Fanaktion
FC Luzern muss Finanzloch von 11,5 Millionen Franken stopfen

Bis zum Ende der Saison 2021/22 beträgt die Finanzierungslücke beim FCL voraussichtlich 11,5 Millionen Franken. Nun hofft er auf Unterstützung der Fans.

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Die Fankurve in der Swissporarena in Luzern blieb wegen Covid-19 lange Zeit leer.

Die Fankurve in der Swissporarena in Luzern blieb wegen Covid-19 lange Zeit leer.

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 6. März 2020)

(tbu.) Die finanzielle Situation des FC Luzern ist und bleibt dramatisch angespannt: «Nach einem Jahr ohne Zuschauer fehlen uns massiv Einnahmen. Das macht mir Bauchweh», sagt Richard Furrer, der CFO des FC Luzern. «Bauchweh» heisst umgerechnet: Bis zum Ende der Saison 2021/22 beträgt die Finanzierungslücke des FCL 11,5 Millionen Franken.

Mit einem Kapitalschnitt wird dieses Loch nun gestopft: Die beiden Aktionäre Bernhard Alpstaeg und Josef Bieri schiessen gemeinsam 6,5 Millionen Franken in den Club ein. Weitere fünf Millionen Franken nimmt der FCL via Bundesdarlehen (keine À-fonds-perdu-Beiträge) und einem zusätzlichen Darlehen auf – eine Million stammt vom Klubsponsor Luzerner Kantonalbank. Die Darlehen müssen bis Ende 2023 zurückbezahlt werden. Kurzfristig sei der Klub so gesichert, teilte der FCL am Donnerstag in einer Medienmitteilung mit.

Goodwill-Aktion für Abocard-Besitzer

Der FCL informierte ausserdem darüber, dass er per sofort eine Aktion für alle Abocard-Besitzer lanciert. Jene Abocard-Inhaber, welche in den vergangenen Monaten die Spiele nicht im Stadion verfolgen konnten, erhalten für die Saison 2021/22 eine neue Abocard und können selber entscheiden, wie viel Geld sie für diese bezahlen wollen. Präsident Stefan Wolf will am Freitag vor den Medien zur finanziellen Situation und zur FCL-Strategie bis 2025 Stellung nehmen.