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Der FC Luzern ist beim Leader FC Basel chancenlos und unterliegt mit 0:3

Nach vier Pflichtspielen ohne Niederlage ist der FC Luzern beim Leader FC Basel chancenlos und verliert 0:3.
Daniel Wyrsch aus Basel
Torhüter Marius Müller (FC Luzern) kassiert das Tor zum 1:0 gegen den FC Basel. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Torhüter Marius Müller (FC Luzern) kassiert das Tor zum 1:0 gegen den FC Basel. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Während die Luzerner Spieler nach dieser deutlichen und verdienten 0:3-Niederlage mit grimmigen Mienen in die Kabine gingen, sahen ihre Basler Gegner zufrieden, fast schon glücklich aus. FCB-Captain Valentin Stocker bestätigte den Eindruck, der gebürtige Krienser sagte zur Leistung des Leaders: «Wir haben vieles sehr gut gemacht.» Doch Stocker monierte ebenso: «Wir hätten Gelegenheiten gehabt für ein noch höheres Ergebnis.»

Diese Feststellung entsprach der Realität auf dem Platz. Basel war eine Klasse besser als Luzern. Der 30-jährige Stocker selber hatte zwei, drei hochkarätige Torchancen ausgelassen. Als er in der 82. Minute einen feinen Rückpass von Kevin Bua aus wenigen Metern am Luzerner Tor vorbeischob, schien es für einen Moment, als hätte er ein Einsehen mit den Gästen aus der Innerschweiz. Stocker ging dann zu Bua, umarmte diesen, um mit der Geste zu zeigen, wie sehr er dessen fussballerischen Qualitäten schätzt. Und um Bua nonverbal Entschuldigung für die nicht angenommene Vorarbeit und den nicht vollendeten Assist zu sagen.

Margiotta lässt erstklassige Ausgleichschance aus

Auf der anderen Seite hatte es nur einmal eine ähnliche Szene gegeben. Die Luzerner zeigten nach einem schnellen Einwurf, dass sie ebenfalls schnellen Kombinationsfussball praktizieren können. Der Brasilianer Ryder Matos passte in der 38. Minute zu Idriz Voca, der bediente Mittelstürmer Francesco Margiotta mit einem perfekten Flachpass im Strafraum, doch der Italiener schloss mit einem harmlosen Schuss ab. Der frühere FCL-Torhüter aus Sachseln im Kanton Obwalden, Jonas Omlin, überlegte wahrscheinlich einen Moment lang, ob er den Ball tatsächlich behändigen sollte, denn die Kugel war in der Langsamkeit eines Rückpasses auf ihn zugekommen – und solche dürfen Torhüter von eigenen Vorderleuten bekanntlich nicht aufnehmen. Omlin nahm Margiottas Geschenk überlegt und sicher an. Es war die einzige wirklich gefährliche Offensivaktion des FCL in der ersten Halbzeit. Es wäre die Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich gewesen. «Uns fehlte die Effizienz», stellte FCL-Mittelfeldmann Marvin Schulz nach der Partie fest.

Aber die fehlende Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor war nicht das einzige Manko der Innerschweizer. Noch schlimmer waren die individuellen Aussetzer. Damit begünstigten sie die ersten beiden Gegentore. Der erste gravierende Abwehrfehler unterlief dem georgischen Internationalen Otar Kakabadse in der 28. Minute: Einen langen Ball von Stocker liess er wegspringen, Bua bedankte sich und zog an Kakabadse und Stefan Knezevic vorbei. Torhüter Marius Müller lenkte den Schuss zwar mit dem Fuss zur Seite, doch am zweiten Pfosten stehend schoss Arthur Cabral zum 1:0 der Basler ein. FCL-Coach Thomas Häberli reagierte direkt nach der Pause, er liess den blassen Margiotta sowie Matos draussen, brachte dafür mit Blessing Eleke und dem jungen Darian Males frische Offensivleute. Zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel Males mit viel Elan und Bemühen auf, doch schliesslich konnte der 18-jährige Stürmer drei Tage nach seinem kurzen Super-League-Debüt gegen Xamax (1:0) ebenfalls nichts an der klaren Niederlage ändern.

Der zweite Abwehr-Fauxpas leistete sich Knezevic in der 58. Minute: Er liess eine Hereingabe von Blas Riveros passieren, Cabral musste nur noch den Fuss zu seinem persönlichen Doppelpack hinhalten – 2:0. Das 3:0 des eingewechselten Kemal Ademi (91.) war dann nur noch eine Zugabe. Für Luzern ist es kein Kompliment, wenn Stocker den FC Basel warnte: «Achtung! So einfach wird es uns nicht immer laufen.»

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