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FCL-Gegner Piräus mit tobsüchtigem Boss

Schweres Los für den FC Luzern in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League: Olympiakos Piräus ist mit 44 Titeln der Rekordmeister Griechenlands. Das Hinspiel findet am 9. August im bekannten Karaiskakis-Stadion statt.
Daniel Wyrsch
Luzern erwartet in der Europa-League-Qualifikation ein Gastspiel bei den heissblütigen Fans von Olympiakos Piräus (Bild: Panagiotis Moschandreou / EPA)

Luzern erwartet in der Europa-League-Qualifikation ein Gastspiel bei den heissblütigen Fans von Olympiakos Piräus (Bild: Panagiotis Moschandreou / EPA)

Die Auslosung der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation hat dem FC Luzern einen grossen Brocken beschert: Olympiakos Piräus ist mit 44 Meistertiteln und 27 Cupsiegen der erfolgreichste griechische Verein. Im Vergleich: Luzern hat 1 Meisterschaft und 2 Cuptitel gewonnen.

Der frühere Champions-League-Stammgast aus der Hafenstadt Piräus zählt 83 000 Vereinsmitglieder, im europäischen Klubranking der Uefa steht er auf Platz 29. Der FCL ist die Nummer 169. Das Kader von Olympiakos hat gemäss Transfermarkt.ch einen Wert von 73 Millionen Euro. Jenes des FCL steht mit 21 Millionen Euro zu Buche.

Die Luzerner liessen sich gestern am Uefa-Hauptsitz in Nyon von Teammanager Dante Carecci und Administrationsleiter Brendon Tomasson vertreten. Remo Meyer schaute sich die Auslosung live auf der Homepage der Uefa an. Der FCL-Sportkoordinator sagt zum Los Olympiakos Piräus: «Das ist ein attraktiver Gegner mit viel Qualität. Wir stehen vor einer grossen Herausforderung, auf die wir uns freuen.» Betreffend Rollenverteilung hat Meyer eine eindeutige Meinung: «Wir werden nicht Favorit sein.» Der FCL-Sportchef ergänzt kämpferisch: «Wir setzen aber alles daran, an unsere Leistungsgrenze gehen zu können, um gute Resultate zu erzielen.»

Gefürchtetes Stadion von Piräus

Luzern tritt am 9. August zuerst auswärts im wegen der überschäumenden Atmosphäre gefürchteten Karaiskakis-Stadion an. Die Arena fasst über 32 000 Zuschauer. Zudem finden hier die wichtigsten Heimauftritte der griechischen Nationalmannschaft statt. Das Karaiskakis-Stadion ist eines von 13 europäischen Stadien, die von der Uefa mit vier Sternen bewertet sind. Das heisst: Es ist ein möglicher Austragungsort für einen Final der Uefa-Cup-Wettbewerbe. Das Rückspiel in Luzern steht am 16. August auf dem Programm. Für FCL-Fans mit Saisonkarte ist der Eintritt zu diesem internationalen Match frei.

An Olympiakos Piräus bissen sich vor zwei Jahren die Young Boys die Zähne aus. In der Gruppenphase der Europa League verloren die Berner zuerst zu Hause 0:1 und schieden dann gegen das damalige Team des Schweizer Internationalen und aktuellen Sion-Profis Pajtim Kasami nach einem 1:1-Remis aus.

Präsident Marinakis beschimpft Spieler übel

In der Zwischenzeit hat der griechische Topklub aber seine Dauerdominanz eingebüsst. Ende der letzten Saison hat Olympiakos seinen achten Meistertitel in Serie verpasst. Das brachte Präsident Evangelos Marinakis (51) derart in Rage, dass er die Mannschaft in die Ferien schickte und die Spieler übel beschimpfte: «Ihr seid nicht einmal das WC-Papier in unserem Trainingszentrum wert. Statt euch schöne Ferien zu wünschen, sage ich: geht und erstickt», wird Marinakis in griechischen Medien zitiert. Diese letzte griechische Meisterschaft, die zwischenzeitlich wegen des mit einer Pistole über das Spielfeld schreitenden PAOK-Saloniki-Präsidenten Ivan Savvidis unterbrochen werden musste, verlief sehr turbulent und endete im 3. Rang hinter AEK Athen und Basels Champions-League-Qualifikationsgegner PAOK Saloniki.

Dem früheren Bundesliga-spieler Marko Marin (29, früher Werder Bremen und Gladbach) scheint der raue Ton in Piräus nicht zu behagen. Er will den Verein verlassen. Die höchstdotierten Olympiakos-Profis sind Griechenlands Nationalteam-Regisseur Konstantinos Fortounis (25) mit 7 Millionen Euro Marktwert und der belgische Innenverteidiger Björn Engels (23), der auf einen Spielertransferwert von 6 Millionen Euro geschätzt wird.

Uefa-Generalsekretär Giorgio Marchetti nahm die Auslosung vor. Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone (Nyon, 23. Juli 2018).

Uefa-Generalsekretär Giorgio Marchetti nahm die Auslosung vor. Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone (Nyon, 23. Juli 2018).

Um diesen Pokal geht es. Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone (Nyon, 23. Juli 2018).

Um diesen Pokal geht es. Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone (Nyon, 23. Juli 2018).

(dw)

Europa League. Auslosung der 3. Qualifikationsrunde (Hinspiele am 9. August, Rückspiele am 16. August): Olympiakos Piräus - Luzern, St. Gallen/Sarpsborg (NOR) - Rijeka (CRO), FC Sevilla/Ujpest Budapest - Zalgiris Vilnius (LTU)/Vaduz, Viitorul Constanta (ROU)/Vitesse Arnhem (NED) - PAOK Saloniki/Basel.

Tobol Kostanai (KAZ)/Pjunik Jerewan - Maccabi Tel-Aviv/Radnicki NIS (SRB), Sorja Lugansk (UKR) - Sporting Braga (POR), Hibernian Edinburgh (SCO)/Asteras Tripoli (GRE) - Molde (NOR)/Laçi (ALB), Djurgarden Stockholm/Mariupol (UKR) - Ventspils (LAT)/Bordeaux (FRA). Dunajska Streda (SVK)/Dynamo Minsk - Zenit St. Petersburg, Hapoel Haifa (ISR)/Hafnarfjördur (ISL) - Atalanta Bergamo/FK Sarajevo, Hajduk Split (CRO)/Slavia Sofia - Rudar Velenje (SLO)/FCSB Bukarest, ZSKA Sofia/Admira Wacker Mödling (AUT) - Stjarnan Gardabär (ISL)/FC Kopenhagen.

Ajax Amsterdam/Sturm Graz - Dundalk (IRL)/AEK Larnaca (CYP), Genk (BEL)/Fola Esch (LUX) - Schachtjor Soligorsk (BLR)/Lech Poznan (POL), Sigma Olomouc (CZE) - Kairat Almaty (KAZ)/Alkmaar (NED), Osijek (CRO)/Glasgow Rangers - Tschichura Satschchere (GEO)/Maribor (SLO). Basaksehir Istanbul - Aberdeen (SCO)/Burnley (ENG), Nordsjaelland Farum (DEN)/AIK Stockholm - Partizan Belgrad/Trakai (LTU), Balzan (MLT)/Slovan Bratislava - Rapid Wien, Gornik Zabrze (POL)/Trencin (SVK) - Feyenoord Rotterdam.

Jagiellonia Bialystok (POL)/Rio Ave (POR) - Gent (BEL), Spartak Subotica (SRB)/Sparta Prag - Bröndby (DEN), Ufa (RUS)/Domzale (SLO) - Honved Budapest/Progrès Niederkorn (LUX), B36 Torshavn (FRO)/Besiktas Istanbul - LASK Linz (AUT)/Lilleström (NOR), Zeljeznicar Sarajevo/Apollon Limassol (CYP) - Dynamo Brest (BLR)/Atromitos Athen, RB Leipzig/Häcken Göteborg - CS Universitatea Craiova (ROU).

"Meister-Weg" (in der Champions-League-Qualifikation gescheiterte Landesmeister): Ludogorez Rasgrad (BUL)/Videoton Szekesfehervar (HUN) - Zrinjski Mostar (BIH)/Valletta (MLT), Legia Warschau (POL)/Spartak Trnava (SVK) - F91 Düdelingen (LUX)/Drita Gjilan (KOS), Sutjeska Niksic (MNE)/Alaschkert Martuni (ARM) - CFR Cluj (ROU)/Malmö (SWE), Olimpija Ljubljana (SLO)/Crusaders Belfast (NIR) - BATE Borissow (BLR)/HJK Helsinki (FIN), Shkëndija Tetovo (MKD)/Sheriff Tiraspol (MDA) - FC Santa Coloma (AND)/Valur Reykjavik (ISL).

Cork City (IRL) - Celtic Glasgow (SCO)/Rosenborg Trondheim (NOR), Spartaks Jurmala (LAT)/La Fiorita Montegiardino (SMR) - Roter Stern Belgrad/Suduva Marijampole (LTU), The New Saints Llansantffraid (WAL)/Lincoln Red Imps (GIB) - Astana (KAZ)/Midtjylland (DEN), Dinamo Zagreb/Hapoel Beer-Sheva (ISR) - APOEL Nikosia (CYP)/Flora Tallinn (EST), Torpedo Kutaissi (GEO)/Vikingur Göta (FRO) - Kukës (ALB)/Karabach Agdam (AZE).

Sieger in den Playoffs (4. und letzte Qualifikationsrunde, 23. und 30. August). Auslosung der Playoffs am 6. August in Nyon.

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