Eklat beim FCL – Lehmann per sofort weg

Stephan Lehmann, der die letzten drei Jahre Goalie David Zibung erfolgreich trainierte, ist per sofort freigestellt worden – auf Wunsch von FCL-Trainer Murat Yakin.

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FCL-Torhüter Dave Zibung (links) und Stephan Lehmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

FCL-Torhüter Dave Zibung (links) und Stephan Lehmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Am Montag wurde der 48-jährige Ex-Nationaltorhüter ins Büro von FCL-Präsident Walter Stierli zitiert. «Das Spannungsverhältnis ist zu gross geworden. Wir brauchen Ruhe vor den wichtigen Spielen zu Hause gegen Basel, im Cup-Halbfinal in Sion und beim FC Zürich», erklärte Stierli am Telefon. Und: «Es ist der Wunsch des Trainers gewesen.»

Erst am letzten Donnerstag hatte Murat Yakin (37) seinem Mitarbeiter Lehmann nach einem monatelangen Hin und Her mitgeteilt, dass dessen Vertrag per Ende Saison nicht verlängert werde und er auf der Suche nach einem neuen Torhütertrainer sei. Zu diesem Zeitpunkt hatte man offensichtlich das Gefühl, die Zusammenarbeit könne bis zum letzten Meisterschaftsspiel am 23. Mai in Sion zu Ende geführt werden. Doch nach drei Freitagen ist es beim ersten Training am Montag doch zu viel geworden. Kam es auf dem Trainingsplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen Yakin und Lehmann? Stierli verneint: «Stephan Lehmann hat sich nichts zu Schulden kommen lassen.» Gegenüber von «Blick online» sagte Yakin: «Ich habe mitbekommen, wie Stephan unter dem nicht verlängerten Vertrag leidet und es ihm an die Nieren geht.»

Stierli: «Faire Lösung gefunden»

Stierli betont, wie wichtig ihm auch die andere Seite sei. «Es ist eine schwierige Situation für Stephan. Im Verwaltungsrat haben wir uns für eine faire, gütliche Lösung entschieden.» Mit anderen Worten: Lehmann wird seinen ihm zustehenden Lohn bis zum Vertragsende am 30. Juni plus wohl auch die Prämien bekommen.

Als Übergangslösung trainiert Daniel Böbner vom Trainerstaff der U 21 mit David Zibung und Gabriel Wüthrich.

Daniel Wyrsch / Neue LZ