ist sein möglicher Marktwert mit 3 Millionen Euro der zweithöchste beim FCL nach Stürmer Blessing Eleke (4 Millionen Euro). Voca ist nach der dank Torhüter Marius Müller nicht höher ausgefallenen Niederlage gegen Eintracht der Meinung: «Die Frankfurter haben enorme Qualität. Ich bin sicher, die werden in der Bundesliga wieder vorne mitmischen.»

Erschöpft nach dem intensiven Spiel gegen Eintracht

Idriz Voca musste am Ende der Partie zugeben, «dass ich erschöpft bin nach diesem anstrengenden Match, während dem ich viel gelaufen bin». Der Stansstader, der für die kosovarische Nationalmannschaft des Schweizer Coaches Bernard Challandes spielt, fordert vor der Startpartie auswärts gegen den FC St. Gallen: «Wir müssen als Mannschaft mehr für eine kompakte Defensive tun.»

Grundsätzlich fühle er sich nach vier von fünf Wochen der Vorbereitung gut. Als Team würden sie parat sein. «Eintracht Frankfurt war einfach ein anderer Gradmesser.» Dass Luzern in der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation (noch) nicht auf einen Brocken wie den Bundesligisten stösst, sondern am 25. Juli/1. August entweder Riteriai aus Litauen oder Klaksvik von den Färöer (Hinspiel 1:1) zum Gegner bekommt, müsste beruhigend wirken. Voca schmunzelte und bestätigte diese Feststellung. Er stellte aber sofort klar, dass sie keinen Gegner unterschätzen würden.

Neues Amt ist dem Mittelfeldmann «eine Ehre»

Das neue Amt als Vize-Captain ist für Voca «eine Ehre, aber deswegen werde ich keine andere Rolle spielen, ich bleibe mich selbst.» Er müsse aber dennoch mehr Verantwortung tragen und öfter Anweisungen geben.

Enttäuscht war in Biel auch FCL-Trainer Thomas Häberli: «Unsere Hauptprobe ist missglückt.» Er sah zu viele Fehlpässe und zu selten eine defensive Einheit. Erholt werde sein Team anders auftreten, ist er überzeugt. «Ich bin guten Mutes.»

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