Kommentar

Fabio Celestini ist ein Trainer auf Zeit

Die Gespräche von Luzern-Trainer Fabio Celestini mit dem FC Basel zeigen einmal mehr, wie der FC Luzern als mittelgrosser Schweizer Verein den Mechanismen des Marktes ausgesetzt ist. Die Ereignisse erinnern an den Wechsel von Gerardo Seoane im Sommer 2018 zu den Young Boys.

Daniel Wyrsch
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Sportredaktor Daniel Wyrsch.

Sportredaktor Daniel Wyrsch.

Bild: PD

Der Luzerner Seoane konnte nach einer erfolgreichen Halbsaison an der FCL-Seitenlinie nicht am Weggang gehindert werden. Die Perspektiven beim Meister waren zu reizvoll: angefangen bei den sportlichen Möglichkeiten, um Titel und im europäischen Geschäft mitzuspielen, bis hin zu den persönlichen Vorzügen mit dem deutlich höheren Salär und den internationalen Aufstiegschancen. Anders als im Fall Seoane ist nun bei Celestini, dass sich Basel in der jüngeren Vergangenheit den Rang als Schweizer Topklub von YB hat ablaufen lassen. Die Berner verdienen jetzt die Prämien der Champions oder Europa League und generieren die Gelder aus dem Transfergeschäft.

YB verkaufte 2018 Meistertrainer Adi Hütter für eine fette Summe an Frankfurt und hatte somit die nötigen Mittel, um Seoane für 700000 Franken aus Luzern freizukaufen. FCB-Präsident Bernhard Burgener hingegen versucht seit drei Jahren, das Budget für die zu teure Mannschaft stark zu reduzieren. Dennoch ist der FCB noch immer die bessere Adresse als der FCL. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Fabio Celestini zum FCB oder zu einem anderen Klub mit grossen Perspektiven wechselt.

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