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FC LUZERN: Ein «Phänomen» möchte Petkovic überzeugen

Drei Spiele, fünf Punkte, noch nie verloren in der Rückrunde. Die erste Frage an Luzern-Stürmer Marco Schneuwly (29) lautete im Hinblick auf das schwierige Auswärtsspiel am Sonntag (16.00, SRF 2) in Sion: Warum läuft es so viel besser als im Herbst?
FCL-Stürmer Marco Schneuwly hat über den Winter läuferisch zugelegt. (Bild: Martin Meienberg)

FCL-Stürmer Marco Schneuwly hat über den Winter läuferisch zugelegt. (Bild: Martin Meienberg)

«Dafür gibt es mehrere Gründe. Es fängt an bei der Vorbereitung, in der wir gut gearbeitet und an Stabilität gewonnen haben, was sich bereits in den Testspielen auswirkte. Jetzt geht es auch in der Meisterschaft recht gut, wir spielen hinten sehr solide und bekommen wenige Tore. Diese defensive Kompaktheit war sicher mit ausschlaggebend in den ersten drei Partien.»

Laufintensivste Vorbereitung

Der Fribourger Schneuwly ist ein besonnener Profi. Deshalb sieht er das grosse Ganze, Schuldzuweisungen sind ihm fremd. Obwohl der FCL in der Hinrunde sechs Mal in Führung war und trotzdem nur unentschieden spielte oder sogar verlor. Auch jetzt, da die Abwehr konzentrierter ans Werk geht, verkneift sich Schneuwly einen Seitenhieb an die vorherige Lotterabwehr. «Ich als Stürmer rege mich nicht auf, wenn wir hinten nicht dichthalten. Wir sind eine Mannschaft, in der alle verteidigen und angreifen, das hat man im ersten Spiel gegen YB gesehen, als Verteidiger Tomi Puljic ein Tor erzielte.»

Zu Luzerns neuen Stärken gehört das laufintensive Spiel. Trainer Markus Babbel kann Schneuwly nicht mehr, wie im Herbst gegen den FC Zürich, draussen lassen mit der Begründung, dass dieser ein läuferisches Defizit habe. Schneuwly ist physisch klar stärker geworden. «Es wäre schlecht, wenn ich nach dieser Vorbereitung da hocken und sagen müsste, ich sei nicht besser geworden. Wir haben super gearbeitet, und unsere Werte zeigen nach oben.» War der Aufwand noch grösser gewesen als bei den Ex-Klubs Thun und YB? Schneuwly: «Das ist sicher eine der Vorbereitungen im Winter gewesen, in der ich am meisten gelaufen bin.»

Der Systemwechsel von einer Spitze zum Doppelsturm kommt Schneuwly entgegen: «Das gibt viel mehr Präsenz, zusammen mit der zurückhängenden Spitze sind wir vorne zu dritt. Das bedingt natürlich von allen drei das Mithelfen in der Defensive.»

In den letzten fast drei Jahren verlor der FCL alle fünf Spiele in Sion. Der frühere Luzern-Mittelfeldspieler Burim Kukeli (31, FC Zürich) sagte einst über das Tourbillon: «Das ist ein heisses Pflaster, Sion zu Hause zählt zu den schwierigsten Gegnern überhaupt.» Schneuwly, der erst einmal mit dem FCL in Sion spielte und damals den letzten Match unter Carlos Bernegger verlor, stimmte der Meinung Kukelis zu, «aber in jenem letzten Spiel in Sion hätten wir 2:0 oder 3:0 führen können». Nach Schneuwlys 1:0 verlor Luzern 1:3.

Neue Situation kennen gelernt

Der Familienvater hat bereits 9 Saisontore erzielt, und es stehen noch 15 Runden aus. Wie viele Treffer werden es am Saisonende sein? Schneuwly antwortete lächelnd: «So viele wie möglich, ich nehme alle, die kommen. Doch die Torschützenwertung ist zweitrangig, viel wichtiger ist, dass wir nach vorne kommen, Partien gewinnen, da ist es egal, wer die Tore schiesst.»

Seine 9 Tore und Jakob Jantschers 10 Assists sind hohe Liga-Werte und beide ein Phänomen für ein Team, das 13 Runden lang am Tabellenende gestanden war. Hat er es nie bereut, nach Luzern gekommen zu sein? «Definitiv nicht, meine Situation war von Anfang an gut. Ein extremer Gegensatz zur Vorrunde des Teams. Doch so habe ich eine neue Situation kennen gelernt, war ich doch noch nie Letzter gewesen.»

Im Nationalteam stand Schneuwly kurz vor dem ersten Aufgebot. «Darauf wurde ich oft angesprochen. 50 Prozent kann man mit der Leistung beeinflussen, der Rest liegt in den Händen von Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Sollte er finden, dass ich es verdient habe, würde ich gerne dabei sein.»

Daniel Wyrsch

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