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Leserdebatte

«Wollte so nicht mehr weitermachen»: Christian Schneuwly erklärt Vertragsauflösung beim FC Luzern

Der letztjährige Captain Christian Schneuwly verlässt den FC Luzern überraschend. Jetzt erklärt er warum.
Raphael Gutzwiller, Tórshavn
Wohin führt sein Weg? Beim FC Luzern schliesst sich das Kapitel Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Wohin führt sein Weg? Beim FC Luzern schliesst sich das Kapitel Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Der FC Luzern weilt derzeit in Tórshavn. Nicht mit dabei ist Christian Schneuwly. Der letztjährige FCL-Captain hat mit dem FC Luzern den Vertrag aufgelöst, er wäre noch ein Jahr gelaufen. Während beim FC Luzern auf den Färöer-Inseln niemand Stellung nehmen will, spricht Christian Schneuwly per Telefon über seinen Abgang.

Warum haben Sie den Vertrag beim FC Luzern aufgelöst?

Schliesslich musste ich feststellen, dass die Vorstellungen des FC Luzern und meine sich widersprochen habe. Ende Rückrunde bin ich schon nicht mehr oft zum Zug gekommen, da habe ich Gespräche mit Sportchef Remo Meyer gesucht. Es hiess, dass ich in dieser Saison wohl weniger Spielzeit haben würde. Dennoch wollte ich den Weg mit dem FCL weitergehen und weiterhin das Team als Captain anführen. Darum wollte ich den Vertrag verlängern.

Was hat sich nun verändert?

Leider wollte der FCL den Vertrag noch nicht verlängern, weshalb ich mir Gedanken machen musste. Dabei geht es auch um meine Zukunft. Ich habe mein Captainamt zur Verfügung gestellt, weil ich durch diese Situation nicht mehr Captain sein wollte. Ich habe in den 3,5 Jahren, die ich hier war, ausser wenn ich verletzt war immer gespielt, darum wäre ich auch gerne länger geblieben. Aber nachdem sich nichts Langfristiges ergeben hatte, habe ich nach den ersten Spielen in dieser Saison gespürt, dass es für mich so nicht mehr passt und ich einen Schlussstrich ziehen muss.

Es ist im Fussballgeschäft ziemlich ungewöhnlich, dass man einen laufenden Vertrag bei offenem Transferfenster auflöst. Wie kam es dazu?

Ich habe wegen dieser Situation das Gespräch mit Remo Meyer gesucht. Ich wollte lieber gleich ehrlich sein, als hinter dem Rücken des FCL nach einem anderen Verein zu suchen. Dann haben wir entschieden, den Vertrag aufzulösen. Dabei muss ich auch an mein Alter mit 31 Jahren denken. Wenn ich jetzt eine Saison auf der Bank sitzen würde, wäre es schwierig gewesen, wieder einen guten Verein zu finden.

Wissen Sie schon, wohin Sie wechseln?

Nein, noch nicht. Ich habe mich bisher noch nicht damit befasst und zunächst einmal das Kapitel Luzern abschliessen wollen. Wir werden aber jetzt natürlich den Markt sondieren und nach einem neuen Verein schauen.

Möglich wären etwa der FC Thun, Neuchâtel Xamax oder der FC Aarau, bei dem auch ihr Bruder Marco spielt.

Zunächst muss ich mal schauen, wohin es gehen könnte. Ich möchte nun sicher nichts bereits ausschliessen, klar ist aber auch, dass ich etwas in der Schweiz möchte. Ich suche einen Verein, bei dem ich eine wichtige Rolle einnehmen und etwas bewegen kann. Denn ich möchte noch lang weiterspielen und bin noch weit weg vom Karriereende. Ich bin mir sicher, dass sich für mich eine gute Lösung ergeben wird.

Sein letzter Einsatz für den FC Luzern: Beim 0:0 gegen den FC Zürich wird Christian Schneuwly in der 75. Minute eingewechselt. (Bild: Martin Meienberger, Luzern, 28. Juli 2019)Sein letzter Einsatz für den FC Luzern: Beim 0:0 gegen den FC Zürich wird Christian Schneuwly in der 75. Minute eingewechselt. (Bild: Martin Meienberger, Luzern, 28. Juli 2019)
Christian Schneuwly jubelt für den FC Luzern. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Luzern, 25. Juli 2019)Christian Schneuwly jubelt für den FC Luzern. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Luzern, 25. Juli 2019)
Traf gegen Klaksvik in der Nachspielzeit: Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Luzern, 25. Juli 2019)Traf gegen Klaksvik in der Nachspielzeit: Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Luzern, 25. Juli 2019)
Traf gegen Klaksvik in der Nachspielzeit: Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Luzern, 25. Juli 2019)Traf gegen Klaksvik in der Nachspielzeit: Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Luzern, 25. Juli 2019)
FCL-Trainer Thomas Häberli zeigt Christian Schneuwly, wo er zu stehen hat. (Bild: Martin Meienberger, St. Gallen, 20. Juli 2019)FCL-Trainer Thomas Häberli zeigt Christian Schneuwly, wo er zu stehen hat. (Bild: Martin Meienberger, St. Gallen, 20. Juli 2019)
Christian Schneuwly trauert einer verpassten Chance nach. (Bild: Jean-Christophe Bott / Keystone, Sion, 7. April 2019)Christian Schneuwly trauert einer verpassten Chance nach. (Bild: Jean-Christophe Bott / Keystone, Sion, 7. April 2019)
Sohn Nico gratuliert Christian Schneuwly zum Tor zum 2:0 im Spiel gegen den St. Gallen. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Luzern, 10. März 2019)Sohn Nico gratuliert Christian Schneuwly zum Tor zum 2:0 im Spiel gegen den St. Gallen. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Luzern, 10. März 2019)
Trug die Captainbinde für den verletzten Claudio Lustenberger: Christian Schneuwly. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Luzern, 30. September 2018)Trug die Captainbinde für den verletzten Claudio Lustenberger: Christian Schneuwly. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Luzern, 30. September 2018)
Christian Schneuwlys Jubel, zusammen mit Simon Greter. (Bild: Walter Bieri / Keystone, Zürich, 11. Februar 2018)Christian Schneuwlys Jubel, zusammen mit Simon Greter. (Bild: Walter Bieri / Keystone, Zürich, 11. Februar 2018)
Christian Schneuwly (links) foult seinen Bruder Marco, der bei Sion spielte. (Bild: Jean-Christophe Bott / Keystone, Sion, 20. August 2017)Christian Schneuwly (links) foult seinen Bruder Marco, der bei Sion spielte. (Bild: Jean-Christophe Bott / Keystone, Sion, 20. August 2017)
Luzerns Christian Schneuwly beteiligt sich in einer Rudelbildung nach dem 2:2 im Spiel FC Luzern gegen Grasshoppers. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 6. August 2017)Luzerns Christian Schneuwly beteiligt sich in einer Rudelbildung nach dem 2:2 im Spiel FC Luzern gegen Grasshoppers. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 6. August 2017)
Christian Schneuwly bejubelt das 3:0 gegen den FC St. Gallen. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 23. Oktober 2016)Christian Schneuwly bejubelt das 3:0 gegen den FC St. Gallen. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 23. Oktober 2016)
Christian Schneuwly posiert für unseren Fotografen in der Swissporarena. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 19. August 2016)Christian Schneuwly posiert für unseren Fotografen in der Swissporarena. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 19. August 2016)
Christian Schneuwly (links) zusammen mit Bruder Marco beim Jassen auf der Fahrt im Zug nach Sassuolo. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, 3. August 2016Christian Schneuwly (links) zusammen mit Bruder Marco beim Jassen auf der Fahrt im Zug nach Sassuolo. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, 3. August 2016
Mitte Januar verpflichtete der FC Luzern Christian Schneuwly, hier im Trainingslager in Marbella. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Mitte Januar verpflichtete der FC Luzern Christian Schneuwly, hier im Trainingslager in Marbella. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Spielten einst beim FC Luzern zusammen: Christian Schneuwly (links) und sein Bruder Marco. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)Spielten einst beim FC Luzern zusammen: Christian Schneuwly (links) und sein Bruder Marco. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
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Christian Schneuwly beim FC Luzern

Remo Meyer spricht derweil nicht über den Schneuwly-Abgang sagt lediglich:

«Christian hat uns klare Signale gegeben, dass er den Verein schnellstmöglich auf eigenen Wunsch verlassen möchte. Auch wenn wir diesen Entscheid bedauern, werden wir ihn so akzeptieren.»

Auf Instagram postet Schneuwly dieses Bild und nimmt Abschied:

In den bisherigen drei Spielen schoss Schneuwly zwei Tore. Gegen Zürich am vergangenen Sonntag wurde er in der 75. Minute eingewechselt – nun ist also seine Zeit beim FC Luzern vorbei. Im Winter 2016 kam er von Zürich in die Innerschweiz und absolvierte seither 138 Spiele für den FCL.

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