BASEL – LUZERN 1:0: Bittere Niederlage für tapfere Luzerner

Der FC Luzern kommt weiterhin nicht vom Fleck und musste gegen den enttäuschenden Leader Basel eine weitere Niederlage einstecken – die vierte in den letzten fünf Spielen. Das einzige Tor der Partie fiel durch einen mehr als umstrittenen Handspenalty.

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Costanzo (unten) und Majstorovic (links) klären vor Lustrinelli. (Bild Keystone)

Costanzo (unten) und Majstorovic (links) klären vor Lustrinelli. (Bild Keystone)

Der symbolische Ankick durch den in Basel in Gefangenschaft steckenden Bruder Fritschi brachte den Luzernern kein Glück, denn es sollte einmal mehr ein bitterer Abend für die Zentralschweizer werden. Wie in den vergangenen Partien galt auch dieses Mal das Fazit: gut gespielt und dennoch verloren. Denn über das ganze Spiel gesehen war der FC Luzern die bessere und auch gefährlichere Mannschaft. Leader Basel dagegen enttäuschte schwer.

Das Unglück der Tüchtigen
Viel zu reden gab nach dem Spiel eine Szene in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Ivan Ergic schoss im Luzerner Strafraum Verteidiger Roland Schwegler an. Dessen Arm schien bei der Ballberührung eng am Körper anliegend zu sein, trotzdem zeigte Schiedsrichter Daniel Wermelinger auf den Elfmeterpunkt – wohl ein Fehlentscheid. Der Basler Abwehrhüne Daniel Majstorovic liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Penalty souverän zum 1:0 im Netz. Es war gleichzeitig die frühe Entscheidung in einer Partie, die an Höhepunkten und spielerischer Klasse enttäuschend arm war. Zuvor und auch danach war von der Basler Offensive bis auf den Schuss von Reto Zanni nach 77 Minuten nichts zu sehen – die drei Punkte deshalb mehr als eine reiche Belohnung für den bescheidenen Auftritt des Leaders.

Torchancen für Luzern – Punkte für Basel
Die Luzerner ihrerseits traten vor über 20 000 Zuschauern im Basler Joggeli überraschend selbstbewusst und engagiert auf. In den ersten 45 Minuten kamen sie - im Gegensatz zum Leader, der in dieser Zeit kein einziges Mal zum Torschuss kam - zu vier klaren Torchancen, doch El Idrissi (14.), zweimal der starke Chiumento (38./ 40.) und auch Lustrinelli (42.) verpassten es, die verdiente Luzerner Führung zu erzielen. Es fehlte einmal mehr die entscheidende Coolness, die letzte Überzeugung im Abschluss. Unglück und Unvermögen scheinen den Luzerner Fussballern derzeit an den Schuhsohlen zu kleben - das Glück der Tüchtigen in weiter Ferne zu liegen. Der FC Luzern ist definitiv angekommen – im Kampf gegen den Abstieg.

Gusti Gretener / Zisch

Basel - Luzern 1:0 (1:0)
St.-Jakob-Park. - 20 331 Zuschauer. - SR Wermelinger. - Tor: 45. Majstorovic (Handspenalty) 1:0.

Basel: Costanzo; Zanni, Majstorovic, Marque, Nakata; Ba; Carlitos, Huggel, Ergic, Stocker (61. Derdiyok); Eduardo (70. Frei).

Luzern: Zibung; Schwegler, Veskovac, Diarra (88. Bader), Lustenberger; Seoane; El Idrissi, Chiumiento, Bättig (63. Wiss), Kukeli (84. Sharbini); Lustrinelli.

Bemerkungen:
Basel ohne Cabral, Chipperfield, Degen, Perovic und Streller (alle verletzt). Luzern ohne Tchouga und Shi Jun (beide verletzt). Verwarnungen: 40. Schwegler (Hands), 76. Diarra (Foul), 93. Costanzo (Unsportlichkeit).