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Kommentar

Der direkte Weiler fordert den FCL heraus

René Weiler ist neuer Cheftrainer des FC Luzern. Mit Weiler hat der FCL einen intelligenten Trainer engagiert, schreibt Sportreporter Daniel Wyrsch in seinem Kommentar.
Daniel Wyrsch

René Weiler ist gestern als neuer Trainer vorgestellt worden. Genauer gesagt, hat sich der 44-jährige Winterthurer gleich selber vorgestellt. Als es darum ging, ob sich der FC Luzern einen Trainer überhaupt leisten könne, der zuletzt beim belgischen Rekordmeister Anderlecht und beim deutschen Traditionsverein Nürnberg tätig war, wehrte sich Weiler spontan selbst.

«So ist René Weiler», meinten Journalisten, die den früheren Aarau-Coach seit Jahren persönlich kennen. Was bei der Präsentation deutlich geworden ist: Mit Weiler hat Luzern einen intelligenten Trainer engagiert. Einen Schnelldenker, der scharf in seiner Analyse ist. Eloquent, offen und ehrlich berichtete er, wieso er die dritte Anfrage des FCL angenommen hat: Das Gesamtpaket stimme für ihn und seine Familie, der Klub, der Standort, die gute Infrastruktur, die schöne Stadt und die tollen Fans würden ihn optimistisch stimmen. Er wolle die Spieler und das Team entwickeln und weiterbringen. Vor allem die Arbeit mit den Jungen und deren Begleitung mache ihm Spass.

Luzern ist ein Ausbildungsklub. Das haben die letzten Wochen einmal mehr bestätigt. Weiler ist klar, dass er die «Löcher», die durch die Abgänge von Goalie Jonas Omlin und Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu entstanden sind, mit der Mannschaft so leicht nicht wird kompensieren können.

Doch Weiler schürt Hoffnungen. Er ist ein Taktikfuchs à la Murat Yakin, ein Kommunikator wie Rolf Fringer. Und Weiler wird die Spieler, den Sportchef, die Verwaltungsräte, Journalisten und Fans mit seinen ungeschönten Wahrheiten herausfordern. Das ist gut so. Es ist zu hoffen, dass Weiler und die FCL-Verantwortlichen die Reibung, die fast zwangsläufig entstehen wird, drei Jahre lang aushalten können.

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