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Ruben Vargas, das Talent mit Ladehemmungen

Luzern braucht am Samstag (19.00) gegen Lugano im dritten Spiel unbedingt seine ersten Punkte. Dazu sind auch Tore nötig. Offensivtalent Ruben Vargas verspricht, dass er bald trifft – zudem dürfte Neuzugang Blessing Eleke bereits spielen.
Raphael Gutzwiller
Ruben Vargas (rechts) im Duell gegen den St. Galler Silvan Hefti. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 2. April 2018))

Ruben Vargas (rechts) im Duell gegen den St. Galler Silvan Hefti. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 2. April 2018))

Ruben Vargas nimmt den Ball mit seinem linken Fuss an, zieht in Manier eines Arjen Robben in die Mitte und haut den Ball mit seinem rechten starken Fuss in die Maschen. «Er kann es ja», würde sich manch ein Luzern-Fan in jener Szene im Donnerstag-Training des FC Luzern denken.

Ruben Vargas, der 19-Jährige aus Adligenswil, ist das grosse Offensivtalent beim FC Luzern. Er hat aber Ladehemmungen seit er bei den Profis spielt. Immer wieder zeigt er gute Ansätze, kommt zu einigen Möglichkeiten, das Toreschiessen ist aber noch nicht seine grosse Stärke. In 21 Ligaspielen in der Super League hat er erst ein einziges Mal getroffen: Im April erzielte er im Heimspiel gegen den FC St. Gallen das letzte Tor zum 3:0-Sieg.

Vargas: «Ich werde nicht nervös»

Seit René Weiler die Mannschaft zum Saisonstart übernommen hat, spielte Vargas jede Minute, getroffen hat er aber bei keiner der Niederlagen gegen Xamax (0:2) und Thun (1:2). Im Startspiel gegen Xamax vergab er zwei aussichtsreiche Torchancen. «Ich versuche, nicht nervös zu werden», sagt Vargas angesprochen auf seine Ladehemmung. «Natürlich ist es mein Ziel möglichst in jedem Spiel ein Tor zu erzielen, bisher hat es in dieser Saison aber nicht geklappt. Doch ich bleibe optimistisch, irgendwann treffe ich. Dazu braucht es manchmal auch etwas Glück.»

Trainer René Weiler sagt über sein junges Offensivtalent: «Ruben hat grosses Potenzial, aber es gibt sicher Dinge, die er noch verbessern muss: etwa der erste Kontakt, sowie die Ruhe vor dem gegnerischen Goal.»

Dabei galt Vargas bei den FCL-Junioren stets als Goalgetter. In der U21 in der 1. Liga hatte der Adligenswiler in 25 Spielen 17 -mal getroffen. «Die Gegenspieler in der Super League sind aber ein bisschen besser als noch in der 1. Liga», sagt der ruhige Schweiz-Dominikaner mit einem Lächeln. Schon Weilers Vor-Vorgänger Markus Babbel hatte einst über Vargas geschwärmt: «Der Junge weiss ganz genau, wo das Tor steht, das zeigt er immer wieder in den Trainings.»

Tore und Punkte wären im Moment auch in den Meisterschaftsspielen bitternötig für den FCL. In dieser Saison warten die Innerschweizer noch auf die ersten Punkte. Auch gegen Lugano dürfte es kein einfaches Spiel werden, der leichtfüssige Vargas warnt vor der Robustheit Luganos.

Ob er morgen wieder von Beginn an spielen darf, ist noch offen. Denn der Adligenswiler erhält neue Konkurrenz: Neuzugang Blessing Eleke ist gegen Lugano spielberechtigt. Seit Dienstagabend hat der 22-jährige Nigerianer die Arbeitsbestätigung, seit Mittwoch trainiert er mit der Mannschaft. «Viel kann ich zu ihm noch nicht sagen», meint Trainer Weiler. «Er ist aber gut in der Mannschaft aufgenommen worden.» Ob Eleke gleich in der Startelf – etwa im Sturmzentrum oder auf dem Flügel – zum Einsatz kommt, wollte Weiler noch nicht verraten. «Es gibt Argumente dafür, ihn gleich zu bringen, was sicher auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Nach so einer kurzen Zeit im Training ist es schwer abzuschätzen, was wir von ihm erwarten können. Genau so gibt es aber auch Argumente, die dafür sprechen, ihn von der Bank zu seinem ersten Einsatz zu bringen.» Blessing Eleke selber darf noch keine Interviews geben. Derweil sagt sein Offensivkollege Ruben Vargas: «Natürlich hoffen wir, dass er bei uns in der Mannschaft etwas bewirken kann.»

Viele Abwesende, happiges Programm

In der Offensive fehlen Tore, in der Defensive Innenverteidiger. Nur Yannick Schmid und Lucas Alves sind auf dieser Position derzeit fit. Die Verletzenliste in der Abwehr ist mit Lazar Cirkovic, Marvin Schulz, Stefan Knezevic, Claudio Lustenberger und nun auch Olivier Custodio lang. «Wir trainieren seit Wochen nur mit 15, 16 Feldspielern, das ist nicht optimal», sagt René Weiler. Optimal ist es auch nicht, weil auf den FCL englische Wochen warten: Nach dem Duell mit Lugano trifft man am Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation auf Olympiakos Piräus, bevor der Schweizer Meister Young Boys wartet. Weiler: «Wir wollen uns nicht beklagen , sondern versuchen das Beste rauszuholen.»

Der junge Ruben Vargas freut sich derweil bereits auf die europäischen Duelle mit dem griechischen Rekordmeister: «Das ist eine tolle Herausforderung, die wir uns verdient haben.» Sorgen um die grosse Belastung für das derzeit kleine FCL-Profikader, hat Vargas nicht: «Wir sind ein junges Team und fit genug. Zudem werden unsere Physiotherapeuten schauen, dass wir bereit sind.» Zuerst lege er seinen Fokus aber ganz auf die Partie gegen Lugano. Vargas: «Wir wollen den ersten Sieg unbedingt.»

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