Erster positiver Corona-Fall beim FC Luzern – jetzt droht der gesamten Mannschaft die Quarantäne

Nun hat auch der FC Luzern seinen ersten positiv getesteten Profi: Es handelt sich um einen U19-Nationalspieler. In der Folge musste die ganze Mannschaft des FCL zum Corona-Test.

Daniel Wyrsch
Drucken
Teilen
Die Luzerner bejubeln am vergangenen Samstag den 1:1-Ausgleich im Testspiel gegen GC in Niederhasli.

Die Luzerner bejubeln am vergangenen Samstag den 1:1-Ausgleich im Testspiel gegen GC in Niederhasli.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Niederhasli, 29. August 2020)

Alle Spieler und Betreuer der Schweizer U19-Nationalmannschaft wurden zu Beginn des Zusammenzugs am Montag in Fribourg getestet. Die am Dienstag dem Schweizerischen Fussball-Verband (SFV) eröffneten Resultate der Corona-Tests ergaben: Neben dem Luzerner Jungprofi war ein Goalietrainer positiv, beide sind in Isolation. Der Rest der Mannschaft und des Staffs waren negativ. Vorsorglich wurden ein weiterer U19-Nationalspieler sowie ein weiterer Mitspieler aus dem FCL in Quarantäne gesetzt.

Total drei Trainingstage sind ausgefallen

Zuletzt waren die Luzerner am vergangenen Samstag mit praktisch allen Spielern im Einsatz. Sie testeten in Niederhasli gegen GC (1:1). Am Dienstag wurde die ganze Super-League-Mannschaft des FC Luzern getestet. Weil es Verzögerungen gab, sind die Ergebnisse noch nicht beim FCL eingetroffen. Der Verein hofft, dass er die Resultate am Donnerstag kommunizieren kann. Bis dann sind die übrigen Spieler des Fanionteams in Selbstisolation. Durch die Umstände hat der FCL mindestens drei Tage nicht trainieren können. Das Team von Fabio Celestini befindet sich in der Vorbereitung auf die Meisterschaft, das Startspiel steht am Samstag, 19. September, in Lugano auf dem Programm.

Noch vor dem Liga-Auftakt absolviert der FCL die Zweitrundenpartie im Schweizer Cup auswärts gegen den Super-League-Absteiger FC Thun. Ob dieser K.o.-Match am übernächsten Wochenende und das Testspiel in Aarau am kommenden Samstag stattfinden kann, hängt von den noch ausstehenden Testresultaten ab. Im schlimmsten Fall droht den Innerschweizern eine zehntägige Quarantäne.

Luzerner Kantonsarzt entscheidet über Quarantäne des Teams

Der Luzerner Kantonsarzt ist gemäss Vorgabe bereits mit dem positiven Fall des U19-Nationalspielers und seiner ebenfalls in Quarantäne gesetzten beiden Mitspieler betraut worden, wie SFV-Medienchef Adrian Arnold gegenüber unserer Zeitung sagte. Kantonsarzt Roger Harstall wird anhand der Ergebnisse auch entscheiden müssen, ob die gesamte Mannschaft des FC Luzern in die Quarantäne geht.

Mehr zum Thema