Europacup-Auslosung
«Das wäre das schwierigste Los» – der FC Luzern trifft in der 3. Qualirunde der Conference League wahrscheinlich auf Feyenoord Rotterdam

Der FC Luzern lanciert seine Europacup-Saison mit der 3. Runde in der Conference-League-Qualifikation. Dem Schweizer Cupsieger beschert das Los entweder Feyenoord Rotterdam oder KF Drita aus dem Kosovo als Gegner.

Daniel Wyrsch
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Am Sitz des europäischen Fussball-Verbandes Uefa in Nyon ist dem FC Luzern der Gegner der 3. Qualifikationsrunde in der neu geschaffenen Conference League zugelost worden. Der FCL trifft entweder auf Feyenoord Rotterdam aus der niederländischen Ehrendivision oder KF Drita aus dem Kosovo – je nach dem welches Team sich im Direktduell (Spiele am 22./29 Juli) qualifiziert. Die Innerschweizer werden im Hinspiel am 5. August Heimrecht haben. Das Rückspiel am 12. August wird das Team von Trainer Fabio Celestini auswärts bestreiten.

Fabio Celestini kämpft mit seinem FCL um den Einzug in die Playoffs der Conference League.

Fabio Celestini kämpft mit seinem FCL um den Einzug in die Playoffs der Conference League.

Bild: Martin Meienberger

Jordy Wehrmann gegen seinen Ausbildungsverein

Klarer Favorit zwischen Feyenoord Rotterdam und Drita aus der kosovarischen Stadt Gjilan sind natürlich die Holländer, welche die letzte Saison als Fünfte der Meisterschaft abschlossen. Für den 22-jährigen Mittelfeldspieler Jordy Wehrmann würde ein Aufeinandertreffen mit Feyenoord etwas ganz Besonderes sein.

Jubelt Jordy Wehrmann auch im August gegen Feyenoord?

Jubelt Jordy Wehrmann auch im August gegen Feyenoord?

Bild: Philipp Schmidli (Bern, 24. Mai 2021)

Im vergangenen Winter wechselte er vom niederländischen Traditionsklub nach Luzern, mit dem FCL feierte er in der Folge am 24. Mai den Cupsieg. Schliesslich hat Luzern in der Sommerpause seine Option eingelöst und Wehrmann definitiv von seinem Ausbildungsverein Feyenoord übernommen. Derzeit ist der defensive Mittelfeldspieler allerdings verletzt, er laboriert an einer Knieblessur und verpasste drei Testspiele.

FCL-Sportchef Remo Meyer sagt zur Auslosung:

«Sportlich ist dies, falls sich Feyenoord qualifizieren sollte, sicherlich das schwierigste Los. Aber natürlich werden wir trotzdem alles unternehmen, um uns für die nächste Runde zu qualifizieren.»

Zwei Runden muss der FC Luzern mit Trainer Fabio Celestini überstehen, will er 2021/22 in der Gruppenphase der Conference League teilnehmen. Nach einem Erfolg in der 3. Qualifikationsrunde würden am 19./26. August das Hin- und Rückspiel der Playoffs folgen.

Bereits 1992/93 war Feyenoord der Kontrahent

Arne Slot heisst der neue Feyenoord-Trainer. Der 42-Jährige ist der Nachfolger von Dick Advocaat (73), Slot war vormals Coach von Alkmaar. Für die FCL-Fans dürfte das Stadion De Kuip mit 51'117 Plätzen Anziehungskraft haben. Ob aber Fans des FC Luzern in Rotterdam im Stadion zugelassen sein werden, ist noch nicht klar. Und wie sieht es mit Auswärtsfans im Spiel in der Swissporarena aus? Der FC Luzern lässt auf Anfrage verlauten, dass dazu aktuell noch Abklärungen laufen.

Gegen Feyenoord würde es für den FC Luzern ausserdem zum zweiten europäischen Duell kommen: Bereits in der Saison 1992/93 standen sich die beiden Klubs im damaligen Europacup der Cupsieger gegenüber. Der FCL gewann das Hinspiel zu Hause 1:0, verlor aber im Rückspiel in Rotterdam deutlich 1:4, womit die Innerschweizer in der 2. Runde gegen die Holländer ausschieden.

1970 gewann Feyenoord als erster niederländischer Verein den Europacup der Landesmeister, den Vorgängerwettbewerb der Champions League. Wochen darauf holte der 15-fache holländische Meister aus der Hafenstadt sogar den Weltpokal. Der Uefa-Cup wurde 1974 und 2002 gewonnen. Beim Sieg von 2002 schlugen die Niederländer Borussia Dortmund.

FCL spielte letztmals im Sommer 2019 international

Zuletzt spielten die Blau-Weissen vor zwei Jahren europäisch: Nach dem Weiterkommen gegen Klaksvik von den Färöer-Inseln (1:0 im Hin- und Rückspiel) war für Luzern in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League gegen Espanyol Barcelona Endstation – der FCL verlor unter dem damaligen Trainer Thomas Häberli gegen die überlegenen Spanier zu Hause und auswärts mit 0:3.

Die Mannschaft von Espanyol Barcelona war für den FCL eine Nummer zu gross.

Die Mannschaft von Espanyol Barcelona war für den FCL eine Nummer zu gross.

Bild: Alexandra Wey / KEYSTONE