Auch die YB-Fans boykottieren den Gäste-Sektor

Nach den FCZ-Fans boykottieren nun auch die YB-Supporter den Gästesektor in der swissporarena. Die YB-Fangruppierungen «gäubschwarzsüchtig» und «Ostkurve Bern» rufen die YB-Fans im Internet dazu auf, Tickets für den Sektor D1 zu kaufen.

Drucken
Teilen
Beim Spiel FCL - FCZ vom 4. Februar waren die FCZ-Fans nicht im Gäste-Sektor (links im Bild). Die YB-Fans wollen es nun den Zürchern gleichtun. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Beim Spiel FCL - FCZ vom 4. Februar waren die FCZ-Fans nicht im Gäste-Sektor (links im Bild). Die YB-Fans wollen es nun den Zürchern gleichtun. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Wir wollen Fussball, wir wollen Fankultur, nicht mehr und nicht weniger!» Das schreiben die beiden offiziellen YB-Fangruppierungen «gäubschwarzsüchtig» (Dachverband mehrerer YB-Fanclubs) und «Ostkurve Bern» in einer gemeinsamen Mitteilung. Diese Fankultur könne jedoch im Gästesektor des neuen Stadions in Luzern nicht gelebt werden. Fussball schauen sei nicht möglich, weil man aufgrund des massiven Metallzauns teilweise schlicht nichts sehe. Wie die FCZ-Fans vor einer Woche, monieren nun auch die YB-Supporter «die prekäre Situation beim viel zu klein gehaltenen Eingang». Diese trage das Seine dazu bei, dass schon bei der Ankunft der Fans heikle Momente entstehen könnten.

Auch mit den Platzverhältnissen im Gästeblock zeigen sich die YB-Fans in ihrem Schreiben nicht einverstanden: «Viel zu enge Aufgänge sowie engste Platzverhältnisse unter der Tribüne verstärken den Eindruck, dass man hier kein ‹Gast›, sondern ausschliesslich ein Sicherheitsrisiko ist, dem möglichst wenig Platz zur Verfügung gestellt werden soll.»

Aus diesen Gründen wollen die YB-Fans die Partie am 25. Februar in einem anderen Sektor verfolgen. Sie rufen alle YB-Fans auf, auf den Kauf von Gästesektortickets für dieses Spiel zu verzichten und stattdessen Tickets für den Sektor D1 zu kaufen.

Nach Angaben von «Blick am Abend» wollen sich die FCL-Verantwortlichen am Mittwoch zum geplanten Boykott nicht äussern.

pd/zim