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Auf den FCL wartet wieder nur die Quali

Der FC Luzern kommt beim Schweizer Meister YB gleich mit 0:4 unter die Räder. Dadurch beenden die Innerschweizer die Saison nur auf Platz 5 und verpassen die direkte Teilnahme an der Europa League.
Raphael Gutzwiler
Pascal Schürpf (am Boden) konnte die beste Luzerner Chance nicht nutzen.(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, 25. Mai 2019)

Pascal Schürpf (am Boden) konnte die beste Luzerner Chance nicht nutzen.
(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, 25. Mai 2019)

Wenn die Young Boys in dieser Saison Ernst machen, haben alle anderen keine Chance. Nicht Basel und schon gar nicht der grosse Rest der Super League, zu dem auch der FC Luzern gehört. Diese Erkenntnis reicht eigentlich schon, um jene letzte Saisonpartie zusammenzufassen. In jeder Hinsicht war der FCL unterlegen gegen den Schweizer Meister, der sich seinem Publikum nochmals von seiner besten Seite präsentieren wollte. Am Ende siegte YB mit 4:0 gegen den FCL.

Während auf dem Rasen die Berner endlich den Meisterpokal erhielten, stellten sich die Luzerner Akteure den Zentralschweizer Journalisten. Sie mussten darüber Auskunft geben, warum sie den angestrebten 3. Schlussrang im letzten Saisonspiel verpasst hatten. Wieder wartet im Sommer nur die Qualifikationsrunde zur Europa League und nicht wie erhofft die erstmalige Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs. «Im Moment können wir uns überhaupt nicht über diesen 5. Rang freuen. Die Enttäuschung ist gross», meinte Mittelfeldspieler Idriz Voca. Ein Unentschieden hätte gereicht, um den 3. Rang zu erreichen. Verpasst haben die Luzerner dieses Ziel jedoch nicht erst gestern gegen die überlegenen Berner, sondern schon davor. «Über dieses Spiel gegen YB müssen wir nicht diskutieren», fand Goalie David Zibung. «Wenn man gegen den Aufsteiger Xamax aus 12 möglichen Punkten nur deren 3 holt, schafft man es halt nicht direkt in die Europa League», ärgerte er sich. Interessant ist auch diese Statistik: Von den 46 erreichten Punkten holte sich der FCL mehr als die Hälfte (24 Punkte) gegen die beiden Lieblingsgegner Grasshoppers und St. Gallen.

Schürpf vergibt erste Torchance

Eigentlich hätte gegen YB für den FCL schon ein Unentschieden gereicht, um direkt in die Europa League zu kommen. Dazu fehlte aber viel, sehr viel. Gleich mit 0:4 tauchten die Innerschweizer, sie hätten gut und gerne noch höher verlieren können. Der Klassenunterschied zwischen den Bernern, die in dieser Saison so viele Punkte sammelten wie noch nie ein Super-League-Team, und den jungen Luzernern war immens. Dabei war der FCL gar nicht so schlecht in die Partie gestartet. Zumindest zwischen der 10. und 27. Spielminute hielt er dagegen, erarbeitete sich viel Ballbesitz. Wenn er ein Tor hätte erzielen wollen, hätte es in dieser Phase passieren müssen. Dies gelang nicht, weil Pascal Schürpf in der 12. Minute die einzige Grosschance vergab. «Ich weiss selber nicht, wie ich es fertigbrachte, dass der Ball übers Tor ging», sagte Schürpf später. «Wir haben uns vor dem Spiel gesagt, dass wir die erste Chance nützen müssen. Ich hatte sie, konnte sie nicht nutzen – und dann wird es gegen YB sehr schwer.»

Der Meister zeigte in der Folge seine ganze Klasse. Liga-Topskorer Guillhaume Horau eröffnete den Torreigen per Kopf nach einem Freistoss von Ulisses Garcia (27.). Christian Fassnacht (49.) und Nicolas Moumi Ngamaleu (72.) schossen danach die Tore zum 2:0 und 3:0. Schliesslich sorgte YB-Captain Steve von Bergen mit seinem Kopfballtor im Abschiedsspiel für einen Höhepunkt aus Berner Sicht. Für Von Bergen war es übrigens das einzige Tor in 184 Ligapartien für YB überhaupt.

Während YB durch das Tor ihres Captains noch mehr zu bejubeln hatte, traten die Luzerner enttäuscht die Heimreise aus dem Stade de Suisse an. Wieder geht es nur in die Europa-League-Qualifikation, wo der FCL traditionell nach dem ersten Auftritt ausscheidet. Ganz so negativ wollte es Trainer Thomas Häberli aber nicht sehen: «Ich bin zufrieden damit, dass wir europäisch dabei sind. Wir hätten auch 6. werden können.» Schürpf ergänzte: «Immerhin sind wir in der Quali. So schlecht ist das nicht.» Der Ausdruck in seinem Gesicht liess hingegen etwas ganz anderes vermuten.

Die Noten der FCL-Spieler

David Zibung, Torhüter, Note 4Hält mehrfach gut auf der Linie, etwa gegen Sow (8.) oder gegen Fassnacht (62.). Beim 0:1 wirkt er etwas unbeweglich und wird auf dem falschen Fuss erwischt.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)David Zibung, Torhüter, Note 4
Hält mehrfach gut auf der Linie, etwa gegen Sow (8.) oder gegen Fassnacht (62.). Beim 0:1 wirkt er etwas unbeweglich und wird auf dem falschen Fuss erwischt.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Christian Schwegler, Rechtsverteidiger, Note 4,5Fällt insbesondere in der ersten Halbzeit positiv auf: Ist aufsässig, schlägt gefährliche Flanken und zeigt, dass er immer noch schnell ist. In der Folge baut er aber ab.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Christian Schwegler, Rechtsverteidiger, Note 4,5
Fällt insbesondere in der ersten Halbzeit positiv auf: Ist aufsässig, schlägt gefährliche Flanken und zeigt, dass er immer noch schnell ist. In der Folge baut er aber ab.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Lucas Alves, Innenverteidiger, Note 3Mit dem Tempo der YB-Offensive kann der robuste Innenverteidiger nie mithalten. Hat mehrfach Mühe mit Nsame.(Bild: Alexandra Wey / Keystone, Luzern, 10. März 2019)Lucas Alves, Innenverteidiger, Note 3
Mit dem Tempo der YB-Offensive kann der robuste Innenverteidiger nie mithalten. Hat mehrfach Mühe mit Nsame.
(Bild: Alexandra Wey / Keystone, Luzern, 10. März 2019)
Olivier Custodio, Innenverteidiger, Note 3Er ist der spielstarke Typ des Innenverteidigers, defensiv hat er aber noch Mängel. Seine Topgegenspieler decken diese auf. Hat Mühe bei Steilpässen.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Olivier Custodio, Innenverteidiger, Note 3
Er ist der spielstarke Typ des Innenverteidigers, defensiv hat er aber noch Mängel. Seine Topgegenspieler decken diese auf. Hat Mühe bei Steilpässen.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Silvan Sidler, linker Verteidiger, Note 3,5 Anfangs hält er auch gegen Nati-Verteidiger Kevin Mbabu immer wieder gut dagegen. Reicht bei diesem Tempo aber noch nicht.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Silvan Sidler, linker Verteidiger, Note 3,5
Anfangs hält er auch gegen Nati-Verteidiger Kevin Mbabu immer wieder gut dagegen. Reicht bei diesem Tempo aber noch nicht.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Idriz Voca, defensives Mittelfeld, Note 4Er wehrt sich mit allem, was er hat, und holt sich dadurch Gelb. Ist aufsässig, erobert sich viele Bälle. Kommt in der ersten Hälfte zu einem ungefährlichen Abschluss.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Idriz Voca, defensives Mittelfeld, Note 4
Er wehrt sich mit allem, was er hat, und holt sich dadurch Gelb. Ist aufsässig, erobert sich viele Bälle. Kommt in der ersten Hälfte zu einem ungefährlichen Abschluss.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Tsiy Ndenge, defensives Mittelfeld, Note 4Erobert sich viele Bälle, spielt einen klugen Pass auf Vargas (14.). Aber er verliert das Kopfballduell gegen Hoarau beim 0:1.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Basel, 15. Mai 2019)Tsiy Ndenge, defensives Mittelfeld, Note 4
Erobert sich viele Bälle, spielt einen klugen Pass auf Vargas (14.). Aber er verliert das Kopfballduell gegen Hoarau beim 0:1.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Basel, 15. Mai 2019)
Ruben Vargas, rechter Flügel. Note 3Die Nervosität ist dem Talent anzumerken. Seine Standards bleiben meist ungefährlich. Müsste abschliessen (14.) und holt sich Gelb wegen einer Schwalbe.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Ruben Vargas, rechter Flügel. Note 3
Die Nervosität ist dem Talent anzumerken. Seine Standards bleiben meist ungefährlich. Müsste abschliessen (14.) und holt sich Gelb wegen einer Schwalbe.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Pascal Schürpf, offensives Mittelfeld, Note 3Spielt zentraler, weil der FCL mit hohen Bällen agieren will. Das gelingt zu selten. Er vergibt die einzige Grosschance (12.) kläglich.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Pascal Schürpf, offensives Mittelfeld, Note 3
Spielt zentraler, weil der FCL mit hohen Bällen agieren will. Das gelingt zu selten. Er vergibt die einzige Grosschance (12.) kläglich.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Marvin Schulz, linker Flügel, Note 3,5Spielt zu Beginn ungewohnt auf dem Flügel. Er hat auch durch diesen Wechsel nicht den Einfluss aufs Spiel wie üblich.(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Marvin Schulz, linker Flügel, Note 3,5
Spielt zu Beginn ungewohnt auf dem Flügel. Er hat auch durch diesen Wechsel nicht den Einfluss aufs Spiel wie üblich.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Blessing Eleke, Stürmer, Note 4Kommt mit seinen Dribblings selten durch. Legt jedoch toll vor bei der Grosschance für Schürpf (12.).(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Blessing Eleke, Stürmer, Note 4
Kommt mit seinen Dribblings selten durch. Legt jedoch toll vor bei der Grosschance für Schürpf (12.).
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Nicht bewertbar: Shkelqim Demhasaj. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)Nicht bewertbar: Shkelqim Demhasaj.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Bern, 25. Mai 2019)
Nicht bewertbar: Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger, Luzern, 12. Mai 2019)Nicht bewertbar: Christian Schneuwly.
(Bild: Martin Meienberger, Luzern, 12. Mai 2019)
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0:4 gegen YB: Das sind die Noten der FCL-Spieler

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