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Beim FC Luzern passt nur der erste Anzug

Die Kolumne von Roland Schwegler zum Cup-Spiel zwischen dem FC Kriens und dem FC Luzern.
Roland Schwegler
Roland Schwegler (35) ist FCL-Kolumnist unserer Zeitung. Mit GC wurde der Verteidiger 2001 und 2003 Meister. Von 2007 bis 2010 spielte der Seetaler für den FC Luzern. (Bild: Archiv LZ)

Roland Schwegler (35) ist FCL-Kolumnist unserer Zeitung. Mit GC wurde der Verteidiger 2001 und 2003 Meister. Von 2007 bis 2010 spielte der Seetaler für den FC Luzern. (Bild: Archiv LZ)

Im Cup-Derby gegen den SC Kriens hat sich der FC Luzern vor allem in der ersten Halbzeit schwergetan. Der Spielaufbau war zu langsam. Ein Oberklassiger muss sofort den physischen Vorteil nutzen und das Spiel schnell machen.

Tempo hat der FCL erst in der zweiten Halbzeit gemacht. Die Mannschaft von Markus Babbel hat gegen sehr gute Krienser, die alles in die Waagschale geworfen haben, einen Gang nach oben geschaltet.

Am Schluss lautete das Resultat 1:0 für den Super-League-Verein. Egal, wie die Partie verlief, am Ende zählt nur das Weiterkommen im Cup.

Dass ein Match gegen Unterklassige unangenehm sein kann, hat selbst der FC Basel in Wettswil-Bonstetten zu spüren bekommen. Nur 2:0 siegte der FCB gegen den 1.-Liga-Klub. Als Trainer des FC Linth aus der 2. Liga interregional durfte ich am Samstag von der Seitenlinie miterleben, wie meine Mannschaft den FC Wohlen aus der Challenge League 4:0 bezwang.

Ich gebe zu, ich hätte mir den FC Luzern als Gegner in der nächsten Cuprunde gewünscht. Wir haben den FC St. Gallen zugelost erhalten, damit kann ich auch leben.

Zurück zur Analyse des FCL: Nach den ersten vier Meisterschaftsrunden darf ich feststellen, dass der erste Anzug passt. Das heisst: Wenn die Luzerner Glück haben und von Verletzungen der besten Spieler verschont bleiben, dann ist für den FCL selbst nach dem grossen Umbruch ein Platz in der oberen Tabellenhälfte möglich.

Muss das Babbel-Team öfter mit dem zweiten Anzug antreten, dann sehe ich ähnliche Schwierigkeiten wie im Cupfight gegen Kriens. Einige junge Spieler sind noch nicht so weit, um erfahrene Leute zu ersetzen. Ausserdem müssen die offensiven Neuzugänge Il-Gwan Jong und Daniel Follonier ihren Platz im Team erst noch finden und sich einspielen.

Dafür gefallen mir zwei neue Verteidiger: Christian Schwegler ist ein echter Leader. Marvin Schulz hat eine gute Technik, seine Pässe sind aber riskant.

Ex-Profi Roland Schwegler (35) ist der FCL- Kolumnist unserer Zeitung. Mit GC wurde der Verteidiger 2001 und 2003 Meister. Von 2007 bis 2010 spielte der gebürtige Seetaler für den FC Luzern. Mit FCL-Spieler Christian Schwegler ist er nicht verwandt.

Roland Schwegler

sport@luzernerzeitung.ch

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