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FCL-Spieler versöhnen sich mit den Fans

Der FC Luzern setzt sich im umkämpften Cupspiel gegen den FC Wohlen erst in der zweiten Halbzeit durch, dann aber deutlich mit 4:0.
Daniel Wyrsch aus Wohlen
FCL-Captain Pascal Schürpf (rechts) im Duell mit Wohlens Stefano Gehri.Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wohlen, 15. September 2019)

FCL-Captain Pascal Schürpf (rechts) im Duell mit Wohlens Stefano Gehri.Bild: Urs Flüeler/Keystone (Wohlen, 15. September 2019)

Die Anspannung der Luzerner Spieler und ihrer rund 500 Anhänger entlud sich erst in den Schlussminuten dieses umkämpften Cupfights. Nachdem Francesco Margiotta in der 75. Minute auf Pass von Pascal Schürpf zum 2:0 ­erhöht hatte, köpfelte Schürpf in der 83. Minute eine Cornerflanke von Margiotta zum 3:0 ins Tor des FC Wohlen. Der Captain liess sich feiern. Die Fans sangen das Schürpf-Lied in der ganz frischen «Capitano, Capitano»-Version.

Der Luzerner Pascal Schürpf (rechts) kommt vor Stefano Geri von Wohlen an den Ball. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Der Luzerner Pascal Schürpf (rechts) kommt vor Stefano Geri von Wohlen an den Ball. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
Der Luzerner Simon Grether (Mitte) im Zweikampf gegen Nicolas Künzli von Wohlen. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Der Luzerner Simon Grether (Mitte) im Zweikampf gegen Nicolas Künzli von Wohlen. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
Der Luzerner Pascal Schürpf (links) zieht an Stefano Geri von Wohlen vorbei. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Der Luzerner Pascal Schürpf (links) zieht an Stefano Geri von Wohlen vorbei. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
Die Luzerner Francesco Margiotta (links) und Idriz Voca feiern das zweite Tor. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Die Luzerner Francesco Margiotta (links) und Idriz Voca feiern das zweite Tor. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
Luzerns Trainer Thomas Häberli. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Luzerns Trainer Thomas Häberli. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
Und auch die Luzerner Spieler Ibrahima Ndiaye (links) und Otar Kakabadze freuen sich über das zweite Tor. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Und auch die Luzerner Spieler Ibrahima Ndiaye (links) und Otar Kakabadze freuen sich über das zweite Tor. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
Der Luzerner Ibrahima Ndiaya hält Davide Giampavon Wohlen auf Abstand. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)Der Luzerner Ibrahima Ndiaya hält Davide Giampavon Wohlen auf Abstand. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
In seinem Tor landete am Sonntag kein Fussball: Der Luzerner Torhüter Maurus Müller von Luzern. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)In seinem Tor landete am Sonntag kein Fussball: Der Luzerner Torhüter Maurus Müller von Luzern. Bild: Keystone/Urs Flüeler (Wohlen, 15. September 2019)
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Der FCL gewinnt gegen Wohlen

Diese Jubelfeier bedeutete eine Art Versöhnung zwischen Team und Fans. Hintergrund: Vor knapp einem Monat in der 1. Cup-Runde bei Calcio Kreuzlingen (2:0-Sieg) war es zu Handlungen einzelner sogenannter Anhänger gekommen, die man auf Fussballplätzen nicht sehen will. Sie begossen Pascal Schürpf und andere FCL-Angreifer mit Bier und verspotteten sie, weil die Torausbeute beim Gegner aus der 2. Liga interregional etwas gar bescheiden ausgefallen war. Schürpf reagierte hinterher mit einem Blog in den sozialen Medien und verlangte von den Supportern mehr Respekt; Fans, Mannschaft und Verein müssten doch zusammenhalten.

Captain Schürpf freut sich nun an der Wende zum Positiven

Gestern nach dem 4:0-Sieg über den FC Wohlen (1. Liga) sagte Schürpf darauf angesprochen: «In jeder Beziehung gehört es dazu, dass man sich mal streitet und sich danach ausspricht. Jetzt ist es positiv herausgekommen, wir haben getroffen und zusammen mit den Fans einen klaren Erfolg gefeiert.» Ausserdem sei mit den Übeltätern von Kreuzlingen direkt gesprochen worden.

Die spielerischen Probleme und die Abschlussschwäche des FCL waren auf einmal weit weg. Dabei hatten die Luzerner in der ersten Halbzeit gegen die viertklassigen Spieler Wohlens keine gute Figur gemacht. Die Freiämter, angeführt von ehemaligen Profis wie Davide Giampà und Ronny Minkwitz, präsentierten sich als Gegner mit erstaunlich guten technischen Möglichkeiten. So kamen Thomas Schiavano (1.) und Giampà (20.) zu guten Torchancen. Doch Wohlens Goalgetter Giampà (6 Tore in 6 Ligaspielen dieser Saison) konnte FCL-Schlussmann Marius ­Müller nicht bezwingen. Der deutsche Goalie erwies sich einmal mehr als ­souveräner Rückhalt, der sein Team vor einem Rückstand bewahrte.

Die Luzerner hatten Mühe mit dem ungewohnten Ball und einem stumpfen Rasen. In dieser Weise äusserte sich auch Mittelfeldspieler Idriz Voca. «Zudem hat Wohlen frühere Profi-Fussballer, die bewiesen ihre Qualitäten», sagte der Kosovo-Internationale aus Stansstad, der am vergangenen Dienstag in der EM-Qualifikation in Southampton gegen England (3:5-Niederlage) gespielt hatte. Im Vergleich zu Kane, Sterling, Sancho und Co. konnten die Aargauer dann aber doch nicht mithalten: «Gegen England war das Tempo schon klar höher», lächelte Voca verschmitzt. Am Schluss zähle im Cupwettbewerb der Sieg und das Weiterkommen, meinte der defensive Mittelfeldmann.

Für den Dosenöffner in dieser ­Cuppartie war ein anderer Luzerner A-Internationaler verantwortlich: Der eingewechselte georgische Aussenverteidiger Otar Kakabadse nutzte in der 54. Minute eine tolle Seitenverlagerung von Margiotta zum strammen Torschuss zur 1:0-Führung.

Mit dem Treffer zum 4:0-Endstand gelang in der 90. Minute dem eingewechselten Darian Males (18) die Zugabe für Luzern. Es war das erste Tor als Profi für den talentierten Flügel aus dem Nachwuchs. Schürpf zog treffend Fazit: «Wir blieben geduldig, um am Schluss eiskalt die Tore zu erzielen.»

Wohlen – Luzern 0:4 (0:0)

Niedermatten. – 3312 Zuschauer. – SR Wolfensberger.

Tore: 54. Kakabadse (Margiotta) 0:1. 75. Margiotta (Schürpf) 0:2. 83. Schürpf (Corner Margiotta) 0:3. 90.Males 0:4.

Wohlen: Joos; Geri, Künzli (85. Galaj), Muslin, Calbucci (82. Gutierrez); Minkwitz, Giampà, Balaj, Doda; Schiavano (75. Nitaj), Keranovic.

Luzern: Müller; Schwegler (8. Kakabadse), Knezevic, Lucas Alves, Grether (82. Sidler); Voca, Schulz; Matos (68. Males), Ndiaye, Schürpf; Margiotta.

Bemerkungen: Luzern ohne Eleke, Ndenge und Burch (alle verletzt). 8. Schwegler scheidet verletzt aus. Verwarnungen: 33. Calbucci (Foul), 80.Ndiaye (Schwalbe). Verhältnis aberkannter Abseitstore: 2:2.

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