Der FCL kann in Basel das 2:2-Unentschieden nicht halten – in der Schlussphase verdient sich der FCB den 3:2-Sieg

Endlich wieder Fans im Stadion: Die immerhin 9257 Zuschauer im St.-Jakob-Park bringen die Atmosphäre in den Fussball zurück. Der FC Luzern steht nach turbulenten 90 Minuten mit leeren Händen da, der FC Basel gewinnt 3:2 und sein erstes Ligaspiel unter Ciriaco Sforza.

Daniel Wyrsch
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Der Basler Edon Zhegrova (rechts) erzielt das Tor zum 2:1, Luzern-Innenverteidiger Stefan Knezevic (links) kann nicht eingreifen.

Der Basler Edon Zhegrova (rechts) erzielt das Tor zum 2:1, Luzern-Innenverteidiger Stefan Knezevic (links) kann nicht eingreifen.

Bild: Patrick Straub/Keystone (Basel, 4. Oktober 2020)

Matchbericht, Stimmen und die FCL-Noten

Die entscheidende Szene

Der Basler Edon Zhegrova passt den Ball in der 77. Minute ins Zentrum zu Valentin Stocker, der frühere Kriens-Junior mit kurzzeitigen Wechselabsichten in Richtung seiner Heimat Luzern kann sich die Ecke aussuchen, weil die FCL-Spieler Marvin Schulz und Stefan Knezevic Spalier stehen. Stockers platzierter, aber nicht allzu harter Schuss schlägt in der näheren Ecke im Tor von Marius Müller zum 3:2-Endstand für Basel ein.

Kurzbericht

Die Gäste aus der Innerschweiz fangen gut an, haben durch Marvin Schulz zwei gefährliche Abschlüsse in den ersten zehn Minuten. Dann aber übernehmen die Basler das Kommando. Ein Freistoss von Edon Zhegrova bringt die erste gefährliche Szene für das Team Ciriaco Sforza. Die Gastgeber gehen dann auch in Führung: Zhegrova überläuft Marco Bürki, vor dem Tor kann Stefan Knzevevic den Ball nicht kontrollieren, Valentin Stocker legt für Arthur Cabral auf, der Brasilianer trifft unhaltbar zum 1:0 (11.).

Bild: Patrick Straub/Keystone (Basel, 4. Oktober 2020)

Luzern gelingt der 1:1-Ausgleich in der 34. Minute Minute: Yvan Alounga passt zu Filip Ugrinic, dessen Hereingabe wird von einem Basler abgelenkt, am hinteren Pfosten schiesst Louis Schaub ein.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, (Basel, 4. Oktober 2020)

Der Ausgleich hält aber nur zwei Minuten, bereits in der 36. Minute dribbelt sich Zhegrova durch mehrere Luzerner und trifft zum 2:1. Der Schuss scheint nicht ganz unhaltbar zu sein.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, (Basel, 4. Oktober 2020)

Kurz vor der Pause köpfelt Cabral knapp am Tor von Marius Müller vorbei. Und die Basler geben auch zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ton an. Eine tolle Kombination schliesst Fabian Frei in der 50. Minute ab, doch Müller ist zur Stelle und wehrt spektakulär ab.

Die Luzerner geben allerdings nicht auf, nach einem Corner schlägt in der 58. Minute Captain Lucas Alves zu: Schürpf lenkt den Corner von Schulz vors Tor, wo Frei den Ball vor die Füsse des Brasilianers prallen lässt, der schiesst den Ball trocken unter Netzdach.

Keinen Widerstand leisten Schulz und Knezvic in der 77. Minute gegen Valentin Stocker. Der Krienser kann locker seinen Schuss in der nahen Ecke zum 3:2 platzieren. So hat man den Punktgewinn in Basel schlichtweg nicht verdient!

Valentin Stocker (Mitte) bejubelt sein Tor zum 3:2

Valentin Stocker (Mitte) bejubelt sein Tor zum 3:2

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, (Basel, 4. Oktober 2020)

Ein Pfostenschuss von FCB-Aussenverteidiger Andrea Padula unterstreicht in der 80. Minute die Überlegenheit der Gastgeber. Der FCL hat in der Nachspielzeit mit einem Kopfball des eingewechselten Ibrahima N'Diaye noch eine Ausgleichschance, Basel-Goalie Djordje Nikolic reagiert aber glänzend.

Während der FC Basel mit dem 3:2 den ersten Ligasieg der Saison feiert, steht der FC Luzern nach drei Runden mit nur einem gewonnenen Punkt da. Auf Trainer Fabio Celestini und das Team wartet in der Länderspielpause viel Arbeit.

Die Bilder zum Spiel

Der Basler Arthur Cabral (Mitte) setzt sich gegen die Luzerner Silvan Sidler (rechts) und Lucas Alves (links) durch und erzielt das 1:0.
9 Bilder
Die Basler feiern ihr erstes Tor des Spiels.
Luzerns Torhüter Marius Müller und Stefan Knezevic (Mitte) halten Arthur Cabral diesmal in Schach.
Die Luzerner Marvin Schulz (von links), Marco Buerki, Tsiy William Ndenge, Louis Schaub, Filip Ugrinic und Yvan Alounga beglückwünschen sich nach dem 1:1.
Der Basler Edon Zhegrova (rechts) erzielt das 2:1.
Der Luzerner Marvin Schulz (links) erwischt den Ball im Zweikampf gegen Basels Valentin Stocker nicht.
Die Basler Orges Bunjaku, Valentin Stocker und Samuele Campo jubeln nach dem Tor zum 3:2.
Die enttäuschten Luzerner Spieler um Louis Schaub (Mitte) nach dem Spiel.
9750 Zuschauer verfolgten das Meisterschaftsspiel.

Der Basler Arthur Cabral (Mitte) setzt sich gegen die Luzerner Silvan Sidler (rechts) und Lucas Alves (links) durch und erzielt das 1:0.

Bild: Patrick Straub/Keystone (Basel, 4. Oktober 2020)

Stimmen zum Spiel

FCL-Angreifer Pascal Schürpf: «Wenn man den Offensivspielern des FC Basel zu viel Platz lässt, dann nutzen sie diesen. Wir haben es Valentin Stocker beim Gegentreffer zum 2:3 zu leicht gemacht. Schade, stehen wir am Schluss mit leeren Händen da, denn wir waren im St.-Jakob-Park zweimal nach Rückständen zurückgekommen. Den Saisonstart hätten wir uns natürlich anders vorgestellt als mit einem Punkt aus drei Spielen. Jetzt heisst es sofort weiterarbeiten, um so schnell wie möglich zurück in die Erfolgsspur zu finden.»

FCL-Goalie Marius Müller: «Mir war die Sicht verdeckt beim Basler Treffer zum 3:2. Ein Punkt wäre möglich gewesen, aber insgesamt hatte der FC Basel doch ein deutliches Chancenplus. Nach drei Spielen kann man uns noch nicht richtig beurteilen, das wäre ungerecht, die Saison ist noch jung. Nächste Woche kommen zwei Neue aus der Quarantäne ins Mannschaftstraining. Wir müssen die zwei Wochen Nationalmannschaftspause gut nützen.»

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