Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ANALYSE: Der FCL muss sich mental weiter steigern

Luzern hat die Vorrunde mit 26 Punkten auf Platz 4 beendet. Obwohl diese Zahlen für eine positive Zwischenbilanz sprechen, ist nicht alles gut gewesen.
Daniel Wyrsch
Es ist das prägende Bild für die Vorrunde des FC Luzern, der am 13. September durch die rote Karte für Dario Lezcano in seiner sportlichen Entwicklung zurückgeworfen wurde. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Es ist das prägende Bild für die Vorrunde des FC Luzern, der am 13. September durch die rote Karte für Dario Lezcano in seiner sportlichen Entwicklung zurückgeworfen wurde. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Daniel Wyrsch

Massgeblichen Einfluss auf die Vorrunde des FC Luzern hatte das spektakuläre Heimspiel vom 13. September gegen GC: Der FCL führte nach seinen wohl besten 20 Minuten überhaupt in der Swissporarena 2:0, am Ende lautete das Skore 3:3. Für Dario Lezcano war die Enttäuschung zu gross. Kurz nachdem Munas Dabbur zum Schlussresultat ausgeglichen hatte, rastete der zweifache Torschütze aus. Ein umstrittener Schiedsrichterentscheid brachte Lezcano in Rage, er reklamierte lautstark und gestikulierte dazu abschätzig. Die gelb-rote Karte war die Folge für den Südamerikaner. Doch als Lezcano Schiedsrichter Fedayi San auch noch körperlich attackierte, konnte die Swiss Football League (SFL) gar nicht mehr anders: Sie musste den zu diesem Zeitpunkt besten Torschützen der Liga (9 Treffer aus 8 Partien) acht Spiele sperren.

Lezcano hatte am guten Saisonstart der Innerschweizer den Löwenanteil. Der Neo-Nationalspieler Paraguays köpfelte den FCL zu Last-Minute-Siegen in Thun und Lugano und steuerte drei Tore zum 5:2-Erfolg beim FC Zürich bei. Doch während Lezcano die Sperre absitzen musste, wurde die Bilanz der Luzerner je länger je mehr durchzogen. Im Oktober konnten sie gerade noch einen Sieg feiern – ein 3:2 im Cup-Achtelfinal in St. Gallen. Auch der November brachte keine Besserung. Im Gegenteil: Einziger Lichtblick neben drei Auswärtsniederlagen ohne ein einziges Plustor in St. Gallen, Sion und Basel war der 1:0-Heimsieg über Thun.

Neu-Justierung für Lezcano nötig

Lezcano war ab dem 0:2 in Sion wieder einsatzberechtigt – und spielte seither mit. Natürlich war er nach fast zwei Monaten mit lediglich einem Länderspieleinsatz und sonst nur Trainingseinheiten aus dem Lauf gekommen. Im Wallis, in Basel, gegen Thun und vorgestern beim 3:1-Heimsieg über YB hat er sein Torkonto nicht erhöht. Gegen die Stadtberner hat er den eigenen Treffer oft zu stark gesucht, statt besser postierte Teamkollegen anzuspielen.

Wie vor Jahresfrist möchte Lezcano den FCL in der Winterpause verlassen. Ob der Wechsel in die Bundesliga (Hannover 96?), nach Spanien oder vielleicht nach Russland klappt, steht in den Sternen. Falls der Spieler bleibt, muss ihm Sportchef Rolf Fringer noch einmal die richtige Einstellung eintrichtern. Nur dann wäre Lezcano für Luzern weiter eine Verstärkung. Zudem soll er sich endlich zu Herzen nehmen, dass Schiedsrichterentscheide 100-prozentig zu respektieren sind.

Allerdings hat nicht nur der kompletteste FCL-Profi Defizite bei seiner Einstellung aufgewiesen. Der beste Skorer der Vorsaison, Marco Schneuwly, war in der ersten Phase der Vorrunde offensichtlich blockiert. Eine fabelhafte Sechsjahres-Offerte des FC Sion hatte dem Freiburger den Kopf verdreht. Schliesslich verlängerte der Mittelstürmer doch vorzeitig beim FCL bis 2018. Nach einer zweiten Durststrecke ohne Tor traf er gegen YB zur wichtigen 1:0-Führung und kommt nun immerhin auf sechs Saisontore.

Babbel zeigt seine Unzufriedenheit

FCL-Trainer Markus Babbel machte während der Baisse der letzten Wochen und Monate einen oft genervten Eindruck. Der gebürtige Bayer ist sich aus seiner Profizeit beim FC Bayern und FC Liverpool eine andere Winnermentalität gewöhnt, als sie in Luzern herrscht. Nach unnötigen Niederlagen wie in St. Gallen oder viel zu leicht verlorenen Spielen wie in Basel zweifelt Babbel an der Einstellung einiger Spieler. Zumindest ein Partikel seines Bayern-Gens scheint trotzdem mit dem deutschen Europameister von 1996 in die Swissporarena gekommen zu sein. Bestens eingestellt besiegte der FCL mit grossem Kämpferherz und spielerischen Nadelstichen YB. Ziel muss es für das Team sein, künftig möglichst oft derart ans Limit gehen zu können.

Die Luzerner können am nächsten Samstag (18.00) in Aarau gleich beweisen, dass sie mentale Fortschritte gemacht haben. Wenn sie den Cup-Halbfinaleinzug schaffen, war der FCL-Jahrgang 2015 (mit total 60 Punkten) sogar einer der besseren der Klubgeschichte.

Luzerns Marco Schneuwly erzielt das 1:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Luzerns Dario Lezcano (rechts) gegen YBs Gregory Wüthrich. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Luzerns Kaja Rogulj (Mitte) gegen YBs Yuya Kubo (links). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
YBs Gregory Wüthrich (rechts) erzielt unter Druck durch Luzerns Marco Schneuwly ein Eigentor zum 2:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Luzerns Dario Lezcano in Aktion. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Luzerns Remo Freuler bejubelt das 3:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Auch der Samichlaus besucht das Super League Spiel zwischen dem FC Luzern und den Young Boys (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der Luzerner Remo Freuler, links, jubelt nach seinem Tor zum 3:0 mit dem Luzerner Jahmir Hyka, rechts. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der Luzerner Remo Freuler, rechts, erzielt das Tor zum 3:0 gegen den YB-Spieler Alain Rochat, Mitte, YB-Torhüter Yvon Mvogo, links. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der YB-Spieler Yuya Kubo, links, im Kampf um den Ball mit dem Luzerner Sebastian Schachten, rechts. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der Luzerner Dario Lezcano, links, im Kampf um den Ball mit dem YB-Spieler Renato Steffen, rechts. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der YB-Spieler Loris Benito, linkss, im Kampf um den Ball gegen den Luzerner Marco Schneuwly. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der Luzerner Jahmir Hyka, links, im Kampf um den Ball mit dem YB-Spieler Loris Benito, rechts. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der Luzerner Marco Schneuwly, links, jubelt nach seinem Tor zum 1:0 gegen den Berner Torhüter Yvon Mvogo, rechts. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der Luzerner Marco Schneuwly jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit dem Luzerner Jakob Jantscher links und dem Luzerner Jahmir Hyka Der Luzerner Marco Schneuwly, rechts, jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Jakob Jantscher, links, und Jahmir Hyka im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem BSC Young Boys, in der Swisspor Arena in Luzern, am Samstag, 5. Dezember 2015. (KEYSTONE/Nick Soland) (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
Der Luzerner Marco Schneuwly, rechts, erzielt das Tor zum 1:0 gegen YB-Torhüter Yvon Mvogo, links. (Bild: (KEYSTONE/Nick Soland))
16 Bilder

FC Luzern gewinnt gegen YB

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.