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Kommentar

Dem FCL hilft nur Vernunft

Dramatik beim FC Luzern: Am Donnerstag wurden die Rücktritte von vier Verwaltungsratsmitgliedern bekannt. Findet man nicht einen Weg aus der vertrackten Situation, steht die Zukunft des Klubs auf dem Spiel.
Cyril Aregger
Cyril Aregger.

Cyril Aregger.

Die Geschichte des FC Luzern ist wahrlich nicht arm an dramatischen Episoden. Was am Donnerstag geschah, ist aber selbst in der bewegten FCL- Historie ein Ausnahmefall: Mit Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg und den Unternehmern Samih Sawiris, Hans Schmid und Marco Sieber wurde gestern der Rücktritt von vier der sechs Verwaltungsräte der FCL Holding AG bekannt.

In Anbetracht der Besitzverhältnisse der FCL Holding ergibt sich mit der Eskalation des Aktionärsstreits eine verfahrene Situation. Denn eigentlich lässt sich der FCL-Knoten bloss lösen, wenn eine der beiden Parteien ihre Aktien verkauft. Viele Indizien sprechen dafür, dass Bernhard Alpstaeg seinen 52-Prozent-Anteil verkaufen will. Doch wer will diesen schon übernehmen, wenn er trotz Aktienmehrheit bloss eine Stimme im Verwaltungsrat hat? Und wer würde Aktien des Trios Sawiris, Schmid und Sieber (zusammen 34,1 Prozent) kaufen, solange unklar ist, was der Mehrheitsaktionär mit seinem Anteil vorhat?

Zwar ist der FCL weiterhin statuarisch handlungsfähig. Ein Dauerzustand darf die aktuelle Situation aber nicht werden. Ein Ausweg aus dem Dilemma kann nur gefunden werden, wenn sich beide Streitparteien besinnen und sich für eine einvernehmliche Lösung offen zeigen. Es braucht klare Verhältnisse. Sonst steht die Zukunft des Klubs auf dem Spiel. Die Zeit für Machtdemonstrationen ist abgelaufen.

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