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Angekündigte St. Galler Protestaktion sorgt für Unmut bei den FCL-Verantwortlichen

Die St. Galler Fanorganisation «Dachverband 1879» ruft zum Boykott des Gästesektors der Swissporarena am kommenden Sonntag (16 Uhr) auf. Der FCL bedauert dies, kann aber nichts dagegen unternehmen. Leidtragende sind vor allem Saisonkarten-Inhaber des Sektors D.
Raphael Zemp
Bereits am 28. September 2014 blieb der St. Galler Anhang dem Gästesektor fern. Er verbrachte das Spiel vor dem Stadion. (Bild: Philipp Schmidli)

Bereits am 28. September 2014 blieb der St. Galler Anhang dem Gästesektor fern. Er verbrachte das Spiel vor dem Stadion. (Bild: Philipp Schmidli)

«Langwierige und übertriebene Eingangskontrollen», ein Gästesektor mit der schweizweit «schlechtesten Sicht aufs Spielfeld» sowie eine Luzerner Polizei, die offensiv auftrete, «auf Konfrontation statt Deeskalation setzt»: Der «Dachverband 1879», eine Fanorganisation des FC St. Gallen, hat einiges daran zu bemängeln, wie Fussballgäste in Luzern behandelt werden. Die genannten Punkte sind dabei nur einige aus einer noch längerer Liste, die seit Montag online ist.

Um gegen die spezielle Luzerner «Gastfreundschaft» zu protestieren, ruft der «Dachverband 1879» dazu auf, das Meisterschaftsspiel am Sonntag, 10. März, gegen den FC Luzern nicht im Gästesektor zu verfolgen und auf eine gemeinsame Anreise per Extrazug zu verzichten. Bereits im letzten Jahr hatten Fans des FC Zürich ihren Unmut über den Umgang mit Auswärtsfans in derselben Protestform geäussert.

St. Galler wollen in den Sektor D1

Der FC Luzern ist über die angekündigte Aktion im Bild – und alles andere als erfreut. In einer Medienmitteilung von Donnerstagmorgen verurteilt sie den Boykott «aufs Schärfste». Die geäusserten Vorwürfe seien haltlos und einseitig, lässt der FCL darin verlauten. Man habe dem «Dachverband 1879» ein ehrliches Gespräch angeboten, auf das allerdings nicht eingegangen wurde. Die St. Galler Fanorganisation halte weiter an ihrem Boykott fest und werde ihre Mannschaft «friedlich und lautstark» aus dem Sektor D1 unterstützen. Trotzdem hat der FCL das Sicherheitsdispositiv erweitert.

Bereits dritter Vorfall dieser Art

Für den FCL ist diese Situation «nicht haltbar», verhindern könne man eine solche Aktion als austragender Club allerdings nicht, sagt FCL-Präsident Philipp Studhalter. Die FCL-Verantwortlichen fordern deshalb nun «eine einwandfreie Unterstützung seitens der Swiss Football League», zumal es sich in der laufenden Saison bereits um den dritten Vorfall dieser Art handle. Zu ähnlichen Vorkommnissen ist es laut FCL schon bei Heimspielen des FC Thun und der Grasshoppers gekommen.

Direkt betroffen von der angekündigten St. Galler Protestaktion sind all jene, die eine Saisonkarte im Sektor D besitzen oder bereits eine Einzelkarte für ebendiesen Sektor gekauft haben. Wer nicht mit St.-Gallen-Fans mitfiebern will, kann sein Ticket an einem Help-Desk vor dem Stadion umtauschen.

Bereits im September 2014 hat der «Dachverband 1879» zu einem Boykott des Gästesektors aufgerufen. Aber aus anderen Gründen: Die St. Galler monierten, die Ticketpreise von 28 Franken seien zu hoch. Viele Fans reisten trotzdem nach Luzern und verfolgten das Spiel vor dem Gästesektor der Swissporarena.

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