BELLINZONA – LUZERN 2:2: FCL mit nur einem Punktgewinn – zu wenig

Auch im vierten Spiel in Folge blieb der FC Luzern ohne Sieg. Beim Aufsteiger, der AC Bellinzona, holte das Team von Trainer Ciriaco Sforza ein 2:2-Remis. Zu wenig im Abstiegskampf.

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Kopfball von Bellinzonas Mauro Lustrinelli (links) vor dem Luzerner Goalie David Zibung. (Bild Keystone)

Kopfball von Bellinzonas Mauro Lustrinelli (links) vor dem Luzerner Goalie David Zibung. (Bild Keystone)

Für jeden Fan des FC Luzern war der Saisonstart mit drei Niederlagen in Serie (Vaduz, Zürich und Xamax) ein «Stich ins Herz». «Doch WIR kämpfen», so lautete der Tenor der wiederum zahlreich erschienen Supporter (rund 500 Fans) im Stadion Comunale. Was folgen musste, war eine Reaktion, auf die zuletzt enttäuschenden Leistungen der Blauweissen. Und diese kam nur halbwegs.

Verdiente Führung zur Pause
Dank Treffern von Davide Chiumiento (4., Foulpenalty) und Jacopo Ravasi (30., herrliches Kopfballtor auf Zuspiel von Chiumiento) führte Luzern gegen einen erschreckend schwachen Aufsteiger Bellinzona verdient, aber zu knapp mit 2:0. Bereits zur Pause hätte der Gast aus der Leuchtenstadt, aufgrund der Spieldominanz und eines klaren Chancenplus, höher in Führung liegen müssen. Von den Südschweizer war nichts zu sehen. Sie blieben während der gesamten ersten 45 Minuten blass und ideenlos. Einzig der Ex-Luzerner Mauro Lustrinelli und Gürkan Sermeter hatten noch die besten Tormöglichkeiten für das Team von Trainer Marco Schällibaum. Beide scheiterten in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs am starken FCL-Goalie Dave Zibung.

Bellinzona mit Reaktion
Nach dem Seitenwechsel zeigte der Aufsteiger eine klare Leistungssteigerung und kam durch Lustrinelli (61.) und Jocelyn Roux (65.) zu ausgezeichneten Tormöglichkeiten. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Anschlusstreffer fallen würde. In der 75. Minute durften dann die Tessiner jubeln. Andrea Conti erzielte mittels eines unhaltbaren Freistosstreffers das 1:2. Bellinzona drückte nun vehement auf den Ausgleich. Shkelzen Gashi (85.) scheiterte nur knapp vor Zibung. Von Luzern war nichts mehr zu sehen. Ein Leistungsabfall, völlig unerklärlich nach der überzeugenden ersten Halbzeit. Sie waren zu passiv und wurden dafür auch prompt bestraft. Sie hatten zu früh mit Fussballspielen aufgehört. In der Nachspielzeit skorte Lustrinelli zum 2:2-Remis. Verdient, so muss man es sagen. Luzern hat sich nicht mehr als diesen einen Zähler verdient. Zuwenig. Wer in der Axpo Super League bleiben will, muss gegen diesen Aufsteiger, dessen Mittel doch eher bescheiden waren, siegen.

Am nächsten Samstag (17.45 Uhr Brügglifeld) wartet mit Aarau der Leader auf die Luzerner. Eine alles andere als einfache Aufgabe.

Aus Bellinzona: Michael Wyss / Zisch

Bellinzona - Luzern 2:2 (0:2).
Comunale. - 4287 Zuschauer. - SR Zimmermann. - Tore: 4. Chiumiento (Foulpenalty) 0:1. 29. Ravasi 0:2. 75. Conti 1:2. 93. Lustrinelli 2:2.

Bellinzona:
Gritti; Belotti (63. Siqueira-Barras), Mangiarratti, La Rocca, Bernardet; Sermeter, Wahab, Rivera (46. Roux), Gashi; Lustrinelli, Neri (63. Conti). 

Luzern:
Zibung; Lambert, Veskovac (55. Schwegler), Seoane, Lustenberger; Wiss, Renggli; Ferreira, Gajic (57. Mesbah), Chiumiento; Ravasi (87. Schirinzi). 

Bemerkungen:
Bellinzona ohne Miccolis, Di Zenzo (beide verletzt), Kalu (nicht spielberechtigt) und Ferrazza (nicht im Aufgebot). Luzern ohne Diarra, Kukeli, Pacar, Tchouga und Zverotic (alle verletzt).
Verwarnungen: 80. Wahab (Reklamieren). 91. Roux. 91. Seoane (beide Unsportlichkeit).