Basel ist Meister – Luzerns Träume dahin

Der FC Basel ist zum 14. Mal Schweizer Fussballmeister. Im eigenen Stadion gewannen die Basler gegen Luzern diskussionslos mit 3:0. Damit sind die Europa-League-Träume von Luzern dahin.

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Gebremst: Luzerns Burim Kukeli gegen Basels Jacques Zoua. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Gebremst: Luzerns Burim Kukeli gegen Basels Jacques Zoua. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Schlussendlich kam gegen Luzern alles so, wie es vor Spielbeginn zu erwarten gewesen war. Der grosse Favorit Basel hielt dem Druck stand, brachte die drei benötigten Punkte ins Trockene und konnte zur grossen Meisterschaftsfeier ansetzen. Die Gäste aus der Innerschweiz waren nicht in der Lage, die selbstbewussten und stilsicheren Basler ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Sie agierten in ihrem letzten Spiel unter Interimstrainer Christian Brand so, wie sie die gesamte Rückrunde absolviert hatten. Ohne Biss, ohne Überzeugung und ohne Charakter.

Michel Renggli (links) will Gilles Yapi bremsen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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Torhüter Franco Costanzo feiert den Titelgewinn. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
FCL-Fans äussern sich auf ihre Art. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Jacques Zoua im Duell mit Burim Kukeli. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Alex Frei trifft in der 6. Minute zum 1:0... (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
... und setzt zum Jubel an. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Auch die Mitspieler feiern das 27. Saisontor von Alex Frei. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Nico Siegrist (links) im Duell mit Gilles Yapi. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Die Basler jubeln nach dem dritten Treffer. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
David Zibung (links) im Gespräch mit Nelson Ferreira. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Jacques Zoua trifft mit dem Kopf... (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
...zum 3:0. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Enttäuschte Luzerner nach dem 2:0: Puljic, Renggli und Yakin (von links). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Die Luzerner Nelson Ferreira (links) und Nico Siegrist nehmen Behrang Safari ins Sandwich. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Luzerns Hakan Yakin. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Beg Ferati (links) hält Burim Kukeli zurück. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Alex Frei, getroffen am Knöchel. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Frei hilft Hakan Yakin nach einem Foul, wieder auf die Beine zu kommen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Alex Frei (rechts) enteilt Tomislav Puljic. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Torhüter Franco Costanzo feiert den Titelgewinn. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Michel Renggli (links) will Gilles Yapi bremsen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Gastgeber FCB hatte das Spiel mit einem druckvollen Beginn früh in die gewünschte Richtung gelenkt. Er wollte ein erneutes Scheitern in der letzten Runde wie 2006 und 2007, als er beide Male vom FC Zürich noch auf der Zielgeraden abgefangen worden war, mit aller Macht verhindern. Bereits nach etwas mehr als fünf Minuten konnte Torschützenkönig Frei seinen 27. Saisontreffer feiern. Jacques Zoua war auf der linken Seite von Behrang Safari steil lanciert worden, der junge Janko Pacar vermochte den Basler nicht an der flachen Hereingabe zu hindern und Frei brauchte aus drei Metern nur noch einzuschieben. Beruhigend dann die Treffer 2 und 3 kurz vor und nach der Pause: Sekunden vor dem Seitenwechsel nahm Xherdan Shaqiri nach einer schnellen Körperfinte gegen Tomislav Puljic Mass und traf aus 18 Metern präzise in die tiefe rechte Ecke. In der 54. Minute schliesslich revanchierte sich Frei für den Pass zum 1:0 und bediente Zoua mit einem Cornerball, den dieser mit dem Kopf sicher zum 3:0 einnickte.

Der Rest war Schaulaufen durch den FCB, der seinen 14. Meistertitel mit den beinahe 38 000 begeisterten Fans in aller Ruhe zelebrieren konnte. Der klare Vorsprung ermöglichte es den Baslern in den Schlussminuten auch noch, ihren verdienstvollen Goalie Franco Costanzo mit einer Standing Ovation zu verabschieden. Der wegziehende Argentinier wurde in der 88. Minute durch seinen Nachfolger Yann Sommer ersetzt. Wintermeister Luzern musste sich bei der anschliessenden Pokalübergabe auf dem grünen Rasen mit Spalierstehen begnügen.

Für Luzern endet die Saison auf Rang 6, vorbei sind die Europa League Träume.

si/rem

Basel - Luzern 3:0 (2:0)

St. Jakob-Park. - 37 500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Busacca. - Tore: 6. Frei (Zoua) 1:0. 44. Shaqiri (Flachschuss) 2:0. 54. Zoua (Corner Frei) 3:0.

Basel: Costanzo (88. Sommer); Abraham, Ferati, Safari; Granit Xhaka, Yapi (85. Cabral); Steinhöfer, Shaqiri (76. Chipperfield), Zoua; Streller, Frei.

Luzern: Zibung; Lambert, Veskovac, Puljic, Urtic (62. Fanger); Renggli, Kukeli; Pacar (64. Zverotic), Yakin, Ferreira; Siegrist (85. Ianu).

Bemerkungen: Basel ohne Dragovic, Huggel (beide gesperrt), Stocker und Wieser (beide verletzt). Luzern ohne Gygax (gesperrt), Bento, Kibebe, Luqmon, Lustenberger, Paiva, Prager und Sorgic (alle verletzt). Abschiedsspiel von Goalie Costanzo und Ferati beim FCB, sowie von Zverotic beim FCL. Verwarnungen: 41. Kukeli (Foul), 51. Puljic (Foul), 53. Urtic (Foul).