Fan-Clubs akzeptieren Fahnenverbot

Der FC Luzern macht Ernst und verhängt ab dem nächsten Heimspiel ein Fahnen-, Transparente- und Doppelhalterverbot. Die Vereinigten FCL-Fan-Clubs wollen diesen Entscheid akzeptieren.

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In den Sektoren B2 und B3 befinden sich Stehplätze, in den Sektoren B1 und B4 die günstigsten Sitzplätze. (Bild: swissporarena.ch)

In den Sektoren B2 und B3 befinden sich Stehplätze, in den Sektoren B1 und B4 die günstigsten Sitzplätze. (Bild: swissporarena.ch)

In den Sektoren B2 und B3 befinden sich Stehplätze, in den Sektoren B1 und B4 die günstigsten Sitzplätze. (Bild: swissporarena.ch)

In den Sektoren B2 und B3 befinden sich Stehplätze, in den Sektoren B1 und B4 die günstigsten Sitzplätze. (Bild: swissporarena.ch)

Beim Auswärtsspiel gegen Basel am 3. Dezember zündeten einige Luzerner Chaoten trotz angedrohten Sanktionen in ihrem Fansektor Pyromaterial. Nun zieht der FCL die Konsequenzen und verhängt ab dem Heimspiel vom kommenden Sonntag gegen Servette in den Sektoren B und C6 (Gästesektor) des swissporarena ein Fahnen-, Transparente- und Doppelhalterverbot. Wer dieses Verbot missachtet, werde mit einem Stadionverbot sanktioniert, teilt der Fussballclub am Donnerstag mit.

Zudem würden ab sofort die Verbandsbussen, die dem FCL im Zusammenhang mit Pyromaterial oder Knallpetarden entstehen, bis maximal 25'000 Franken pro Jahr vom Fanprojektbeitrag abgezogen.

Fan-Clubs zeigen Verständnis

In einer ersten Stellungnahme haben die Vereinigten FCL-Fan-Clubs (VFFC) angekündigt, das Verbot zu akzeptieren – obwohl es schwer falle. Denn mit dem Verbot sei zumindest vorläufig ein wichtiger Teil der Fussballkultur nicht mehr erlaubt. Jedoch seien die Folgen bei einem weiteren Pyro-Vorfall bekannt gewesen und der FCL-Vorstand habe deshalb keine andere Wahl gehabt, als das Verbot auszusprechen.

Einen Appell richtet der VFFC auch an die anderen Fangruppierungen, in Zukunft auf Pyros im Stadion zu verzichten.

Pyros nicht verhandelbar

Mit den Sanktionen unterstreicht der FC Luzern seine Haltung gegenüber Pyromaterial und Knallpetarden: Das Abbrennen von rund 1000 Grad heissen Pyros in dichten Menschenmassen sei gemeingefährlich und der FCL verurteile dies aufs Schärfste. So wird in der Mitteilung auch klargestellt, dass weder Pyros noch Knallpetarden verhandelbar seien. Die Clubverantwortlichen wollen den Dialog mit den Vertretern der Fangruppen aber aufrechterhalten.

Wer die neuen Richtlinien nicht akzeptieren könne, dem werde empfohlen, der swissporarena in Zukunft fern zu bleiben. Saisonkarten würden anteilsmässig zurückerstattet.

pd/bep

Ihre Meinung ist gefragt

Wie finden Sie es, dass der FC Luzern Fahnen und Transparente in der swissporarena verbietet? Ist dies die richtige Reaktion auf die jüngsten Pyro-Vorfälle oder finden Sie ein solches Verbot übertrieben? Loggen Sie sich ein und schreiben Sie unten auf dieser Seite einen Kommentar.