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Kolumne

Beim FCL ist die Zeit der Alibis vorbei

Ex-Profi Roland Schwegler über die Aufbruchstimmung beim FC Luzern.
Roland Schwegler
Roland Schwegler. (Bild: PD)

Roland Schwegler. (Bild: PD)

Vor nicht allzu langer Zeit hätte es am letzten Sonntag beim FC Luzern geheissen: «Heute ist das Wetter zu warm.» Diese Einstellung habe ich in meiner Zeit auf der Allmend selber erlebt. Doch so hätte die Mannschaft von Gerardo Seoane diese Willensleistung gegen den FC Zürich nie und nimmer bis zur 93. Minute durchziehen können. Das wunderschöne Last-Second-Tor von Simon Grether zum 2:1-Sieg wäre nicht möglich gewesen.

Die Topeinstellung der Luzerner bestätigte Passgeber Shkelqim Demhasaj nach dem Match. Er hatte zehn Minuten vor Grethers Sonntagsschuss bereits ein korrektes Tor erzielt, wurde aber vom Schiedsrichter fälschlicherweise im Abseits zurückgepfiffen. Seine Reaktion: «Jetzt erst recht, die Zürcher sind platt, gegen die schiessen wir das Siegtor in der Schlussphase doch noch!»

Die Zeit der Alibis in Luzern ist mit Trainer Gerardo Seoane zu Ende. Er jammert nicht, er schweisst seine Mannschaft zu einer Einheit, die gemeinsam spielt, läuft und kämpft. Das ist echte Gewinner-Mentalität, so kann eine Mannschaft etwas erreichen. Auch in der nächsten Saison. Die Weichen sollen mit einem neuen Zweijahresvertrag für den Führungsspieler Hekuran Kryeziu definitiv gestellt werden.

Der FCL darf am Samstag vor über 31'000 Zuschauern im bis auf den letzten Platz gefüllten Stade de Suisse in Bern antreten. Dann wird Kryeziu, der bei den einzigen zwei Niederlagen unter Seoane verletzt war, gesperrt sein. Meiner Meinung nach wird die Meisterparty der Young Boys so oder so nicht aufzuhalten sein. Die Berner sind in dieser Saison zu gut. Auch für den FCL, der im Jahr 2018 enorme Fortschritte erzielt hat – und als junges Team weiterhin wachsen wird. Davon bin ich überzeugt.

Nicht zuletzt dank Erfahrungen vor einer fantastischen Kulisse wie gegen den designierten Meister. Die Luzerner werden 90 Minuten mit aller Kraft dagegenhalten und bis zum Schlusspfiff kämpfen anstatt Ausreden zu suchen.

Roland Schwegler

sport@luzernerzeitung.ch

Ex-Profi Roland Schwegler (36) ist FCL-Kolumnist unserer Zeitung. Mit GC wurde der Verteidiger 2001 und 2003 Meister. Von 2007 bis 2010 spielte der gebürtige Seetaler für den FC Luzern. Mit FCL-Spieler Christian Schwegler ist er nicht verwandt.

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