Kommentar
Aktionärsstreit: Das Bangen um den FCL geht weiter

Eine Lösung im Aktionärsstreit lässt weiter auf sich warten. Die Betroffenen geben sich Zuversichtlich. Es ist zu hoffen, dass diese Zuversicht nicht trügt. Denn der FC Luzern braucht ein seriöses, tragfähiges Aktionariat, um seine Zukunft zu sichern.

Cyril Aregger
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Cyril Aregger

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Wer wird nach Abschluss des Aktionärsstreits die Geschicke des FC Luzern mitbestimmen? Auf diese Frage gibt es auch nach Ablauf der Frist, die sich die Aktionäre auferlegt haben, noch keine Antwort. Für diese Nachspielzeit gibt es gute Gründe, die auch von den beteiligten Parteien angeführt werden. Dass es durch die Pandemie massiv schwieriger geworden ist, Investoren zu finden, leuchtet ein. Kein Unternehmer, der mit den wirtschaftlichen Auswirkungen kämpft, investiert derzeit «einfach so» in einen Schweizer Fussballklub.

Als positiv zu werten ist die Ruhe, die im FCL-Aktionariat seit Lancierung des runden Tisches im November 2019 herrscht. Indiskretionen oder Querschüsse, welche die Arbeit der gut aufgestellten Geschäftsleitung stören und potenzielle Investoren abschrecken könnten, sind seither ausgeblieben. Auch die gesicherte Finanzierung des Klubs bis Ende 2021 ist in der aktuellen Situation beruhigend.

Dennoch hinterlässt der Aufschub mulmige Gefühle. Auch, weil die zehnmonatigen Verhandlungen offenbar noch nicht dazu geführt haben, die Situation zwischen Hauptaktionär Bernhard Alpstaeg und der Triple-S-Gruppe mit Samih Sawiris, Hans Schmid und Marco Sieber definitiv zu klären. Bleibt Alpstaeg? Verkauft die Triple-S-Gruppe ihre Aktien? Oder kommt es gar zu einem Abgang beider Parteien? So lange die Aktionäre nicht einmal diese grundlegende Frage beantwortet können, geht das Bangen um den FCL weiter.

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