Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ANALYSE: Der Erfolg von Markus Babbel ist ein Teamerfolg

FCL-Reporter Daniel Wyrsch zieht Saisonbilanz
Der FCL hat Grund zum Jubeln (von rechts): Captain Claudio Lustenberger, Trainer Markus Babbel, Stürmer Michael Frey (gegen Sion gesperrt) und Physiotherapeut Eric Schönfeld. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Der FCL hat Grund zum Jubeln (von rechts): Captain Claudio Lustenberger, Trainer Markus Babbel, Stürmer Michael Frey (gegen Sion gesperrt) und Physiotherapeut Eric Schönfeld. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. FCL-Cheftrainer Markus Babbel hat erfolgreiche Arbeit geleistet. Nach einem miserablen Start in die Rückrunde mit 0 Punkten aus 5 Spielen hat sich Luzerns Team zuerst aufgefangen und ist am Ende über sich hinausgewachsen. In den restlichen 13 Partien hat der FCL mit 28 Zählern zwei Punkte mehr geholt als in der bereits als erfolgreich taxierten Vorrunde.

Der FCL hat die abgelaufene Super-League-Saison auf Platz 3 beendet. Dieser gehört zu den absoluten Topplatzierungen in der 115-jährigen Vereinsgeschichte. Man kann noch weitergehen: Luzern hat die «kleine Meisterschaft», hinter den mit Abstand finanzstärksten Klubs FC Basel und BSC Young Boys, gewonnen. Damit haben die Innerschweizer das Maximum aus ihren Möglichkeiten herausgeholt.

Wenn dies der Fall ist, stimmt der Zusammenhalt in einer Mannschaft. Dazu muss nicht zuletzt der Trainer seinen Beitrag leisten. Babbel hat seinen Job gut gemacht. Bekanntlich trägt er nicht nur die Verantwortung für die Spieler und das Team, sondern steht einem Trainerstaff vor. Seine wichtigsten Mitarbeiter sind Assistenzcoach Patrick Rahmen, Konditionstrainer Christian Schmidt und Goalietrainer Daniel Böbner. Sie sind für die spezifischen Trainings zuständig und erhalten von Babbel grosse Autonomie in ihrer Tätigkeit.

Babbel ist sehr zufrieden mit seinen Mitarbeitern. Er attestiert ihnen eine hohe Professionalität und Fachkompetenz. Als einen Glücksfall für den FCL bezeichnet er Rahmen, der bis vor drei Monaten den FC Biel in der Challenge League coachte. Der Basler Rahmen ist für Roland Vrabec nach Luzern gekommen. Schon Vrabec lobte man für die Trainingsarbeit und Fachkompetenz.

Nachdem Ex-Sportchef Rolf Fringer den Verein Anfang Januar verlassen musste, war es um die gute Stimmung bei Co-Trainer Vrabec geschehen. Sieben Wochen nach Fringer musste er seinen Posten ebenfalls räumen. Vrabecs Ambition war es, wieder als Cheftrainer zu arbeiten. Auf die neue Saison hin hätte Fringer ihn anstelle von Babbel in diese Position hieven wollen.

Im Nachhinein ist es plausibel, dass die Unruhen um Fringer und vor allem Vrabec das Team Energie kosteten. Die Serie von fünf Niederlagen in der Liga und das besonders schmerzhafte Halbfinal-Aus im Cup zu Hause gegen Lugano sind diesem Umstand geschuldet.

In Zukunft könnte mit Rahmen ein ähnliches Problem auf den FCL zukommen. Er gilt zwar als loyal, aber ist sicher ebenso ehrgeizig wie Vrabec. Sollte während der nächsten Saison ein interessanter Klub Rahmen als Cheftrainer holen wollen – wie im letzten Herbst St. Gallen – muss der FCL vorbereitet sein und eine Alternative bereit haben.

Doch zurück zur zu Ende gegangenen Saison. Nicht vergessen darf man, dass die Luzerner in der Winterpause die Abgänge von Dario Lezcano und Remo Freuler verkraften und die Integration von Christian Schneuwly, Michael Frey und Markus Neumayr vorantreiben mussten. Das schaffte die Mannschaft zusammen mit den neuen Spielern leichter als erwartet. Alle Zuzüge sind fussballerisch eine Bereicherung, und sie passen charakterlich.

Es waren gerade die erwähnten Neuen und Marco Schneuwly, die an der eindrücklichen Wende einen massgeblichen Anteil haben. Anders als bei früheren sportlichen Krisen liessen die Schneuwlys, Frey und Neumayr nie Zweifel aufkommen, dass der Turnaround geschafft werden kann. Für Luzern wäre eminent wichtig, wenn der robuste, laufstarke Angreifer Frey eine weitere Saison hierbleiben könnte.

Für frischen Schwung sorgten zudem endlich wieder eigene junge Spieler wie Hekuran Kryeziu, Nicolas Haas, Joao Oliveira, Remo Arnold und Yannick Schmid. In diesem Punkt gebührt Babbel ein Sonderlob: Er hat diesen Jungprofis das Vertrauen in der jeweils für sie richtigen Dosierung geschenkt, ohne sie nur ansatzweise zu verheizen.

So kann man der europäischen Saison 2016/17 positiv entgegenblicken. Gewiss ist: Langeweile wird beim FCL nie aufkommen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.