AUSSCHREITUNGEN: Plakat löst Ausschreitungen aus

Im Fanblock der Anhänger des FC Luzern ist es am Sonntag während des Spiels YB gegen Luzern zu einer Auseinandersetzung gekommen. Ursache war ein Plakat mit dem Slogan «Nein zu Polizeiwillkür».

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Am Rande des Spiels YB-Luzern kam es zu Ausschreitungen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Am Rande des Spiels YB-Luzern kam es zu Ausschreitungen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Augenzeugen berichten, dass etwa zehn Sicherheitskräfte in den Fanblock eingedrungen seien und mit Schlagstöcken um sich geschlagen hätten. Dabei seien auch Nasen blutig geschlagen worden, «und dies vor den Augen von Kindern», meinte ein im Stadion Anwesender. Grund für die Intervention war offenbar ein Plakat, das die FCL-Fans aufgehängt hatten. Dieses wies mit dem Slogan «Nein zu Polizeiwillkür» auf eine Abstimmung hin, für die sie im Kanton Luzern Unterschriften gesammelt hatten. Die Fanclubs wehren sich gegen das so genannte Hooligan-Gesetz.

Charles Beuret, Medienverantwortlicher des Stade de Suisse, bestätigt das «Techtelmechtel», wie er es nennt. «Zwei so genannte Fans wurden aus dem Block rausgenommen. Der Grund ist mir unbekannt», sagt Beuret, gibt aber zu, dass er vom Plakat gehört habe. Der Vorfall sei allerdings nicht gravierend gewesen.

YB-Fans solidarisierten sich
Nach dem Spiel eskalierte die Situation weiter. «Es kam zwischen Fans und der Polizei zu Auseinandersetzungen», sagt Thomas Jauch, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern. Über Details informiere die Polizei heute. Auch Beuret hat diese Vorfälle mitbekommen: «Dabei haben sich YB-Fans mit den Luzernern gegen die Polizei solidarisiert.» Um 19.30 Uhr hatte sich die Lage wieder normalisiert.

Christian Bertschi