Matchbericht & Noten

Dem FCL gelingt der Befreiungsschlag mit einem 3:1-Sieg bei Servette

Endlich erringt der FC Luzern seinen ersten Saisonsieg. Die Innerschweizer gewinnen im achten Meisterschaftsspiel mit 3:1 gegen Servette und können damit verhindern, allein auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen. Dort stehen nun die Genfer.

Daniel Wyrsch aus Genf
Drucken
Teilen

Die entscheidende Szene

Anders als beim 1:1 vor einer Woche gegen Vaduz gelingt der Mannschaft von Fabio Celestini im Stade de Genève die Siegsicherung mit dem 3:1 durch Ibrahima Ndiaye in der 79. Minute. Der eingewechselte Senegalese erzielt den Treffer nach hervorragender Vorarbeit von Louis Schaub.

Der Kurzbericht

Nachdem das Schlusslicht Vaduz zu Hause Sion 4:1 besiegt hat, steht der FC Luzern in Genf noch mehr unter Druck. Um zu verhindern, dass die Innerschweizer auf den letzten Tabellenplatz abrutschen, müssen sie gegen Servette gewinnen.

Das Spiel fängt für den FCL gut an: Ein Flankenball von Filip Ugrinic streift in der 5. Minute die Latte hinter Servette-Goalie Jeremy Frick. Die Gastgeber haben in der ersten Halbzeit nur einen gefährlichen Abschluss, nachdem Boubacar Fofana aus 25 Metern abzieht. Den Weitschuss entschärft Luzern-Goalie Marius Müller in der 19. Minute.

Nach einem Fehler von Servette-Abwehrmann Moussa Diallo profitiert der lauernde Louis Schaub. Der österreichische Internationale nimmt den Ball an, läuft und schiesst überlegt und flach in die entfernte Torecke zum 1:0 des FCL in der 23. Minute. Nur vier Minuten später hat Schaub noch eine Abschlussmöglichkeit, diesmal geht der Ball aber am Tor vorbei. Ein Zuspiel auf den Ex-Servettien Varol Tasar am rechten Flügel wäre eine andere gute Option gewesen. Die 1:0-Pausenführung für die Innerschweizer geht in Ordnung, denn sie agieren hoch konzentriert und lassen in der Defensive kaum etwas zu. Servette dagegen wirkt fahrig.

Direkt nach der Pause kommt der eingewechselte Tsiy Ndenge zu einem Kopfball, den Jeremy Frick mirakulös abwehrt. In der 52. Minute ist es noch einmal der Servette-Keeper, der seine Farben nach einem Schuss aus kurzer Distanz von Marvin Schulz vor dem 0:2-Rückstand bewahrt. Filip Ugrinic vergibt zwei gute Möglichkeiten, um den FCL mit zwei Toren in Führung zu schiessen.

Das 2:0 gelingt den Innerschweizern in der 68. Minute durch Mittelstürmer Dejan Sorgic, der eine Massflanke von Schaub einköpfelt. Doch das ist noch nicht die Entscheidung, denn Servette-Captain Steve Rouiller steht in der 77. Minute richtig, er spediert einen verlängerten Cornerball zum 1:2 ins Netz.

Der Luzerner 2:0-Torschütze Dejan Sorgic (links) gegen Arial Mendy.

Der Luzerner 2:0-Torschütze Dejan Sorgic (links) gegen Arial Mendy.

Martin Meienberger

Allerdings ist wenige Sekunden später wiederum Louis Schaub für die perfekte Vorarbeit des 3:1-Endstands zuständig, der Österreicher serviert den Ball für den eingewechselten Ibrahima Ndiaye. Der Senegalese drückt die Kugel in der 79. Minute hinter die Torlinie.

Die Stimmen zum Spiel

Fabio Celestini, Trainer FC Luzern: «Wir waren sauer nach dem unglücklichen Unentschieden gegen Vaduz. In diesem Spiel war zu viel gegen uns gelaufen. Mit der Wut im Bauch sind die Spieler in Genf auf den Platz gegangen, sie wollten es besser machen und endlich den ersten Saisonsieg feiern. Das ist der Mannschaft gelungen, sie hat umgesetzt, was ich von Anfang an im Training gesehen habe. Wir haben den Match gegen Servette verdient gewonnen. Nun bereiten wir uns auf Mittwoch und das Heimspiel gegen Sion vor.»

Marvin Schulz, defensiver Mittelfeldspieler FC Luzern: «Wir haben sehr gut als Team gearbeitet und funktioniert, alle hängten sich zu 100 Prozent rein. Zudem haben wir das Spiel gemacht, sind zu mehreren Torchancen gekommen und glaubten an den Sieg. Sicher tut uns dieser erste Saisonsieg gut. Ich hatte nie an uns gezweifelt, denn ich wusste um die Qualitäten der Mannschaft. Im Dezember werden wir noch sechs Partien absolvieren, wir wollen so viele Punkte wie möglich sammeln. Mir persönlich ist es egal, ob ich im zentralen Mittelfeld oder auf einer anderen Position spiele, wichtig ist, dass ich der Mannschaft helfen kann.»

Die Noten

Das Spiel von Minute zu Minute

Das Telegramm

Servette - Luzern 1:3 (0:1)

SR San. - Tore: 23. Schaub (Sorgic) 0:1. 68. Sorgic (Schaub) 0:2. 77. Rouiller 1:2. 79. Ndiaye (Schaub) 1:3.

Servette: Frick; Diallo (75. Sauthier), Rouiller, Sasso (57. Kyei), Mendy; Valls (64. Cespedes), Ondoua; Imeri (57. Stevanovic), Cognat, Fofana (75. Schalk); Kone.

Luzern: Müller; Sidler (85. Schwegler), Lucas, Knezevic, Frydek; Emini (46. Ndenge), Schulz; Tasar (61. Ndiaye), Schaub, Ugrinic; Sorgic (83. Alounga).

Bemerkungen: Servette ohne Henchoz (verletzt) und Antunes (familiäre Gründe), Luzern ohne Carbonell (gesperrt) sowie Binous und Burch (beide verletzt). Verwarnungen: 16. Diallo (Foul). 35. Sorgic (Foul). 37. Knezevic (Foul). 49. Mendy (Foul). 69. Sidler (Foul). 93. Kone (Foul). 93. Müller (Unsportlichkeit).

Die Tabelle