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11er-Club Luzern schreibt letztes Kapitel

Nach 40 Jahren ist der 11er-Club Luzern mit Fussball-Persönlichkeiten wie Simioni und Wolfisberg Geschichte.
Daniel Wyrsch
Der 11er-Club, stehend von links: Marco von Ah, Kurt Fischer, Alex Staubli, Bernhard von Moos, Ruedi Renggli, Toni Frey, Seppi Jost, Gody Waser, Hans Meier. Sitzend von links: Paul Wolfisberg, Anton Bucheli, Romano Simioni, Willy Vogel. (Bild: PD)

Der 11er-Club, stehend von links: Marco von Ah, Kurt Fischer, Alex Staubli, Bernhard von Moos, Ruedi Renggli, Toni Frey, Seppi Jost, Gody Waser, Hans Meier. Sitzend von links: Paul Wolfisberg, Anton Bucheli, Romano Simioni, Willy Vogel. (Bild: PD)

Der 11er-Club hat sein letztes Kapital geschrieben. Anlässlich der Feier zum 40. Geburtstag im Mai beschlossen die 13 Mitglieder, dass sie die Vereinigung auflösen. Von 1979 bis 2019 waren in über 70 Meetings ebenso viele Persönlichkeiten aus dem jeweils aktuellen lokalen, regionalen, nationalen und gar internationalen Fussball zu Gast beim 11er-Club.

Einer der Höhepunkte des Clubs war das 35-Jahr-Jubiläum 2014, bei welchem sich mit Ottmar Hitzfeld, Paul Wolfisberg, Köbi Kuhn und Rolf Fringer gleich vier Schweizer Nationaltrainer im 11er-Club trafen. Die Gästeliste der Vereinigung liest sich aber auch sonst wie ein «Who Is Who» des Fussballs. Mit Hennes Weisweiler, Timo Konietzka, Friedel Rausch, Joseph S. Blatter, Gilbert Gress, Gilbert Facchinetti, René C. Jäggi, Hanspeter Latour, Martin Andermatt, Walter Stierli und Bernhard Heusler sei hier nur ein Teil der klangvollen Namen genannt.

FCL-Trainerwechsel 1993 mitinitiiert

Bei den Treffen im «Wilden Mann» und der «Felsenegg» in Luzern wurde stets die Tradition der angeregten Diskussion von Fussballthemen gewahrt. Wie die Vereinigung in einer unter der Federführung von Präsident Marco von Ah entstandenen Broschüre zum 40-Jahr-Jubiläum festhält, gelang dem 11er-Club aber auch «ein veritables Husarenstück» vor der Halbzeit seines Vereinslebens. Der FC Luzern war Mitte Dezember 1993 in Gefahr, die Finalrunde zu verpassen. «Die FCL-Führung schien etwas ratlos, verunsichert. Nicht aber der 11er-Club, der die Lösung aufzeigte, über die Mitglieder Romano Simioni und Raymond Lütenegger mitinitiierte – und am Ende still und leise mitfeierte, als unter der Führung von Paul Wolfisberg (ebenfalls 11er-Club-Mitglied) und Timo Konietzka das alles entscheidende Spiel in Aarau 2:1 gewonnen wurde.»

FCL-Stürmer Urs Güntens­perger traf gegen Aarau doppelt, Spielmacher der Innerschweizer war Patrick Jost, der Sohn des langjährigen 11er-Club-Präsidenten Seppi Jost. Übrigens: Die Josts stellen bis heute das einzige Vater/Sohn-Duo, das für den FCL in der höchsten Liga spielte.

Noch eine Geschichte zur Vereinigung: Der Sportjournalist René Steffen gehörte zu den Gründern und amtete als Präsident, als er 1992 mit 54 Jahren seinem Krebsleiden erliegt. «René Steffen hat mich kurz vor seinem Tod gebeten, Sorge zum 11er-Club zu tragen», erzählt Seppi Jost. «Ich habe ihm dieses Versprechen gegeben und eingehalten. Nach gemeinsamer Absprache lösen wir den Club jetzt nach dem 40. Geburtstag auf. Wir sind älter geworden.»

Das heisst allerdings nicht, dass sich die Mitglieder des 11er-Clubs nicht wiedersehen. «Vor Weihnachten treffen wir uns sicher wieder zum Apéro», betonte der rüstige Toni Frey (85) letzte Woche bei einem Treffen zur Abgabe der Jubiläumsbroschüre im Beisein unserer Zeitung.

11er-Club

Steckbrief 11er-Club: Vereinigung ad hoc ohne Statuten und Reglemente. Im Mittelpunkt stehen die Geselligkeit und der Fussball. Gegründet 1979 durch Seppi Jost senior und René Steffen. 13 Mitglieder. Präsidenten 1979 bis 1992 René Steffen, 1992 bis 2009 Seppi Jost, 2009 bis 2019 Marco von Ah.

Mitglieder: Gody Waser, Kurt Fischer, Anton Bucheli, Marco von Ah, Seppi Jost, Toni Frey, Ruedi Renggli, Romano Simioni, Willy Vogel, Bernhard von Moos, Paul Wolfisberg, Alex Staubli, Hans Meier.

Verstorbene langjährige Mitglieder: Raymond Lütenegger, Toni Burri, Seppi Schnider, Walter Marti, Martinus Parlevliet, Toni Kunz, Adolf Stutz, Seppi Jost senior, René Steffen, Milo Matousek, Jack Meyer.

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