FC Luzern
Corona-Alarm beim FCL: Jetzt ist auch Josef Bieri infiziert – er nahm das Virus mit nach Indien zur Kur

Nach Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg und Sportchef Remo Meyer hat es nun auch Vizepräsident Josef Bieri erwischt. Der 64-jährige Surseer ist doppelt geimpft – und befindet sich gerade in einer Ayurveda-Kur im Süden von Kerala in Indien.

Daniel Wyrsch 1 Kommentar
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Vizepräsident Josef Bieri.

Vizepräsident Josef Bieri.

Bild: Boris Bürgisser (8.März 2016)

Corona ist definitiv zurück beim FC Luzern: Nachdem am Dienstag bekannt wurde, dass sich Hauptgeldgeber Bernhard Alpstaeg und Sportchef Remo Meyer mit dem Virus infiziert haben, ist nun auch Vizepräsident Josef Bieri positiv getestet worden. Nur befindet sich der Besitzer des zweitgrössten Aktienanteils der FCL Holding AG (Bieri besitzt 48 Prozent, Alpstaeg hat 52 Prozent) seit Anfang Woche in Indien.

Im Süden des Bundesstaats Kerala wollte Josef Bieri eine körperlich sehr anspruchsvolle Ayurveda-Kur beginnen. Nachdem er die rund 24-stündige Reise mit einem Zwischenhalt in Dubai gut überstanden hatte, zwei Corona-Tests negative Ergebnisse brachten, fühlte er sich zum Start der Kur nicht gut. Sofort wurde Bieri getestet – und siehe da: Wie der ebenfalls doppelt geimpfte 75-jährige Bernhard Alpstaeg hat er einen Impfdurchbruch.

Bieri bestätigt, erkrankt zu sein

Der 64-jährige Josef Bieri bestätigt via Whatsapp:

«Ich bin seit Juni 2021 doppelt geimpft, nun hat es mich doch erwischt – trotz Impfung!»

Dazu schreibt der Surseer: «Die Krankheit ist verdammt eklig und brutal.»

Immerhin soll Bieri im Vedasudha Ayurveda Spital in Vayala gut aufgehoben sein. Die meisten Ärzte seien Schulmediziner und nicht nur in der alternativen Medizin ausgebildet. Bieri soll sich sofort in Isolation begeben haben. In der Klinik wurden die Sicherheitsmassnahmen erhöht, das Maskentragen ist wieder obligatorisch.

Die Ayurveda-Kliniken in Indien, zu denen auch jene gehört, in welcher Josef Bieri seine mehrwöchige Kur absolvieren wollte, betreibt der Stanser Arzt George Theruvel. Der FCL-Vizepräsident ist einer von zahlreichen Innerschweizern, die sich für diese Therapie angemeldet haben.

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Angesteckt an einer gemeinsamen Sitzung?

Die Frage stellt sich nun: Haben sich Alpstaeg, Bieri und Sportchef Meyer an einer gemeinsamen Besprechung infiziert? Dazu antwortet Josef Bieri: «Nein, ich hatte keine Sitzung mit Bernhard Alpstaeg. Seit dem Heimspiel gegen St.Gallen am 24. Oktober habe ich ihn nicht mehr gesehen.»

Offen bleibt, ob sich Bieri und Meyer gegenseitig angesteckt haben. In seiner Funktion als Vizepräsident tauscht sich der Finanzspezialist der Zuger Partners Group zumindest hin und wieder mit dem sportlichen Leiter des FCL aus. Wie unsere Zeitung bereits berichtet hatte, ist Meyer nicht geimpft. Derzeit befindet er sich zu Hause in häuslicher Isolation.

Anfang Woche hatten wir Josef Bieri als Löser des gordischen Knotens im jahrelangen Aktionariatsstreits porträtiert, jetzt bangt man um die Gesundheit des FCL-Mitbesitzers.

Gerne hätten wir mehr über den Zustand von Josef Bieri erfahren. Auch über die Behandlung in der indischen Klinik – und ob er es bereut, in der aktuellen Situation eine Reise in ein Schwellenland fernab der Schweiz unternommen zu haben. Er erteilte eine freundliche Absage, da er sich zum Thema nicht mehr äussern wird.

Team bereitet sich auf das wichtige Spiel in Lugano vor

Nicht zurückziehen können sich dagegen Spieler und Trainer des FCL-Fanionteams. Immerhin sind die Fussballer nicht von Corona betroffen. Im Januar war das anders: Positive Fälle führten zu einer Team-Quarantäne, die ersten drei Rückrundenspiele mussten verschoben werden. So wie die aktuelle Lage ist, kann die neuntplatzierte Mannschaft von Fabio Celestini am Sonntag beim FC Lugano (4.) antreten. Die Luzerner und ihr Coach benötigen Punkte.

Frydek und Farkas sind zurück

Der FC Luzern trainierte am Donnerstagvormittag. Bis auf wenige Ausnahmen standen alle Spieler im Einsatz; bei der Einheit fehlte Offensivmann Pascal Schürpf. Doch der 32-jährige Basler muss regelmässig aussetzen, da er mit physischen Problemen zu kämpfen hat.

Wieder im Mannschaftstraining zurück sind die Aussenverteidiger Martin Frydek und Patrick Farkas. Der Tscheche und der Österreicher machten im internen Match ebenso mit wie der Ex-Internationale Deutschlands, Holger Badstuber, der im letzten Match gegen Sion (0:1) mit Adduktorenproblemen ausgewechselt worden war.

Am Sonntag (16.30 Uhr) bei der Partie des vorletzten Luzern beim viertplatzierten Lugano ist auf Seiten der Innerschweizer Varol Tasar gesperrt. 

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