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Dem FC Luzern fehlt gegen Basel die Effizienz

Der FC Luzern verliert beim FC Basel unglücklich mit 1:2. Zu viele Chancen werden vergeben, der Anschlusstreffer kommt zu spät. Bei den Baslern kehrt wieder ein bisschen Ruhe ein.
Raphael Gutzwiller, Basel
Basels Albian Ajeti (links) behauptet den Ballbesitz gegen Luzerns Marvin Schulz.Bild: Alessandro della Valle/Keystone (Basel, 26. September 2018)

Basels Albian Ajeti (links) behauptet den Ballbesitz gegen Luzerns Marvin Schulz.Bild: Alessandro della Valle/Keystone (Basel, 26. September 2018)

Was war im Vorfeld des Spiels alles diskutiert worden in Basel! Ein Sieg gegen den FC Luzern war für den FCB nach der historischen 1:7-Pleite gegen die Young Boys Pflicht. Eine Pflicht, die er am Ende, als die Spieler sich nach 95 Minuten auf die Ehrenrunde begaben, in einem intensiven Ligaspiel gegen den FCL erledigt hatte. Die Zuschauer im für Basler Verhältnisse spärlich gefüllten St. Jakob-Park(nur 23570 Zuschauer) freuten sich über den 2:1-Sieg und eine gelungene Reaktion, wodurch zwar nicht alles wieder gut ist, aber das FCB-Umfeld wieder ein bisschen beruhigt. Basel steht zumindest vorübergehend auf dem dritten Tabellenplatz.

Und beim FC Luzern? Dort schüttelt man nach der zweiten Niederlage in dieser Woche – am Sonntag hatte man in Zürich mit 0:1 verloren – ungläubig den Kopf. Wieder war man nicht die schlechtere, sondern die ineffizientere Mannschaft gewesen. Wieder hatte man entscheidende Chancen verpasst und der Gegner seine Möglichkeiten eben effizienter genutzt.

Fast hätte der Luzerner Trainer René Weiler alles richtig gemacht. Schon zu Beginn hatten seine Spieler den verunsicherten FC Basel phasenweise ein wenig geärgert, als sie mit einem hochstehenden Pressing das von den Baslern gewünschte Spiel nicht zuliessen. Und als man dann durch einen Freistoss von Kevin Bua in Rückstand geriet, hatte Weiler für die letzte halbe Stunde das Händchen für den richtigen Wechsel: Mit Filip Ugrinic brachte er einen Spieler auf den Platz, der gleich nach wenigen Minuten neue Impulse setzen konnte. Es lief die 70. Minute beim Spielstand von 1:0 für das Heimteam, als der junge Stadtluzerner mit einem mustergültigen Pass Ruben Vargas freispielte. Alleine vor dem Basler Goalie Hansen vergab Vargas jedoch kläglich. Statt den Ball flach ins Tor zu schieben, schoss er diesen deutlich übers Tor. Wieder nichts. Wie schon in Zürich fragte man sich nach dem Spiel aus Innerschweizer Sicht: Was wäre gewesen, wenn?

Ja, was wäre gewesen, wenn Vargas das Tor zum 1:1 geschossen hätte? Wie hätten die zu Beginn stark verunsicherten Spieler des angeschlagen, einstigen Liga-Dominators reagiert?

Weiler: «Solche Chancen müsste man natürlich nutzen»

Doch wie schon am Sonntag in Zürich, als man sich ähnliche Fragen nach einer gar noch kläglicher vergebenen Chance von Christian Schneuwly ganz zu Beginn der Partie stellte, sind diese Diskussionen am Ende des Abends nur hypothetisch. Fakt ist: Statt dem durchaus möglichen 1:1 durch Vargas erzielte Geoffroy Serey Die neun Minuten später mit einem Traumtor das 2:0. Damit lenkte er alles in die gewünschten Bahnen für das Heimteam. Daran änderte am Ende auch der Penaltytreffer von Blessing Eleke in der letzten Minute der regulären Spielzeit nichts. Tomi Juric, der ausgerechnet bei jenem Gegner das erste Mal in dieser Saison eingewechselt wurde, mit dem er sich im Sommer fast über einen Transfer einig gewesen wäre, war von FCB-Captain Fabian Frei im Strafraum regelwidrig gestossen worden. Es war nur eine Randnotiz, dass in der Folge Eleke und Juric um den Ball stritten, sich der Nigerianer Eleke durchsetzte und zum Anschluss traf.

Für den FC Luzern war die Niederlage gegen Basel bereits die zweite Auswärtspleite in dieser Woche. Statt einem möglichen Schritt nach vorne liegt man nun auf dem sechsten Rang, will natürlich gegen Sion am Sonntag in der heimischen Swisspor-Arena wieder zum Punkten zurückkehren.

Auch Trainer Weiler ärgerte sich über die erneut verpassten Punkte. «Es wäre mehr möglich gewesen», meinte er. Auch ihm machte besonders die Chance von Vargas zu schaffen. «Eigentlich ist es unerklärlich, wie er diese Möglichkeit nicht verwertet. Er hat den Ball auf seinem starken Fuss, aber leider trifft er nicht.»

Auch Weiler sprach darauf an, dass man schon in Zürich eine riesige Torchance vergeben hat: «Wenn man solche Chancen nicht nutzt, holt man in Zürich oder in Basel halt keine Punkte. Uns fehlte in diesen Situationen das Wettkampfglück und die Effizienz.» Es seien zweimal enge Spiele gewesen, in denen man in Führung hätte gehen können, stattdessen ging der FCL zweimal mit einer Niederlage vom Platz. «Wenn man das Führungstor oder zumindest das wichtige Ausgleichstor schiesst, sieht es anders aus. Die Details entscheiden in solchen engen Partien im Moment gegen uns», meinte Weiler, der jedoch versprach: «Wir werden das in Zukunft ändern.»

Trotz allem Kopfschütteln: Weiler sah einen verdienten Sieg der Basler. «Übers ganze Spiel gesehen hatte der FC Basel sicher mehr Spielanteile.»

Eleke Blessing (Luzern) gegen Fabian Frei (rechts). (Daniela Frutiger/freshfocus)
Luzerns Pascal Schürpf, rechts, kämpft um dem Ball mit Basels Silvan Widmer. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Die Basler Spieler jubeln nach ihrem ersten Tor. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Silvan Widmer (hinten) gegen Pascal Schuüpf (Luzern). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Eray Cuemart (Basel) gegen Eleke Blessing (rechts). (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)
Der Ball ist zum 1:0 im Tor, Basels Ricky van Wolfswinkel, rechts, jubelt. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Basels Albian Ajeti, links, kämpft um dem Ball gegen Luzerns Marvin Schulz. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Basels Silvan Widmer, links, kämpft um dem Ball gegen Luzerns Ruben Vergas. (Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Abendstimmung im Stadion St. Jakob-Park in Basel. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)
9 Bilder

FC Basel – FC Luzern 2:1

Basel - Luzern 2:1 (1:0)

23'570 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 33. Bua (Freistoss) 1:0. 79. Serey Die (Van Wolfswinkel) 2:0. 90. Eleke (Foulpenalty) 2:1.

Basel: Hansen; Widmer, Cömert, Frei, Riveros; Xhaka, Zuffi; Van Wolfswinkel, Pululu (64. Serey Die), Bua; Ajeti (84. Oberlin).

Luzern: Salvi; Kakabadse, Knezevic (78. Gvilia), Schulz, Grether; Voca, Custodio (62. Ugrinic); Vargas, Schneuwly (62. Juric), Schürpf; Eleke.

Bemerkungen: Basel ohne Omlin, Campo, Stocker, Suchy, Zambrano (alle verletzt) und Balanta (gesperrt). Luzern ohne Cirkovic, Lustenberger und Ndenge (alle verletzt). 38. Kopfball von Van Wolfswinkel ans Lattenkreuz. Verwarnungen: 13. Cömert (Foul). 32. Vargas (Foul). 72. Riveros (Foul). 72. Salvi (Unsportlichkeit). 86. Bua (Foul). 89. Frei (Foul).

Super League

Young Boys – St. Gallen 2:0 (2:0)

22 250 Zuschauer. – SR Hänni. Tore: 5. Nsame (Assalé) 1:0. 31. Moumi Ngamaleu (Fassnacht) 2:0. Young Boys: Von Ballmoos; Schick (81. Seydoux), Lauper, Von Bergen, Benito; Fassnacht (76. Garcia), Aebischer, Bertone, Moumi Ngamaleu (83. Sulejmani); Nsame, Assalé. St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Vilotic, Mosevich, Wittwer; Sierro, Quintilla, Tafer; Kräuchi (46. Kutesa), Ben Khalifa (76. Bakayoko), Manneh (62. Buess). Bemerkungen: YB ohne Mbabu, Sow, Wüthrich, Lotomba und Teixeira (alle verletzt). St. Gallen ohne Itten, Lüchinger, Muheim (alle verletzt), Barnetta und Wiss (beide nicht im Aufgebot). Super-League-Débuts von Leo Seydoux und Alessandro Kräuchi. 74. rote Karte gegen Vilotic (Notbremse-Hands).

Neuchâtel Xamax – Lugano 2:1 (1:0)

3004 Zuschauer. – SR Fähndrich. Tore: 8. Ramizi (Nuzzolo) 1:0. 70. Nuzzolo (Veloso) 2:0. 92. Gerndt (Covilo) 2:1. Neuchâtel Xamax: Walthert; Gomes, Xhemajli, Sejmenovic, Kamber; Veloso (83. Tréand), Pickel, Doudin, Ramizi; Nuzzolo (87. Di Nardo), Ademi (26. Karlen). Lugano: Da Costa; Yao, Maric, Sulmoni (81. Abedini), Masciangelo; Covilo; Sabbatini, Crnigoj (71. Carlinhos), Brlek; Gerndt, Janko (46. Bottani). Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Djuric, Le Pogam und Santana (alle verletzt). Lugano ohne Daprelà (gesperrt), Mihajlovic, Kecskes, Manicone und Piccinocchi (alle verletzt).

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