Babbel ruft: «Heute gibt es keine Schmerzen»

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Leiden Die Szene sagte viel aus: Mittelfeldkämpfer Hekuran Kryeziu wälzte sich zum Ende der ersten Halbzeit, vom Ball unglücklich in der Rippengegend getroffen, am Boden. Trainer Markus Babbel rief ihm zu: «Heute gibt es keine Schmerzen.» Kryeziu spielte weiter, ging weiterhin genau so resolut in die Zweikämpfe wie davor und trug so massgeblich zum Luzerner Sieg bei.

Trainer Babbel erklärte nach dem Spiel seine Aussage: «In dieser Phase, in der wir stecken, braucht es Willensstärke, um zum Erfolg zurückzukehren. Ein bisschen Schmerzen dürfen da nicht stören», meinte er. «Und Kryeziu hat als defensiver Mittelfeldspieler ein überragendes Spiel gemacht. Es wäre schade für uns gewesen, wenn er wegen Schmerzen hätte ausgewechselt werden müssen.»

Weiter meinte Babbel schmunzelnd: «Ich habe selber in meiner Karriere fünf Spiele ohne Schmerzen gespielt – und die waren alle schlecht. Mit ein bisschen Schmerz ist man fokussierter und konzentrierter. Für den Erfolg muss man auch mal leiden.»

Seine Spieler setzten den Rat des FCL-Trainers um: Kryeziu biss sich über die vollen 90 Minuten durch. (rg)