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EUROPA LEAGUE: Lichtsteiner macht dem FC Luzern Mut

Stephan Lichtsteiner (32) glaubt an die Chance des FC Luzern gegen Sassuolo. Voraussetzung sei ein erfolgreiches Hinspiel morgen (19.45) zu Hause.
Kennt Sassuolo bestens aus den Duellen in der italienischen Meisterschaft: Stephan Lichtsteiner. (Bild: Getty/Paolo Bruno)

Kennt Sassuolo bestens aus den Duellen in der italienischen Meisterschaft: Stephan Lichtsteiner. (Bild: Getty/Paolo Bruno)

Stephan Lichtsteiner (32) aus Adligenswil hat eine grosse Karriere gemacht. Nun scheint es, dass der rechte Aussenverteidiger Juventus Turin verlässt, da der langjährige Barça-Brasilianer Dani Alves (33) neu zu den Norditalienern gestossen ist. Im Gespräch mit unserer Zeitung wollte sich Lichtsteiner dazu nicht äussern. Längst heisst es, er könnte seinem ehemaligen Juve-Trainer Antonio Conte zu Chelsea folgen. Im Interview spricht der frühere FCL-Junior und heutige Captain der Schweizer Nationalmannschaft über den Luzerner Gegner in der 3. Quali-Runde zur Europa League, die US Sassuolo Calcio.

Stephan Lichtsteiner, in der Serie A beginnt die Saison einen Monat später als in der Super League. Ist das ein Vorteil für Luzern gegen Sassuolo?

Stephan Lichtsteiner: Das ist ein sehr grosser Vorteil für den FCL, den die Luzerner unbedingt ausnützen müssen. Sie sind physisch weiter und haben mehr Trainings- und Spielminuten in den Beinen. Die Automatismen passen wesentlich besser. Ausserdem haben sie bereits einen Ernstkampf bestritten. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Der FCL hat einen physischen, einen spielerischen und einen mentalen Vorteil.

Sie haben letzte Saison gegen Sassuolo auswärts 0:1 verloren und zu Hause 1:0 gewonnen. Wegen den Herzproblemen im letzten Herbst waren Sie bei der Niederlage in Reggio Emilia nicht dabei, beim Heimsieg wurden Sie kurz vor Schluss eingewechselt. Was sind die Stärken von Sassuolo?

Lichtsteiner: Sassuolo verfügt über eine starke Mannschaft mit einem guten Teamspirit. Die Norditaliener spielen einen homogenen und modernen Fussball. Sie sind defensiv stabil und bekommen nur wenige Gegentore. Mit Eusebio Di Francesco haben sie einen guten, ambitionierten Trainer.

Welches sind Ihrer Meinung nach die Schwächen der US Sassuolo?

Lichtsteiner: Viele Tore erzielt die Mannschaft nicht. Die meisten Spiele sind sehr eng, was auch die beiden Resultate gegen uns vergangene Saison zeigen.

Platz 6 in der Serie A ist ein erstaunlicher Erfolg für diesen Klub. Wie hat es das Team von Trainer Di Francesco so weit nach vorne geschafft?

Lichtsteiner: Sassuolo ist eine Mannschaft, die schwierig zu schlagen ist. Die Spieler haben eine starke Saison gespielt und sind verdient auf den internationalen Plätzen gelandet. Es ist ein interessanter Klub. Keine Mannschaft ist so italienisch wie Sassuolo. Aktuell haben sie, so viel ich weiss, nur einen Spieler im Kader, der keinen italienischen Pass besitzt. Zudem verfügen sie über eine sehr gute Mischung zwischen Alt und Jung, Erfahrung und Talent. Der Verein ist sehr gut geführt, finanziell äusserst stabil und aktuell einer von nur drei Vereinen in Italien, denen das Stadion vollständig gehört. Der Klub gilt als Vorbild für den italienischen Fussball.

Vor welchen Sassuolo-Spielern müssen sich die Luzerner besonders in Acht nehmen?

Lichtsteiner: Grundsätzlich zeichnet sich Sassuolo eben gerade über ein starkes Kollektiv und die Homogenität aus. Einzelne Spieler herauszuheben, wird Sassuolo als Mannschaft nicht gerecht. In der letzten Saison war die Mannschaft hinsichtlich der Torschützen sehr ausgeglichen. Die Säulen des Teams sind Spieler wie Andrea Consigli, Francesco Acerbi, Paolo Cannavaro, Federico Peluso und Francesco Magnanelli. Dazu verfügen sie über sehr talentierte Spieler wie Stefano Sensi, Alfred Duncan, Lorenzo Pellegrini, Nicola Sansone, Grégoire Defrel und allen voran Domenico Berardi.

Wie würden Sie Luzern auf diesen Gegner einstellen?

Lichtsteiner: Der FCL muss primär versuchen, aus dem grossen Vorteil in Sachen Vorbereitung, Trainings- und Spielminuten Kapital zu schlagen. Sassuolo konnte jedoch bis anhin seine Mannschaft zusammenhalten. Rein theoretisch könnte das Team genau mit der gleichen Aufstellung ins Spiel gehen, wie es zum Saisonende 3:1 gegen Inter gewonnen hat. Es ist davon auszugehen, dass sich Sassuolo relativ schnell finden wird. Der FCL muss daher sehr entschlossen und konsequent agieren. Die italienischen Teams sind leider speziell in der Europa League oft sehr unmotiviert. Es ist also absolut möglich, dass Sassuolo den FCL unterschätzt. Das muss die Mannschaft ausnützen. Luzern muss im Heimspiel vorlegen, damit Sassuolo im Rückspiel offensiv spielen und etwas riskieren muss.

Trotzdem, glauben Sie, hat Luzern eine Chance, gegen den Serie-A-Sechsten weiterzukommen?

Lichtsteiner: Ganz sicher. Und ich hoffe, dass der FCL an seine Chance glaubt.

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