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Der neue FCL-Rasen ist ausgerollt

Die Unterlage der Luzerner Swisspor-Arena erstrahlt wieder in schönem Grün. Der neue Rasen stammt aus Süddeutschland und wurde auf 18 Sattelschleppern angeliefert. Schon bald können darauf die Profis spielen.
Raphael Gutzwiller
Der neue Rasen ist da. Am Mittwoch wird die zweite Hälfte verlegt. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 9. Oktober 2018))

Der neue Rasen ist da. Am Mittwoch wird die zweite Hälfte verlegt. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 9. Oktober 2018))

Es ist fast vier Uhr nachmittags, die Sonne scheint ins Luzerner Fussballstadion direkt auf das schöne, neue Grün. Schon am Vormittag um 8 Uhr wurde der neue Rasen im Stadion ausgerollt. Die Hälfte der Arbeit ist nun geschafft, am Mittwoch folgt die zweite Hälfte. «Bisher läuft alles nach Plan», sagt ein sichtlich zufriedener Stadionmanager Daniel Böbner.

Bereits seit Montag wurde der Rasen in Süddeutschland für den Transport bearbeitet. Es handelt sich um einen Rasen, der im August 2016 angesät wurde. Zuerst wurde der Rasen in der Nähe von Augsburg mit einer Maschine aufgerollt. Die Verwurzelung wird dabei so gut wie möglich beibehalten. Dementsprechend ist die Erdschicht dicker als bei vergleichbaren Rollrasen. «Dadurch ist sichergestellt, dass der Platz schnell wieder bespielbar ist», so Böbner.

Mit insgesamt 18 Sattelschleppern wurde der Rasen von der Firma Schwab-Rollrasen nach Luzern transportiert. Auf jedem Sattelschlepper befanden sich 15 Rollen Rollrasen; rund zwei Meter breit und 16 Metern lang. Von der Firma Bächler und Güttinger AG wird das gerollte Grün in der Luzerner Arena verlegt. Dies geschieht mit der Abrollmaschine. Langsam wird der Rasen abgerollt und mit Werkzeugen an den Boden angeklopft.

Der neue Rasen wurde nötig, weil sich der alte in keinem guten Zustand befand. Seit der Stadion-Eröffnung der Swisspor-Arena 2011 hatte der FC Luzern auf derselben Unterlagegespielt. Zuletzt wurde er aber von gegnerischen Spielern, Trainern und von einigen Medien als «Acker» bezeichnet. «Was hier medial abgegangen ist, war zu viel», findet Böbner, «aber natürlich ist es nun entlastend, dass wir wieder über einen guten Rasen verfügen.» Zwar seien der neue und der alte Rasen grundsätzlich sehr ähnlich, aber: «Der Alte war nach sieben Jahren ziemlich abgenutzt und ausgelaugt. Der Neue ist dichter und kompakter.»

In der Swisspor-Arena wurde am Dienstag der neue Rasen verlegt. (Bild: Eveline Beerkircher)
Da kann sich der FCL freuen. (Bild: Martin Meienberger/ Freshfocus)
Aus der Vogelperspektive kann man die einzelnen "Rasenflächen" erkennen. (Bild: Philipp Schmidli).
Die Arbeiter bei der (Garten-)Arbeit. (Bild: Eveline Beerkircher)
Der Untergrund wird vorbereitet. (Bild: Eveline Beerkircher)
Der Rasen stammt aus Süddeutschland. (Bild: Philipp Schmidli)
Hier wurden die Flächen einzeln angeliefert. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Mit einem Hubstapler werden die Rasenteppiche ins Stadion gefahren. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Für die Fläche wurden 18 Sattelschlepper gebraucht. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
9 Bilder

Die Unterlage der Swisspor-Arena erstrahlt wieder in schönem Grün

Sanierung wird um ein Jahr verschoben

Der Rasenwechsel wurde möglich, da sich mit Daniel Obino, Inhaber des Focus Hotels und der S+P Architekten in Sursee, ein passender Sponsor fand (Ausgabe vom 19. September 2018).

Ein neuer Rasen war in der Swisspor Arena eigentlich erst im nächsten Sommer geplant. Denn dann sind umfassende Sanierungsarbeiten geplant, da sich der Untergrund abgesenkt hat. Die Sanierung wird verschoben, wohl auf Sommer 2020. Böbner: «Es wäre unverhältnismässig, einen neuen Rasen nach dreiviertel Jahren bereits wieder auszubauen.» Doch wer genau hinschaut, stellt fest, dass sich der Boden an einigen Stellen deutlich abgesenkt hat. Kein Problem, sagt Böbner: «Als Spieler merkt man das nicht. Deshalb ist diese Sanierung nicht dringlich.»

Der neue Rasen soll am 20. Oktober beim Ligaspiel gegen den FC Thun in idealem Zustand sein, verspricht Böbner. «Wenn es sein müsste, könnte sogar schon dieses Wochenende darauf gespielt werden. Aber wir sind froh, dass wir nun ein bisschen Zeit zur Pflege haben.» Die nächsten Schritte: Düngen, Mähen, Lochen, Walzen. Zum Schluss wird der Platz gezeichnet, damit er für die FCL-Profis, die vor dem ersten Auftritt vielleicht sogar eine kurze Trainingseinheit auf dem neuen Rasen absolvieren dürfen, bereit ist.

Die Spieler des Fanionteams freuen sich sowieso schon auf den neuen Platz. Nach dem Nachmittagstraining schauen einige kurz im Stadion vorbei. Die grösste «Gwundernase»: Vize-Captain Christian Schneuwly, der Böbner haargenau über den neuen Rasen ausfragt.

Nicht nur der FCL, sondern auch die Schweizer Nati profitiert bald vom neuen Rasen in der Swisspor Arena. Am 18. November empfängt die Schweiz in der Nations League den WM-Dritten Belgien. Der Rasen sollte dann in einem sehr guten Zustand sein.

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