FC Luzern
Ehrgeiziger Mario Frick erwartet zur Mission Ligaerhalt fitte FCL-Profis

Der neue FCL-Cheftrainer Mario Frick leitet morgen Montag (10 Uhr) das erste Training. Die Mannschaft wird auf einen Coach stossen, der sich als Spieler und Trainer ständig gegen Widerstände durchsetzen musste. Für den Liechtensteiner wird der abstiegsgefährdete FC Luzern eine neue grosse Herausforderung darstellen.

Daniel Wyrsch
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Mario Frick bei seiner Vorstellung als neuer FCL-Trainer kurz vor Weihnachten.

Mario Frick bei seiner Vorstellung als neuer FCL-Trainer kurz vor Weihnachten.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 22. Dezember 2021)

Der frühere Serie-A-Stürmer Mario Frick macht auch im Alter von 47 Jahren noch immer einen fitten Eindruck. Darauf angesprochen, sagte der neue FCL-Coach zu unserer Zeitung: «Es ist schon so, dass ich noch immer sehr sportlich bin. Ich möchte für die Mannschaft und die Spieler ein Vorbild sein, den einen oder anderen animieren, damit er im Kraftraum mehr macht.» Für den Liechtensteiner aus Balzers ist klar:

«Wollen wir erfolgreich spielen, müssen wir topfit sein. Der Anspruch an unseren Athletiktrainer ist, dass wir die fitteste Mannschaft der ganzen Liga haben.»

Da hat Frick schon mal eine deutliche Ansage gemacht. Die FCL-Profis waren gut beraten, wenn sie während den zweiwöchigen Ferien genügend Zeit in ihre physische Form investierten.

Sich gegen den eigenen Vater beweisen müssen

Denn Frick wird ihnen fadengerade sagen, was er von ihnen im Abstiegskampf erwartet. Über sich selbst stellte er vor einem Jahr im Podcast «Ehrenrunde» fest: «Ich bin extrem offen und ehrlich, aber auch extrem ehrgeizig.» Er war der beste Fussballer des Fürstentums, für Siena und Hellas Verona spielte er 111 Partien in der Serie A und schoss 20 Tore. Warum ist er so weit gekommen? «Ich hatte diesen starken Willen, dieser ist mir von meinem Vater eingepflanzt worden. Ich hatte mit ihm früher kein allzu gutes Verhältnis, da die Wertschätzung nicht gross war. Er sagte, solche Talente wie mich gäbe es in der Schweiz Tausende.»

Seinem Papa bewies Frick, dass er zu mehr fähig war. In der Schweiz stürmte Liechtensteins doppelter Rekord-Nationspieler (125 Länderspiele, 16 Tore) für Basel, Zürich, GC und St. Gallen. Heute sei sein Ehrgeiz «eine grosse Stärke von mir». Behauptet jemand, er könne dies oder jenes nicht, «dann möchte ich das Gegenteil beweisen». Als in der vergangenen Saison fast alle überzeugt waren, dass Vaduz der Abstiegskandidat-Nummer 1 sei, die Liechtensteiner keine Chance hätten, oben zu bleiben, wurde beim FCV-Coach eine Gegenreaktion ausgelöst: «Dann kommt genau dieser Mechanismus zum Tragen: Nein, seid ruhig, euch zeige ich es!»

Selbstbewusstsein und unbedingten Siegeswillen übertragen

Diesen Stolz und unbedingten Willen muss Mario Frick nun auch in seinem neuen Luzerner Team zum Leben erwecken. Der FCL steht mit elf Punkten nach 18 Spieltagen sogar um zwei Zähler schlechter da als Vaduz (13) vor einem Jahr. Die Liechtensteiner holten in den 18 Partien der Rückrunde 23 Punkte, das Gesamttotal von 36 Zählern reichte am Ende nicht wie sonst üblich zum Ligaerhalt, der FCV musste als Tabellenletzter direkt absteigen.

Das Anfangsprogramm des Schlusslichts aus Luzern hat es in sich: Am 30. Januar startet der FCL mit dem Heimspiel gegen Basel, dann gehts nach Lugano, bevor Sion in der Swisspor-Arena erwartet wird. «Mir kommt dieser Start gegen Basel entgegen, in diesem Auftaktmatch können wir ein Feuer entfachen», sagt Frick. Und von einem «Knorzgegner» Sion will er nichts wissen:

«Die Karten werden total neu gemischt, es kommt ein neuer Trainer, ein neuer Assistenzcoach. Ich bin zuversichtlich, dass die Mannschaft ganz anders auftreten wird.»

Spekulationen über Decarli, Schmid und Rapp

Natürlich wird spekuliert, wer morgen erstmals im FCL-Training auftauchen könnte: Gerüchte gibt's über eine Verpflichtung von Saulo Decarli. Der 29-jährige Innenverteidiger und Schweizer Ex-U21-Internationale aus dem Tessin kommt beim VfL Bochum in der Bundesliga kaum zu Spielpraxis. Ein anderer zentraler Abwehrspieler wäre Yannick Schmid, der unter Frick bei Vaduz die vergangenen zweieinhalb Saisons immer spielte. Der 26-jährige Schmid wurde in Luzern ausgebildet.

Abwehrmann Saulo Decarli (links) im Dress des FC Locarno gegen Aarau-Angreifer Nico Siegrist.

Abwehrmann Saulo Decarli (links) im Dress des FC Locarno gegen Aarau-Angreifer Nico Siegrist.

Bild: Alexander Wagner (Aarau, 19. März 2012)

Auch der 1,93 Meter grosse Stürmer Simone Rapp könnte ein Thema in der Innerschweiz sein. Der 29-jährige Tessiner traf für Challenge-League-Leader Vaduz in der Vorrunde neun Mal. Wie Schmid hat Rapp einen noch eineinhalb Jahre dauernden Vertrag bei den Liechtensteinern.

Trainingslager erneut in Marbella

Das Trainingscamp des FC Luzern findet vom 11. bis 18. Januar in Marbella/Spanien statt.

Testspiele

08. Januar 2022 | 14.30 Uhr | FC Luzern – SC Kriens | Kleinfeld 14. Januar 2022 | FC Luzern – Puskás Akadémia FC | Marbella 17. Januar 2022 | FC Luzern – Fehérvár FC | Marbella
22. Januar 2022 | 14.30 Uhr | FC Luzern – SCR Altach |Luzern 

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