AUSSCHREITUNGEN: FC Luzern nimmt seine Fans in Schutz

Nach den Ausschreitungen rund um das Spiel YB gegen den FC Luzern (6:1) vom vergangenen Sonntag nimmt der FCL als Verein nun Stellung. Aus seiner Sicht war der Einsatz der Protectas falsch und unverhältnis­mässig.

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FCL-Fans am Sonntag im Berner Stade de Suisse. (Videostill TeleTell)

FCL-Fans am Sonntag im Berner Stade de Suisse. (Videostill TeleTell)

In seiner Medienmitteilung vom Donnerstag Mittag nimmt der Verwaltungsrat der FC Luzern-Innerschweiz AG nach ausführlichen Gesprächen mit Beteiligten und Offiziellen und nach der Konsultation vereinseigener Videoaufnahmen wie folgt Stellung:

«1. Wie von den Verantwortlichen des Stade de Suisse bereits kommuniziert, war der Entscheid das Transparent zu entfernen nicht richtig. Aus Sicht des FC Luzern war die Verhältnismässigkeit des Einsatzes, unter Anwendung von Schlagstöcken der Security Firma nicht gegeben.

Erstens wurden keine Transparente mit Aussagen aufgehängt, die gegen Reglemente und Richtlinien der Swiss Football League verstossen.

Zweitens wurden die besagten Transparente beim Eingang kontrolliert und nicht beanstandet.

Drittens musste bei einem solchen Eingriff mit einer Eskalation der Situation gerechnet werden. Die Fanbegleiter des FC Luzern haben im Vorfeld des Einsatzes auf eine wahrscheinliche Eskalation aufmerksam gemacht. Zu diesem Schluss kommt - nach Sichtung der vereinseigenen Videoaufnahmen - auch Jürg Häfeli, Präsident der Fankommission der Swiss Football League.

Wir begrüssen zwar die kritische Nachbeurteilung der Verantwortlichen des Stade de Suisse, bedauern aber diesen Vorfall mit unnötigen Verletzten ausserordentlich. Der FC Luzern wünscht den Betroffenen gute Genesung.

Es wurde unter den Verantwortlichen des Stade de Suisse, des FC Luzern und der beiden Fanprojekte beschlossen, dass in den nächsten Tagen ein Termin unter Einbezug der Fans vereinbart wird. Ziel dieses Treffens ist, die Sache im direkten Dialog und nicht via Medien zu bereinigen.

2. Der FC Luzern distanziert sich klar zu den Vorfällen die ausserhalb des Stadions während der 2. Halbzeit und nach dem Spiel vorgefallen sind. Auch das Werfen von Gegenständen nach dem Security-Einsatz kann nicht toleriert werden.

Es liegt dem FC Luzern viel daran, in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt weiterhin eine gute Fankultur aufzubauen und zu unterstützten. Umso mehr bedauern wir diesen Vorfall ausserordentlich.»