Basel empfängt heute den FC Luzern

Der FC Basel kann heute seinen Vorsprung an der Spitze der Axpo Super League ausbauen. Der Meister empfängt in der 17. Runde seinen ersten Verfolger Luzern.

Drucken
Teilen
Murat Yakin in Basel (Bild: Keystone)

Murat Yakin in Basel (Bild: Keystone)

Axpo Super League. Noch will der FC Basel nicht an die bevorstehende Aufgabe in der Champions League denken. Manchester United sei noch kein Thema, versicherte Trainer Heiko Vogel fünf Tage vor dem direkten Duell um den Einzug in die Achtelfinals. Der Fokus soll zumindest bis Samstagabend auf die Meisterschaft gerichtet sein. Mit dem siebten Sieg in Folge könnte sich der Leader ein schönes Polster erspielen, sich vorzeitig die Tabellenführung bis Beginn der Rückrunde sichern und nicht zuletzt die Erfolgsserie fortsetzen.

Seit dem 20. August - dem 1:3 in Luzern - ist der FCB in der Meisterschaft ungeschlagen; in der Champions League ging nur eine Partie verloren, am 18. Oktober daheim gegen Sporting Lissabon. Aus der brenzligen Situation letztes Wochenende im Cup in Wil befreiten sich die Basler dank zweier Tore in den letzten sechs Minuten der Verlängerung, was die Moral der Mannschaft noch gestärkt haben dürfte.

Die einzigen negativen Nachwirkungen des Gastspiels in der Ostschweiz sind die Sperren von Goalie Yann Sommer und Genseric Kusunga, die beide die Rote Karte gesehen hatten. Zudem fällt unter anderen Benjamin Huggel aus, der weiterhin eine Wadenverletzung auskuriert. Sommer wird gegen Luzern durch den 34-jährigen Routinier Massimo Colomba ersetzt. Erstmals seit er sich am 24. April einen Kreuzbandriss zuzog, könnte dafür Valentin Stocker wieder auf dem Matchblatt figurieren.

100'000 Zuschauer in zweieinhalb Wochen

Luzerns Coach Murat Yakin hofft, dass die Basler trotz allem den Kopf schon beim Spiel gegen Manchester United haben. Dass die Basler zuletzt so erfolgreich spielten, überrascht den früheren FCB-Abwehrchef nicht: "Sie haben die Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden." Seit dem letzten Zusammentreffen mit den Innerschweizern holte der FC Basel 28 von 30 möglichen Punkte. Luzern hingegen agierte vor allem nach dem Trainerwechsel beim Konkurrenten Mitte Oktober weniger stark und feierte in den letzten fünf Partien nur zwei Siege feierte.

Die Spekulationen um einen Transfer von Yakin ans Rheinknie hatten für Unruhe gesorgt: "Es kam Hektik auf, für die ich nichts konnte", bedauerte der Coach der Innerschweizer: "Ich wollte doch nach vier Monaten nicht schon wieder weg." Bis auf Weiteres dürfte Yakin auch nicht in Basel landen. Vogel überzeugt voll und ganz. Nicht nur die Resultate stimmen, auch der Zuschaueraufmarsch ist beeindruckend. Bis am Freitagnachmittag wurden 29'600 Tickets für die Partie gegen Luzern abgesetzt. Die Heimspiele gegen die Young Boys, Luzern und Manchester United dürften für 100'000 Zuschauer innerhalb von zweieinhalb Wochen sorgen. (Si)

Murat Yakin in Basel (Bild: Keystone)

Murat Yakin in Basel (Bild: Keystone)